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Facebook App wird universell
Geschrieben von: Dominik   

Es wurde lange gerüchtet, wann die ans iPad angepasste Version der Facebook - App komme. Ein Update der normalen iPhone bzw. iPod Touch Anwendung brachte heute die lang ersehnte iPad - App mit sich. Das Design der Facebook - App hat sich grundlegend geändert. Das

Startmenü, der dem Homescreen des iPhones sehr ähnelte, wurde komplett entfernt. Startet man nun die App, kommt man direkt zu seinen Neuigkeiten und kann mittels einer einblendbaren Seitenleiste die anderen Funktionen öffnen. Freundschaftsanfragen, Nachrichten und Benachrichtigungen können direkt von den Neuigkeiten und der Kommentaransicht aufgerufen werden. Auch die Art und Weise wie nun Kommentare, Bilder etc. dargestellt werden, hat sich geändert. Beim Update auf die neuste Version kam es lediglich kleine Probleme, dass sich die App nicht aufhörte nach dem LogIn die Daten zu laden. Durch eine vollständige Deinstallation der App und eine Neuinstallation wurde das Problem jedoch behoben.

Die iPad - App gefällt mir hingegen noch ein bisschen mehr, da zu der normalen Benutzeroberfläche, die die iPhone - Version auch hat, noch ein paar "Extras" eingebaut wurden. So wird beispielsweise im Landscapemodus der Chat dauerhaft auf der rechten Seite angezeigt. Sollten nun Kommentare geladen werden, werden diese im Chatfenster dargestellt. Nachrichten werden ebenfalls nur in einem kleinen Fenster dargestellt, können jedoch mittels zwei weitere Klicks auf dem ganzen Bildschirm angezeigt werden. Fernen kann die Seitenleiste mit einem einfachen Wisch über den Display geöffnet werden; beim iPhone geht dies nicht. Seiten, die geöffnet wurden - wie beispielsweise Profile - können ebenfalls mit einem Wischer geschlossen werden.

 
iTunes 10.5 nun verfügbar
Geschrieben von: Dominik   

Passend zum morgigen Start von iOS 5 und der iCloud wurde nun die neuste Version von iTunes veröffentlicht, Version 10.5. Hier ist der offizielle Changelog seitens Apple:

  • iTunes in der Cloud. iTunes speichert nun Ihre Musik und TV-Shows in iCloud und stellt diese auf allen Ihren Geräten zur Verfügung, jederzeit und ohne zusätzliche Kosten.
  • Automatische Downloads. Kaufen Sie Musik von jedem Gerät oder Computer aus und Sie erhalten automatisch eine Kopie auf jedem Mac oder iOS-Gerät.
  • Vorherige Einkäufe laden. Laden Sie Ihre gekaufte Musik, TV-Shows, Apps und Bücher erneut ohne zusätzliche Kosten. Vorherige Einkäufe können unter Umständen nicht mehr verfügbar sein, falls sie nicht mehr im iTunes Store vorhanden sind.
  • Synchronisierung Ihres iPhones, iPads oder iPod touch mit iOS 5.
  • WLAN-Synchronisierung. Synchronisieren Sie automatisch Ihr iPhone, iPad oder iPod touch mit iTunes, sobald sich beide im gleichen WLAN befinden.
 
Der Spiegel über Steve Jobs
Geschrieben von: Frank   

Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel widmet die Titel-Story von Ausgabe 41/2011 dem kürzlich verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs. Auf 19 (iPad-)Seiten werden Jobs' Werdegang, seine berufliche Erfolge und sein Privatleben beleuchtet. Exklusiv druckt der Spiegel zudem ein Kapitel aus der offiziellen Jobs-Biografie von Walter Isaacson.

 
Schnäppchen der Woche: 9mm
Geschrieben von: Frank   

 

Nicht umsonst hat Gamelofts 9mm das Prädikat "Bester Shooter im App Store" von uns erhalten. Das Baller-Spektakel für iPhone und iPad glänzt mit einer guten Story, viel Action und einer kinderleichten Steuerung. 9mm ist für begrenzte Zeit auf 79 Cent reduziert. Unser vollständiges Review zum Spiel findet ihr hier.

