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iOS 6: Panorama-Funktion schummelt

Geschrieben von: Frank.

Eine der wohl komfortabelsten Lösungen um mit dem iPhone Panorama-Bilder zu erstellen, versteckt sich in der Foto-App hinter dem Optionen-Button. Klickt man den Panorama-Knopf an, erscheint auf dem iPhone-Bildschirm ein Miniaturbild mit einem Pfeil, der beim Erstellen der Aufnahme auf einer horizontalen Linie "balanciert" werden muss. Klickt man auf diese Linie, oder den Pfeil, dreht sich letzterer um 180° und der Nutzer kann die Aufnahmerichtung von links nach rechts auf rechts nach links ändern. Auch hohe Gebäude lassen sich mit einer Panorama-Aufnahme gut einfangen. Dazu wird das iPhone einfach im Querformat gehalten und von unten nach oben geführt, bis das Motiv vollständig aufgenommen ist. Das Apple-Gerät setzt die Einzelbilder anschließend zu einer Gesamtaufnahme zusammen - dachten wir zumindest bisher, denn so arbeiten auch andere Panorama-Apps wie Microsofts Photosynth.

Apples Panorama-Feature arbeitet jedoch völlig anders, mit dem Vorteil, dass riesige Aufnahmen innerhalb von wenigen Sekunden entstehen. Der Trick den Apple verwendet, ist uns nur durch einen Zufall aufgefallen, denn wie wir feststellten, ist das Rauschverhalten bei Panorama-Aufnahmen deutlich schlechter als bei normalen Fotos. Auch der Bildwinkel verkleinert sich sichtbar, sobald man auf den Panorama-Button drückt. Die einzige logische Erklärung: Apple schaltet für Panorama-Aufnahmen in den Video-Modus und berechnet aus dem Kurzfilm ein großes Bild. Dies führt zu schnellen und komfortablen Aufnahmen, deren Bildqualität aber deutlich hinter den Möglichkeiten der iPhone-Kamera zurück bleibt. Wer seine Panorama-Bilder also ausdrucken möchte, oder bei ungünstigen Lichtverhältnissen arbeiten muss, setzt besser auf alternative Panorama-Apps wie das bereits erwähnte Photosynth oder AutoStitch.

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