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P3 von Bowers & Wilkins: Die Leichtigkeit des Hörens

Geschrieben von: Frank.

Der Markt für Kopfhörer ist riesig. Leider taugen die meisten Modelle nicht viel und auch der Preis ist kein Kaufkriterium, das guten Sound garantiert. Nur einige wenige Hersteller stechen durch Qualität aus der Masse hervor. Dazu gehört auch Bowers & Wilkins, die mich mit ihrem Kopfhörer P3 regelrecht beeindrucken konnten.

Bereits das edle Aussehen des P3 ist eine klare Ansage. Die Hörmuscheln sind mit gebürstetem Aluminium verkleidet. Der größenverstellbare Kopfhörerbügel ist federleicht und überzeugt mit seiner stabilen und chic aussehenden Metallkonstruktion. Die Ohrpolster sind mit einem akustisch optimierten Stoff bespannt, der nicht nur hochwertig aussieht, sondern auch angenehm auf euren Lauschern liegt. Der darunter befindliche Schaumstoff passt sich beim Tragen den Ohren an und vermeidet so unangenehmes Drücken. Der Kopfhörerbügel ist mit dem gleichen Material gepolstert. Die Ohrpolster sind mit Magneten am Chassis befestigt und lassen sich bei Bedarf abnehmen. Unter ihnen befindet sich der Anschluss für das abnehmbare Kopfhörerkabel, das als Variante mit Mikro und Fernbedienung, sowie zusätzlich als Version ohne Bedienelemente mitgeliefert wird.

Der P3 ist durch und durch auf Mobilität ausgelegt. Die Ohrmuscheln lassen sich einklappen, so dass der Edelhörer für den Transport deutlich zusammenschrumpft und auch problemlos in der Jackentasche verschwindet. Für längere Strecken lohnt es sich das beiliegende Hartschalen-Case zu benutzen, welches selbst vor kräftigen Stößen schützt.

Der P3 punktet mit seinem kristallklaren und luftig leichten Klang, von dem vor allem Live-Aufnahmen profitieren. Höhen und Mitten setzen präzise ein und der Bass ist für einen On-Ear-Hörer erstaunlich knackig und kräftig. Einzig die Lautstärke bleibt hinter dem Machbaren zurück, doch dafür gibt es auch bei maximalem Pegel keine Klangverzerrungen. Bass-Matsch und klirrende Hören sucht man bei den P3 vergebens, egal wie weit man die Lautstärke aufdreht.

Fazit

Das beeindruckende und perfekt ins Apple-Universum passende Design, gepaart mit der exzellenten Klangqualität, machen aus dem P3 von Bowers & Wilkins einen der besten Kopfhörer in der 200-Euro-Klasse. Wer weiß nicht mag, bekommt die P3 auch in den Farben Blau, Schwarz und Rot.

 

Geschwindigkeitsvergleich: iPhone 5s, iPhone 5 und iPhone 4s

Geschrieben von: Frank.

Natürlich darf beim Erscheinen einer neuen iPhone-Generation der obligatorische Geschwindigkeitsvergleich mit den Vorgängermodellen nicht fehlen. Wir haben unser iPhone 5s gegen ein iPhone 5 und ein iPhone 4s antreten lassen und versuchen die Frage zu klären ob Apples A7-Prozessor tatsächlich doppelt so schnell ist wie der ebenfalls performante A6. Noch spannender ist aber die Frage ob sich der Speed-Vorteil auch in der Praxis bemerkbar macht, also beim täglichen Surfen im World Wide Web. Das Ergebnis hat uns dann doch etwas überrascht, aber seht selbst.

Welchen Sinn macht ein 64-Bit-Prozessor in einem Smartphone?

Geschrieben von: Frank.

Apple hat im iPhone 5s das neue Prozessor-Flagschiff A7 untergebracht. Die zentrale Recheneinheit ist nicht nur doppelt so schnell wie sein Vorgänger A6, den man im iPhone 5, iPad 4 und iPhone 5c findet, sondern setzt als erste Smartphone-CPU auf eine 64-Bit-Architektur. Bisherige iOS-Geräte unterstützen dagegen nur 32-Bit. Doch welche Vorteile bringt der neue Technologiesprung?