 
[UPDATE] Jailbreakme.com wird zum Sicherheitsrisiko
Geschrieben von: Frank   

[Update] Der Cydia-Gründer Saurik, alias Jay Freeman, verkündet auf Twitter, dass die Website Jailbreakme.com nun auf ihn übertragen wurde. Damit stellt die Quelle des Einfach-Jailbeaks kein Sicherheitsrisiko mehr dar. [/Update]

Der Ein-Klick-Jailbreak Jailbreakme.com zieht um. Die neue URL lautet www.jailbreaks.me und wird in Kürze den gewohnten Einfach-Jailbreak anbieten. Der Grund für den Umzug ist momentan noch etwas nebulös. Hacker Comex scheint die Website jailbreakme.com nur geliehen zu haben, der eigentliche Besitzer verkaufte sie nun an einen Unbekannten. Damit ist das Sicherheitsdesaster perfekt, denn theoretisch ließe sich die weltweit äußerst populäre Website nutzen um Schadsoftware auf iOS-Geräte zu verteilen. Jailbreakme.com sollte daher nicht mehr mit iPhone, iPad und iPod touch aufgerufen werden.

 
iPhone 4S vorbestellen
Geschrieben von: Frank   

Ab sofort kann Apples iPhone 4S vorbestellt werden. Dies Auslieferung erfolgt am 14. Oktober. Das neue Smartphone kann direkt bei Apple, bei der Telekom, O2 und Vodafone angefordert werden. Die Bestellseiten sind allesamt noch gut erreichbar. Der Apple Online Store ist derzeit noch offline (Stand 9:25 Uhr). Leider hat sich die Deutsche Telekom dazu entschlossen als einziger Provider weiterhin auf einen Netlock zu bestehen, während Vodafone laut Pressesprecher beim iPhone 4S darauf verzichten wird.

 
Steve Jobs ist verstorben
Geschrieben von: Frank   

Dass Apple Mitgründer Steve Jobs sich auf der letzten Keynote sehenlassen würde, haben wir nicht geglaubt. Zu schlecht sah sein Zustand auf den Bildern aus, die zuletzt durch die Boulevardpresse gingen. Nun gab Apple bekannt, dass der als Visionär gefeierte Ex-CEO im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Unternehmensführer Tim Cook informierte die Apple-Mitarbeiter und die Presse in einem offenen Brief. Auf Apples Website existiert zudem ein Nachruf.

Steve Jobs' Gesundheit war bis zuletzt ein wohlgehütetes Firmengeheimnis, hatte sein Zustand doch einen direkten Einfluss auf den Aktienkurs von Apple. Der charismatische Apple-Chef litt unter Bauchspeicheldrüsenkrebs und musste sich infolgedessen mehrmals vom Tagesgeschäft zurückziehen. Eine Lebertransplantation vor zwei Jahren gab Jobs noch einmal Kraft, seine Genesung schien voranzuschreiten. Als er aber im August seinen Rücktritt als Apple-CEO bekannt gab war klar, dass es nicht gut um seine Gesundheit bestellt ist.

 
Mitschnitt der Keynote, neue Adapter & iOS 5 Apps
Geschrieben von: Dominik   

"Let's talk iPhone" war das Motto der Keynote gestern. "Let's hear iPhone" heißt es jetzt eher, denn absofort ist die Keynote als Stream und als 1,10 GB großen Download im iTunes Store erhältlich. Und nebenbeigesagt: Ab heute können die Entwickler ihre Apps für iOS 5 einreichen, damit sie zum Start nächsten Mittwoch rechtzeitig im Store sind.