Es ist noch gar nicht so lange her, da vollführten unsere Laptops und Desktops den Schritt von 32- auf 64-Bit-Betriebssysteme. Der Auslöser war schlicht die Tatsache, dass 32-Bit-Software nicht mehr als 4 GB Arbeitsspeicher (RAM) ansprechen kann. Programme die sehr speicherlastig sind, wie zum Beispiel CAD-Software, Videoschnitt-Programme, 3D-Spiele und Bildbearbeitungsanwendungen stießen damals an ihre Grenzen, genauso wie die 32-Bit-Betriebssysteme auf denen sie liefen.

Rechenintensive Programme, die speziell auf 64-Bit optimiert sind, profitieren ebenfalls von der größeren Wortbreite. Der Geschwindigkeitsgewinn ist aber überschaubar. In der Praxis kann sich der vermeintliche 64-Bit-Vorteil sogar ins Gegenteil verkehren. So verbraten 64-Bit-Anwendungen mehr Speicher und Arbeitsspeicher und können das System infolgedessen sogar ausbremsen. Erst wenn 64-Bit-Hardware und -Software wie ein Räderwerk ineinandergreifen, profitiert letztlich auch der Anwender. Im PC-Bereich hat diese Entwicklung mehre Jahre gedauert und nun läutet Apple die 64-Bit-Ära auch bei Smartphones ein.

Und was bringt es dem Nutzer? iOS 7 soll zwar bereits zu großen Teilen "64bittig" sein, doch fast alle im App Store erhältlichen Anwendungen sind es nicht. Nun könnten die Entwickler natürlich sukzessive nachziehen und ihre Apps entsprechend optimieren, jedoch besteht dazu kein Grund. 32-Bit-Apps werden weiterhin auf iPhone, iPad und iPod touch laufen. Der Mehraufwand beim Programmieren von Anwendungen und Spielen steht in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Geschwindigkeitsgewinn. Des Weiteren werden die Apps größer. Das ist insbesondere für Programme kritisch, die sich ohnehin schon an der mobilen App-Store-Download-Grenze von 100 MB bewegen. Der Arbeitsspeicher im iPhone 5s ist auch nicht gewachsen und verharrt bei 1 GB. Gleiches erwarten wir für die nächste iPad-Generation. Während es das iPad 4 bereits mit 128 GB Festspeicher gibt, der auch noch einen satten Aufpreis kostet, müssen sich iPhone-User mit maximal 64 GB zufrieden geben. Wer also ohnehin schon mit seinem Speicherplatz knapsen muss, wird das Problem mit 64-Bit-Apps noch verschärfen. Faktisch gesehen profitiert der Anwender also erst einmal gar nicht von der 64-Bit-Tauglichkeit des A7. Dass Apple das 64-Bit-Zeitalter jedoch schon so früh eingeläutet hat, könnte sich in 4-5 Jahren auszahlen, sollte der Leistungshunger von Smartphone-Apps weiter ansteigen. 64-Bit-Apps wären dann längst Standard. Aber seien wir mal ehrlich: CAD-Programme und professionelle Video- und Bildbearbeitungssoftware wird es auch dann nicht auf dem iPhone geben, dazu ist der Bildschirm viel zu klein. Aber es gibt ja noch das iPad. Apples Tablet wird es also sein, das als erstes von 64-Bit profitiert. Jedoch nicht in diesem und auch nicht im nächsten Jahr.

Rechnet Apples M7-Bewegungsprozessor falsch?

Geschrieben von: Frank.

Seit Erscheinen des iPhones 5s häufen sich die Nutzerberichte über fehlerhafte Berechnungen des Kompasses, des Gyposkops und des Beschleunigungssensors. Da die Probleme nur beim iPhone 5s auftreten, kann iOS 7 als Ursache ausgeschlossen werden. Nun hat auch Gizmodo das Mysterium untersucht und konnte die ungewöhnlichen Messwerte bestätigen. Unser eigenes iPhone 5s zeigt übrigens die gleichen Symptome.

Sicherlich sind die aktuellen Probleme kein Weltuntergang, aber wenn beim Spielen der Rennwagen im Graben landet, oder die Karten-App in die falsche Richtung lotst, kann das schon ärgerlich sein. Wir haben eine starke Vermutung woran es liegen konnte, dass Gyro-Sensor und Kompass einige Grad daneben lieben. Apple beschreibt den neuen M7-Bewegungsprozessor so:

"Jedes iPhone 5s beinhaltet den neuen M7 Motion Co-Prozessor der Daten des Beschleunigungssensors, Gyrosensors und Kompasses sammelt [...]"

Da hier alle Sensordaten zusammenlaufen, haben wir den Verdacht, dass der M7 die Messwerte falsch interpretiert. Damit stehen die Chancen gut, dass Apple das Problem mit einem Software-Update beheben kann.

Skullcandy Crusher: Musik zum Anfassen

Geschrieben von: Frank.

Ein großer Nachteil von Kopfhörern gegenüber einer guten Stereoanlage ist der fehlende Tiefenbass. Tiefe Töne kann man nämlich nicht nur hören, sondern auch fühlen, in Form von Vibrationen (Stichwort Subwoofer). Musik die man hören UND fühlen kann, ist daher stets ein intensiveres Sinneserlebnis als wenn der Klang nur über die Ohren wahrgenommen wird. Der Kopfhörerspezialist Skullcandy hat sich der Problematik nun angenommen und einen Over-Ear-Hörer auf den Markt gebracht, der "Musik zum Anfassen" generiert. Man kann sich den Crusher wie einen Bügelkopfhörer mit eingebauter "Force Feedback-Funktion" vorstellen. Er erzeugt parallel zum ohnehin schon bassstarken Sound punktgenaue Vibrationen, die über die Ohrpolster an euren Kopf übertragen werden. Das dadurch erzeugte Klangerlebnis lässt den Anwender erst einmal sprachlos zurück, denn die Kombination aus Musik hören und Musik fühlen ist äußerst ungewohnt. Zudem verstärkt sich der Basseindruck ins Extreme. (...)

Wenn die Telekom hilft: Unerwünschte Werbe-SMS

Geschrieben von: Frank.

[Update] Nachdem sich "Kunigunde" per Voicemail erneut meldete und weiterhin einen unangemessenen Ton an den Tag legte, sowie eine aufrichtige Entschuldigung vermissen ließ, habe ich meinen Mobilfunkvertrag bei der Deutschen Telekom AG nach 4 Jahren gekündigt. [/Update]

Die Deutsche Telekom AG bietet ihren Kunden die Möglichkeit an sich vor lästiger konzerneigener Werbung durch ihre Tochter Deutsche Telekom GmbH zu schützen. Im Online-Kundencenter muss man dazu lediglich 3 Häkchen entfernen und sollte dann eigentlich seine Ruhe haben. Die Telekom spricht natürlich von "Kundenbetreuung" statt Werbung.

Die entsprechenden Optionen sind nicht ganz so leicht zu finden. Ihr müsst euch z. B. auf T-Mobile.de im Kundencenter einloggen und klickt anschließend auf "InfoCenter" in der linken Menüleiste.

Anschließend nehmt ihr unter "Betreuungswege sämtliche Haken raus. Fertig.

Auch wir unterlagen bislang dem Irrtum nun vor Belästigungen geschützt zu sein, bis vorgestern die folgende Werbe-SMS einging:

Hätte ich im Anschluss nicht den Fehler gemacht mich beim Twitter-Account des Telekom-Service (@telekom_hilft) zu beschweren, würde es diesen Artikel gar nicht geben. Seit heute ist mir aber klar, was mit dem Schlagwort "Service-Wüste Deutschland" gemeint ist.

Der Service-Ablauf bei @telekom_hilft ist immer gleich. Man schreibt die Telekom-Mitarbeiter bei Twitter an, erhält ein kurzes Feedback und eine Direktnachricht, in welcher sich eine Service-E-Mail-Adresse befindet. Per E-Mail schildert man dann sein Problem nochmals. Das habe ich natürlich auch getan und auch gleich einen Screenshot der Werbe-SMS, sowie einen Screenshot der "Betreuungswege-Einstellungen" mitgeschickt.

Eine Antwort kam auf meine E-Mail nicht, stattdessen aber ein telefonischer Rückruf der @telekom_hilft-Mitarbeiterin *Kunigunde (*Name geändert). Kunigunde erklärte mir wortreich, dass ich zwar eine Drittanbietersperre eingerichtet hätte, aber keine Sperre für hausinterne Werbung. Als Kunigunde mich endlich zu Wort kommen ließ, verwies ich auf meine getätigten Einstellungen unter "Betreuungswege", die seit einigen Jahren unangetastet geblieben sind. Erneut betonte Kunigunde das sei die Drittanbietersperre. Falsch! Die Drittanbietersperre kann König Kunde nämlich nur telefonisch oder per E-Mail beauftragen, nicht aber im Kundencenter. Dass selbst dies nicht immer zuverlässig klappt, wisst ihr wenn ihr unseren Artikel zur Drittanbietersperre kennt.