Ab dem 14. Oktober (gleichzeitig der Start des iPhone 4S) wird ein neuer Adapter für das iPhone zu kaufen sein. Die Rede ist von einem Micro-USB Adapter, mit dem sich das iPhone mit einem gewöhnlichen Micro-USB aufladen und synchronisieren lässt. Laut Beschreibung funktioniert der Adapter jedoch nur mit einem iPhone (Classic nicht). Ob die iPod Touch Serie unterstützt wird, ist noch nicht bekannt. Kosten wird der Adapter 9 EUR.

 
iPhone 4S: Alter Wein in alten Schläuchen
Geschrieben von: Frank   

Das Apple Event ist vorbei und dürfte bei manchen Apple-Fans für lange Gesichter gesorgt haben. Großspurig verkündete Apple zu Beginn der Präsentation die Nummer eins zu sein: Nummer eins beim Marktanteil mobiler Betriebssysteme, Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit, Nummer eins bei den Tablets und MP3-Playern. Fast scheint es so als wollte sich Apple damit im Voraus verteidigen für die anschließend schwache Produktvorstellung.

Sämtliche iPods bleiben ein weiteres Jahr unverändert. Das iPod Event 2011 ist damit schlichtweg ausgefallen. Das allein wäre schon eine Negativschlagzeile wert. Darüber kann auch das kaum erwähnenswerte Firmware-Update für den iPod nano nicht hinwegtäuschen. Die neuen 16 Uhrendesigns werden keine zusätzlichen Käufer mobilisieren. Wer einen aktuellen iPod hat, wird ihn behalten, das war's.

Beim iPhone sieht es nur wenig besser aus. Evolution statt Innovation lautet hier die Devise. Am Ende muss sich der geneigte Käufer fragen: Wie viel iPhone 4S brauche ich wirklich? Nach mehr Rechenleistung dürfte es vor allem Spieler und mobile Internet-Surfer gelüsten. Der doppelkernige A5-Prozessor wird Mobile Safari nahezu auf iPad-2-Geschwindigkeit hieven. Aber dies ist auch dringend notwendig um den Anschluss an die Konkurrenten nicht zu verlieren, denn die so oft gepriesenen HTML5-Webinhalte verlangen nach reichlich CPU-Power. Ein Pflicht-Upgrade also.

Auch die neue 8-Megapixel-Kamera muss sich erst noch in der Praxis beweisen. Geht die Auflösung zu Lasten der Lichtempfindlichkeit, wären im Vergleich zum iPhone 4 nicht bessere, sondern schlechtere Schnappschüsse die Folge. Allerdings muss man Apple zugute halten, dass der Konzern in der Vergangenheit stets auf eine möglichst gute iPhone-Kamera Wert legte. Die Möglichkeit Videos endlich in FullHD aufnehmen zu können ist ebenso ein längst fälliges Pflicht-Upgrade, der Bildstabilisator geht als nettes Gimmick durch.

Die nahezu unveränderte Akkulaufzeit des iPhone 4S zeigt die negativen Seiten von Apples Geräte-Schlankheitswahn auf. Ein größerer Akku passt einfach nicht mehr in das knapp bemessene Gehäuse und würde das Gerät zudem schwerer machen. Ohne einen Durchbruch in der Akku-Technologie, und davon ist man aktuell weit entfernt, wird uns auch in den nächsten Jahren kein iPhone mit merklich längerer Akkulaufzeit vorgestellt werden. Die Fortschritte beim CPU-Energiemanagement werden durch die höhere Rechenleistung der Geräte einfach aufgefressen.

14,4 Mbit/s als maximale Datenübertragungsrate im UMTS-Netz klingen erst einmal gut, werden aber von der Konkurrenz schon länger erreicht und führen auch nicht zu einem schnelleren Website-Aufbau. Das Nadelöhr ist nämlich vor allem die hohe Latenz der UMTS-Technik und die limitierte Rechenleistung des Smartphones. In Deutschland drücken zwei weitere Faktoren auf die Datenbremse und die nennen sich Netzabdeckung und Netzüberlastung. Immer mehr Smartphones buchen sich ins Mobilfunknetz ein und damit steigt auch der Datenbedarf. Da sich alle Teilnehmer einer Mobilfunkzelle die maximale Downloadrate teilen, wird in der Praxis nur ein Bruchteil der möglichen Datenübertragungsgeschwindigkeit erreicht. Die Marke 14 Mbit/s wird daher nur in einem nicht existierenden Idealfall geknackt. Der Netzbetreiber muss die Geschwindigkeit vor Ort bereitstellen, die Verbindungsqualität zur Mobilfunkstation muss optimal sein und nicht zuletzt sollten sich auch möglichst keine anderen mobilen Datennutzer in der Nähe aufhalten. Natürlich sind mir persönlich theoretische 14,4 Mbit/s trotzdem lieber als 7,2 Mbit/s, innovativ ist das Verbauen eines gängigen HSPA-Funkmoduls aber nicht, zumal einige Netzbetreiber bereits 21,6 Mbit/s bereitstellen.