Nachdem ich Kunigunde vorgelesen hatte, welche Einstellungen unter Betreuungswege vorgenommen werden können, änderte Sie die Verteidigungsstrategie. Nun hieß es die Sperre für Werbe-SMS wäre JETZT von den Service-Kollegen eingerichtet worden und aktiv. Natürlich ließ ich Kunigunde nicht im Unklaren darüber dass ich die entsprechenden Haken unter "Betreuungswege" bereits vor Jahren herausgenommen hatte. Ich fragte im Anschluss was denn nun nicht funktionieren würde, das Setzen der Haken oder das korrekte Versenden der Werbe-SMS, und wie nun sichergestellt wird, dass ab jetzt wirklich keine Werbe-SMS mehr eingehen. Die Antwort hierauf blieb Kunigunde schuldig und wurde stattdessen unverschämt. Sie könne nicht nachvollziehen wieso ich wegen einer SMS ein solches Fass aufmache. Ist es wirklich so schwer nachvollziehbar, dass ein Kunde der ausdrücklich betont keine Werbung empfangen zu wollen auch tatsächlich keine Werbung empfangen will?

Konfrontiert mit so viel Dreistigkeit fragte ich nach wie Kunigunde sich solche Frechheiten erlauben könne. Sie erklärte sinngemäß, dass es sich bei @telekom_hilft um einen Social-Media-Kontaktweg handeln würde und dass hier andere Kommunikationsstandards gelten. Mir war bisher nicht klar, dass man als Kunde 2. Klasse gilt, nur weil man als Kontaktweg Twitter gewählt hat. Mit dieser neuen Erkenntnis kann ich nur jedem davon abraten sich an die Telekom-Mitarbeiter von @telekom_hilft zu werden. Vielleicht begreifen die Kollegen wer ihr Gehalt zahlt, wenn die Deutsche Telekom beginnt die aus meiner Sicht überflüssigen Stellen abzubauen.

Blöde Idee: Den Haustürschlüssel unter die Fußmatte legen

Geschrieben von: Frank.

Seit der Chaos Computer Club Apples Fingerabdruckleser mit einfachsten Mittel überlistet hat, ist die Apple-Welt in Aufruhr. Befürworter und Gegner des Fingerscanners liefern sich heiße Diskussionen im Netz. Wir vertreten den Standpunkt "ein Fingerabdruck ist ein schlechtes Passwort". Die Gründe dafür wollen wir kurz auflisten:

  • Fingerabdrücke identifizieren uns eindeutig. Straftaten die mit einem iPhone begangen werden, das mit einem Fingerabdruck gesichert wurde, werden zwangsläufig auf den rechtmäßigen iPhone-Besitzer zurückfallen. Der Grund: Wie hätten Dritte das Gerät entsperren können, wo doch ausschließlich der Besitzer den Schlüssel auf seinen Fingerkuppen trägt?
  • Wir können uns glücklich schätzen in einer Demokratie zu leben. Viele andere Menschen haben jedoch nicht dieses Glück. Jemand der sein iPhone per Fingerabdruck gesichert hat, kann mit Leichtigkeit dazu gezwungen werden das Gerät zu entsperren und die darauf befindlichen Daten preiszugeben. Man denke beispielsweise an Oppositionelle in Russland, Iran, China, etc. Auch Whistleblower haben schlechte Karten, egal wo sie leben.
  • Würdet ihr die PIN für eure EC-Karte auf die EC-Karte schreiben? Würdet ihr euren Haustürschlüssel unter die Fußmatte legen? Nein, natürlich nicht, denn Schlüssel und Schloss müssen getrennt voneinander aufbewahrt werden um ihre Sicherungsfunktion erfüllen zu können. Genauso verhält es sich beim iPhone. Als glattes Gerät, das per Touchscreen bedient wird, ist es übersäht mit euren Fingerabdrücken, also dem Schlüssel. Da Fingerabdrücke mit einfachsten Mittel kopiert werden können, kann jeder der Zugriff auf eure Fingerabdrücke hat auch euer iPhone entsperren. Wer denkt der Aufwand sei dafür zu hoch, hat noch nicht erlebt wozu eifersüchtige (Ehe)partner fähig sind.
  • Gerade Anwender die sich mit Technik nicht so gut auskennen halten einen Fingerabdruckleser für sicher. Daran ist auch Apple schuld, schließlich bewirbt der Konzern seine TouchID-Technik als zuverlässig und manipulationssicher. Wiegt man sich in falscher Sicherheit, wird man unvorsichtig und damit angreifbar.