Die nach meiner Auffassung einzige echte Hardware-Innovation des iPhone 4S ist die Möglichkeit in allen Mobilfunknetzen der Welt zu funken. Zumindest in Ländern die auf die CDMA-Technik setzen, dürfte sich der vorübergehende Mobilfunkbetreiberwechsel, aber als nicht ganz einfach herausstellen. Das CDMA-Netz kennt nämlich keine SIM-Karte. Ob es Apple gelingt die Mobilfunk-Provider zur Zusammenarbeit zu überreden und ein einfach zu handhabendes, international gültiges Abrechnungsmodell zu schaffen, muss sich erst noch zeigen. Zudem ist völlig offen ob iPhones, die mit einem SIM-Lock versehen sind, einen Abstecher ins fremde CDMA-Netz machen können, oder nicht.

Der von Apple vorgestellte Sprachassistent Siri machte während der Präsentation ordentlich Eindruck auf das Publikum. Die Praxistauglichkeit der Sprachsteuerung zweifle ich persönlich jedoch an, denn dort wo ich mein iPhone besonders häufig nutze, nämlich in öffentlichen Verkehrsmitteln und in öffentlichen Gebäuden, befinden sich in der Regel auch eine Menge Mitmenschen, denen ich weder meine Antwort auf private E-Mails, noch meine zukünftigen Kalender-Ereignisse mitteilen möchte. Für Autofahrer dürfte Siri dagegen eine willkommene Hilfe sein das iPhone auch während der Fahrt zu bedienen, ohne Punkte in Flensburg zu riskieren. Vorausgesetzt natürlich der Sprachassistent versteht den Nutzer trotz der vorherrschenden Geräuschkulisse im Wagen.

Enttäuscht hat mich auch Apples Preispolitik. Bis zu 849 Euro kostet ein iPhone 4S (64 GB Speicher). Ein Speicher-Upgrade (von 16 auf 32 und von 32 auf 64 GB) kostet zudem nicht mehr 100 Euro Aufpreis wie bisher, sondern 110 Euro. Angesichts der lediglich an aktuelle Ansprüche angepassten Hardware und des wachsenden Konkurrenzdrucks, ist das einfach zu viel Geld. Auch das iPhone 4, das weiterhin erhältlich ist und für 519 Euro über die Ladentheke geht, kostet für ein 8-GB-Modell zu viel. Gemäß Apples Speicher-Upgrade-Logik müsste ein iPhone 4 mit doppeltem Speicher, also 16 GB, 110 Euro mehr kosten. Damit würde ein fiktives (jetzt nicht mehr erhältliches) iPhone 4 mit 16 GB Speicher 629 Euro kosten. Genau so viel wie ein iPhone 4S mit identischem Speicherplatz. Diese Preisgestaltung erschließt sich mir persönlich nicht. Ebenfalls als zu teuer empfinde ich das iPhone 3GS mit 8 GB. Stolze 369 Euro verlangt Apple immer noch für ein gut zweieinhalb Jahre altes Gerät, das sich in dieser Preisklasse bereits mit aktuelleren  Top-Smartphones des Android-Lagers messen muss. Etwas Positives haben die hohen Preise dann aber doch: Der Wertverlust aktueller iPhones hält sich damit in Grenzen und wer sein altes iPhone bei eBay versteigert möchte, wird noch einen guten Preis erzielen.

Eines steht für mich seit gestern jedoch fest: Der Apple-Kult hat einen tiefen Kratzer bekommen. Nach dem Auffahren dieser eher enttäuschenden Produktpalette dürfte der Druck auf CEO Tim Cook erheblich wachsen. Apple-Fans machen derweil ihrem Ärger im Internet Luft. Nur eine Minderheit scheint mit dem iPhone 4S zufrieden zu sein. Nach gut 1,5 Jahren hätte Apple mehr auffahren müssen, lautet die Meinung einiger Nutzer. Die Konkurrenz wird das gewonnene Jahr, bis zur Vorstellung des iPhone 5, zu nutzen wissen und weiter zu Apple aufschließen, wenn nicht gar zum Überholmanöver ansetzen.

 
Apple-Event: Neues iPhone, alte iPods
Geschrieben von: Frank   

Das heutige Apple-Event leitete der frischgebackene CEO Tim Cook. Der Nachfolger von Steve Jobs führte die Zuhörer souverän durch die Veranstaltung und wurde so seiner neuen Rolle gerecht. Wie immer begann die Veranstaltung mit eher langweiligen Geschäftszahlen, die wir euch an dieser Stelle gerne ersparen möchten.

Als erste halbwegs interessante Neuigkeit präsentierte Scott Forstall eine Postkarten-App, wie es sie bereits in zahlreichen Varianten im App Store gibt. Auch hier hat sich Apple mal wieder bei den Ideen der Entwickler bedient, denn das Prinzip ähnelt PokaMax und Co. Nachdem der Nutzer Design und Motiv der Karte ausgewählt hat, schickt Apple diese auf dem Postweg zum Empfänger. Ist die Karte angekommen, soll es auch noch eine Push-Benachrichtigung für den Absender geben. Ob der Push-Service nur für die USA realisiert werden kann oder weltweit verfügbar sein wird, lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht sagen. Mit 2,99 $ pro Karte unterscheidet er sich jedenfalls kaum von der Konkurrenz. Ein internationaler Brief schlägt sogar mit knapp 5 $ zu Buche.

Im Anschluss rief Forstall den Zuhörern noch einmal die Funktionen des kommenden iOS-5-Betriebssystems ins Gedächtnis. Auch diese Infos wollen wir nicht noch einmal wiederkäuen und verweisen daher an dieser Stelle auf Apples offizielle iOS-5-Website und natürlich auf unsere eigenen iOS-5-Artikel (iOS 5 allgemein, Benachrichtigungen und iMessage, Mobile Safari, System-Apps). iOS 5 wird am 12. Oktober erscheinen.

Auch Eddy Cue, der nach Forstall die Präsentation weiter führte, wusste nichts Weltbewegendes zu berichten und betete die bereits seit Monaten bekannten iCloud- (Start 12. Oktober) und iTunes Match-Features (Start Ende Oktober in den USA) erneut herunter. Neu war lediglich der neuen Find My Friends-Service, der uns ziemlich stark an Googles Latitude erinnert. Wer seinen Aufenthaltsort mit Freunden teilen möchte, kann dies also auch bald über eine Apple-Anwendung tun.

iPods

Phil Shiller präsentierte im Anschluss ein paar neue aber eher unspektakuläre Funktionserweiterungen für den iPod nano. Statt in einer Vierer-Anordnung lassen sich die Programmsymbole auf Apples Mini-iPod nun auch bildschirmfüllend darstellen. Durch eine Wischgeste wechselt man zwischen den Anwendungen. Praktischer ist da schon eher die Verbesserung der Fitness-Features: Läufer können ihre Trainingseinheiten zukünftig auch ohne Nike+-Dongle aufzeichnen. Wer seinen iPod nano gerne als Uhr am Handgelenk trägt, wird sich eventuell über die 16 neuen Uhren-Designs freuen, die Apple integriert hat. Alle anderen dürften spätestens jetzt mit dem Gähnen beginnen. Den kaum veränderten iPod nano will Apple für 129 Euro in der 8-GB-Ausführung anbieten. 16 GB schlagen mit 149 Euro zu Buche. Auch zum iPod touch kann Shiller nichts Neues berichten. 8 GB werden 189 Euro kosten, 32 GB 289 Euro und 64 GB 389 Euro. Damit wird auch der iPod touch etwas billiger. Ach ja: Es wird auch ein weißes Modell geben. Der neue alte iPod touch erscheint ebenfalls am 12. Oktober.