Die Argumente der Fingerabdruck-Befürworter sind altbekannt und seit Jahren widerlegt:

  • "Ich habe nichts zu verbergen". Wer nichts zu verbergen hat, sollte seine persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Adresse auf öffentlichen Websites ablegen, und Passwörter so kurz wie möglich halten. Spätestens wenn Fremde mit der eigenen Identität online shoppen gehen, eine Strafanzeige wegen Betruges auf einer Auktionsplattform eingeht, oder intime Fotos durchs Netz geistern, wird klar welchen Wert Privatsphäre hat.
  • "Meine Fingerabdrücke sind eh kein Geheimnis, ich war schon einmal in den USA." bzw. "Ich habe einen biometrischen Reisepass". Glückwunsch! Aber muss man deswegen den Geheimdiensten auch noch den digitalen Fingerabdruck frei Haus liefern? Erst durch die Verknüpfung von verschiedenen Daten wird eine lückenlose Überwachung möglich. Apples TouchID hat das Potential einen Owell'schen Albtraum zu entfesseln, den wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Die Nutzung des Fingerabdrucks zur Identifizierung würde zu etwas völlig Normalem werden. Bezahlen per Fingerabdruck, Wählen per Fingerabdruck, Unterschreiben per Fingerabdruck, Geld abheben und Geld überweisen per Fingerabdruck. Die Einsatzmöglichkeiten und die Möglichkeiten der Manipulation wären unbegrenzt.
  • "Ein Fingerabdruck ist allemal besser als ein Passcode." Falsch. Einen Passcode kann man ändern. Finger hat man dagegen nur 10. Dazu zwei Brustwarzen. Danach wird es langsam eng mit den biometrischen Merkmalen. Folgerichtig sollte man sparsam mit Ihnen umgehen, es sei denn man hat eine gute Küchenreibe im Haushalt. Hinzu kommt, dass ein Passcode nicht auf allen glatten Oberflächen landet, die wir berühren, ein Fingerabdruck aber schon. Ohne sicheren Passcode ist übrigens auch TouchID wertlos, da das iPhone 5s nach wie vor per Code-Eingabe entsperrt werden kann. Ein iPhone, das zuvor mit der Zahlenfolge "1234" gesichert war, wird durch die Nutzung von TouchID also nicht sicherer. An dieser Stelle sind wir wieder beim Anwender gelandet, dessen Sicherheitsbewusstsein sich nicht plötzlich erhöht, nur weil er einen Fingerabdruckleser nutzt.

Was ist nur mit Apple los?

Geschrieben von: Frank.

Normalerweise kennen wir Apple als ein Unternehmen, das nichts dem Zufall überlässt. Bis ins kleinste Detail, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, schraubt man in Cupertino am Endprodukt. Beispielsweise macht die iOS-7-Version von iBooks auf den ersten Blick den Eindruck als sei sie identisch mit der iOS-6-Ausgabe. Vergleicht man jedoch Screenshots der beiden Varianten, fällt auf, dass Apple beim letzten Update kaum sichtbare Rundungen im Bereich der äußeren Ecken entfernt hat. Es ist nahezu ausgeschlossen, dass dem normalen Nutzer solche Änderungen auffallen, und trotzdem stößt Apple sie an. Ist das schon Pedanterie? Ja!

Umso merkwürdiger erscheint es uns, dass sich Apple in letzter Zeit so viele unprofessionelle Ausrutscher geleistet hat. Ein paar Beispiele:

  • Das neue iPhone-Flaggschiff 5s ist nur in homöopathischen Stückzahlen erhältlich. Selbst die Apple Stores bleiben am ersten Verkaufstag deutlich unter 1000 Einheiten. Zahlreiche Kunden reihen sich für Stunden in die Warteschlangen ein und gehen dennoch leer aus. Die teils buchstäblich im Regen stehenden Apple-Fans werden über den unzureichenden Lagerbestand nicht informiert. Aus unserer Sicht eine große Sauerei.
  • Der von Apple als extrem sicher beworbene Fingerabdruckleser im iPhone 5s stellt sich als Lachnummer der IT-Geschichte heraus, nachdem der Chaos Computer Club den Touch-ID-Scanner mit einfachsten Methoden austricksen konnte.
  • Das iPhone 5c liegt wie Blei in den Regalen. Kaum ein Kunde interessiert sich bisher für den überteuerten Plastikbomber.
  • Das letzte Software-Update für Apple TV musste auf Grund von schwerwiegenden Bugs zurückgezogen werden.
  • Apples Vorzeigebetriebssystem iOS 7 reduziert die Akkulaufzeit der Anwender deutlich. Erst nach aufwendigem Tuning, das einen Weg quer durch alle Menüs erfordert, sind praxistaugliche Batterielaufzeiten möglich. iOS hat damit seinen Anspruch verloren ein Betriebssystem für Nutzer zu sein, die besonderen Wert auf eine einfache Bedienung legen.

Woran mag es liegen, dass Apple scheinbar blind von einem Skandal zum nächsten stolpert? Teilt uns doch eure Meinung am Twitter mit.

iPhone, iPad, iPod touch verkaufen: Das gilt es zu beachten

Geschrieben von: Frank.

Die iPhone-Modelle 5s und 5c sind da. Viele Apple-Fans werden daher ihr Altgerät verkaufen und auf eines der neuen Smartphones umsteigen. Bevor man aber den täglichen Begleiter in fremde Hände gibt, gilt es ein paar Dinge zu beachten. Natürlich gelten die folgenden Tipps grundsätzlich auch für iPads und iPod touches.

1.) Daten sichern

Die wichtigste Grundregel lautet: Sichert eure Daten! Der wohl einfachste Weg ist die iCloud. Unter Einstellungen / iCloud / Speicher & Backup findet ihr die entsprechenden Optionen. Klickt hier einfach auf "Backup jetzt erstellen" und schon legt das iOS-Gerät los. Damit das Backup startet muss euer iPhone/iPad/iPod mit einem WLAN verbunden sein.

Befinden sich jede Menge Fotos und Videos auf dem Gerät, kann es vorkommen, dass die 5 GB kostenloser iCloud-Speicher nicht ausreichen. Dann heißt es entweder kostenpflichtig mehr Speicher dazu kaufen, oder aufs klassische Kabel-Backup per iTunes ausweichen.

2.) Daten löschen

Mit iOS 7 hat Apple die sogenannte "Aktivierungssperre" eingeführt. Sie soll iOS-Geräte für Diebe weniger attraktiv machen, denn ohne Eingabe von Apple-ID und Passwort, lassen sich iPhones, iPads und iPod touches ab sofort weder löschen noch neu aufsetzen. Das Gerät wird damit nutzlos, zumindest wenn der rechtmäßige Besitzer einen Passcode eingerichtet hat. Letzteres gilt natürlich auch für den Käufer des Altgerätes. Es ist also wichtig vor einem Verkauf die Aktivierungssperre aufzuheben. Dies erledigt man am einfachsten in einem Rutsch mit der vollständigen Löschung des iOS-Gerätes unter Einstellungen / Allgemein / Zurücksetzen (ganz unten auf der Menüseite) / Inhalte & Einstellungen löschen.

3.) Zubehör vollständig?

Es gibt nichts Ärgerlicheres für den neuen Besitzer als unvollständiges Zubehör. Dazu zählen nicht nur das Netzteil, die Ohrhörer und das Ladekabel, sondern vor allem auch der SIM-Schacht-Öffner. Wenn das Gerät online verkauft wird, zum Beispiel auf eBay, spült die Originalverpackung einige zusätzliche Euronen in die Kasse.

Wir wünschen euch viel Erfolg beim Verhökern!

Apples Touch-ID wurde geknackt

Geschrieben von: Frank.

Der Sicherheits-Mythos um Apples Fingerabdruck-Scanner im iPhone 5s hat nicht einmal 48 Stunden gehalten. Am Samstag hat der Chaos Computer Club, Deutschlands renommierteste Hacker-Gruppe, Touch-ID überlistet. Großartige Fachkenntnisse waren dazu nicht notwendig. Wie wir bereits vor einigen Tagen in unserem Kommentar "Finger weg von meinem Fingerabdruck" vermuteten, genügen einfachste Hausmittel um einen Fingerabdruck zu stehen, zu kopieren und damit ein iPhone 5s zu entsperren. Apples beteuerungen Touch-ID würde sich mit herkömmlichen Methoden nicht knacken lassen, hat sich damit als Luftnummer erwiesen.