iPhone 4S

Statt eines iPhone 5 präsentiert Shiller abschließend das iPhone 4S, eine aufgebohrte Variante des iPhone 4. Wir fühlen uns an die Vorstellung des iPhone 3GS erinnert, das mit mehr CPU-Power und einer besseren Kamera beworben wurde. So verhält es sich auch diesmal mit dem 4S, das einen A5-Chip mitbringt und damit doppelt so schnell rechnen soll wie der Vorgänger. Die Grafik soll gar 7x flotter sein als beim iPhone 4, kräftig genug um die Grafikeffekte von Infinity Blade II darzustellen, das am 1. Dezember 2011 im App Store aufschlagen soll. Ganz glücklich ist die Namensgebung 4S nach unserer Auffassung nicht gewählt, könnte doch das 4S auch als "for ass" (Engl.: Esel, Dummkopf, Arsch) verstanden werden.

Apple verspricht für das iPhone 4S eine nahezu identische Akkulaufzeit im Vergleich zum iPhone 4:

  • 8 Stunden Sprechzeit mit 3G (+1 Stunde im Vergleich zum iPhone 4)
  • 14 Stunden Sprechzeit mit 2G (identisch mit iPhone 4)
  • 6 Stunden 3G-Surfen (identisch mit iPhone 4)
  • 9 Stunden Wi-Fi-Surfen (-1 Stunde im Vergleich zum iPhone 4)
  • 10 Stunden Videowiedergabe (identisch mit iPhone 4)
  • 40 Stunden Audiowiedergabe (identisch mit iPhone 4)

Natürlich kann man immer mehr Akku-Power gebrauchen, und auch wir hatten uns eine Prise mehr erhofft, aber bei der hoffentlich deutlich gestiegenen Rechenleistung des iPhone 4S, kann man auch mit identischen Akkulaufzeiten durchaus zufrieden sein.

Apple hat außerdem das umstrittene Antennendesign des iPhone 4 verändert. Wir erinnern uns an dieser Stelle an Antennagate, und dass Apple letztes Jahr natürlich keinen Konstruktionsfehler eingeräumt hat. Die Abänderung der Antennenkonstruktion ist jedoch nichts anderes als ein indirektes Schuldeingeständnis, denn warum sollte man funktionierende Teile austauschen, zumal das iPhone 4S doch nur eine leicht überarbeitete Version des iPhone 4 darstellt? Das neue Antennendesign soll es dem iPhone 4S ermöglichen intelligent zwischen den beiden verbauten Antennen zu wechseln um bei Bedarf die Empfangsqualität zu verbessern. Auch die HSPA-Geschwindigkeit des neuen iPhones wird angehoben. Der Downlink verdoppelt sich von theoretischen 7,2 Mbit/s auf 14,4 Mbit/s. Der Uplink bleibt bei 5,8 Mbit/s. Da hiesige Mobilfunknetze schon zum Teil 21,6 Mbit/s unterstützen, wäre ein noch flotteres Mobilfunkmodul durchaus angemessen gewesen. So zieht Apple lediglich mit der Konkurrenz gleich. Immerhin wird nun das "World Phone" Realität. Apples iPhone 4S funkt als erstes uns bekanntes Smartphone sowohl mit dem in den USA und Asien üblichen CDMA-Standard, als auch mit dem in Europa gängigen GSM-Standard.

Das 4S bekommt zudem eine 8-Megapixel-Kamera spendiert. Ob sich damit letztlich wirklich bessere Bilder knipsen lassen, muss sich erst noch zeigen, denn falls der Fotosensor nicht vergrößert wurde, verteilen sich mehr Pixel auf einer geringeren Fläche. Das bedeutet nichts anderes, als dass pro Pixel weniger Licht zur Verfügung steht, was bei schwierigen Beleuchtungsverhältnissen zu Bildrauschen führt. Apple hat hier klugerweise gegengesteuert und einen BI-Sensor eingebaut. Dieser soll 73% mehr Licht einfangen können und zudem für 33% schnelleres Auslösen sorgen. Ein Infrarotfilter soll die Farbtreue optimieren. Eine neue fünfteilige Linse verspricht mehr Schärfe. Für einen besseren Weißabgleich und Gesichtserkennung soll ein neuer Signalprozessor sorgen. Zusammengefasst: Das iPhone 4S bringt eine völlig neue Kamera mit. Dies macht sich auch bei Videos bemerkbar, denn erstmals kann ein iPhone in FullHD (1080p) aufzeichnen. Ein Bildstabilisator bekämpft verwackelte Sequenzen.

Sehr interessant wirkt der von Scott Forstall vorgestellte Sprachassistent Siri. Dieser erlaubt es Apples Standards-Apps per Sprache zu steuern. Der Assistent erkennt dabei verschiedenste Formulierungen, man ist also nicht wie bei der bisherigen Sprachsteuerung auf spezielle Kommandos angewiesen. Siri kann Kalendereinträge vornehmen, oder prüfen ob zu einer bestimmten Tageszeit ein Meeting ansteht. Der Nutzer fragt den Assistenten so, als würde er mit seiner Sekretärin sprechen. Siri kann aber noch viel mehr, beispielsweise eingegangene Nachrichten vorlesen, oder auf selbige antworten. Der Assistent kann das Wetter ansagen, Adressen herausfinden, ortsabhängige Erinnerungen setzen, die Musikwiedergabe starten, Anrufe einleiten, etc. Siri ist die erste ernstzunehmende Innovation die Apple heute präsentiert hat und bleibt leider auch die einzige. Wie sich der Sprachassistent in den Nutzeralltag einpflegt wird vor allem davon abhängen, wie und wo man sich hauptsächlich mit dem iPhone 4S aufhält. In einer vollbesetzten Bahn wird wohl niemand freiwillig "Sende Schatzi eine SMS" in sein Smartphone sprechen, geschweige denn geschäftliche E-Mails diktieren wollen. Siri wird Englisch, Deutsch und Französisch verstehen. Wie gut der Dienst mit lokalen Dialekten klarkommt, wird sich in der Praxis zeigen.

Preislich hat sich beim iPhone 4S nicht viel getan. Das 16-GB-Modell wird man ab dem 7. Oktober für 629 Euro vorbestellen können. Die Auslieferung folgt am 14. Oktober in den USA, Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien, Australien und Kanada. Am 28. Oktober folgen zahlreiche europäische Länder, darunter auch Österreich und die Schweiz. Die deutschen Apple Stores öffnen am ersten Verkaufstag schon um 8 Uhr morgens ihre Pforten. Die 32-GB-Variante wird 739 Euro kosten. Erstmals gibt es auch ein iPhone mit 64 GB Speicher, das 849 Euro kosten wird. Das iPhone 4 wird es als abgespeckte 8-GB-Version für 519 Euro weiterhin geben, genauso wie das iPhone 3GS, das ab sofort für 369 Euro mit ebenfalls 8 GB Speicher erhältlich ist.

Viele Apple Fans haben sicher mehr erwartet als ein aufgebohrtes iPhone 4 mit einem persönlichen Sprachassistenten. Und auch Giga hat sich zu 98% geirrt. Enttäuschend war auch die iPod-Linie, die diesmal scheinbar völlig übergangen wurde. Ob der iPod touch wenigstens ebenfalls einen A5-Chip eingepflanzt bekommt, werden wir wohl erst in den nächsten Tagen erfahren. Apples Website zum iPhone funktioniert momentan noch etwas unzuverlässig, das sollte sich aber in den nächsten Stunden legen. Auch ein Video zum iPhone 4S ist bereits online.

 
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