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Threema: Das bessere WhatsApp

Geschrieben von: Frank.

Threema: Der sichere Messenger

Sicherheit wird bei Threema groß geschriebenDer König ist tot. Der Kauf von WhatsApp durch Facebook hat für viele Nutzer des Messenger-Dienstes das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht. Was Sicherheitslücken und Datenskandale nicht geschafft haben, gelingt nun dank der Übernahme der SMS-Alternative durch das größte und gleichzeitig unsympathischste soziale Netzwerk. Ein wahrer Exodus hat bei WhatsApp eingesetzt und die meisten Anwender scheinen ihren neuen Kommunikationskanal bereits gefunden zu haben: Threema. Auch wir sind inzwischen bei Threema gelandet und wollen euch die App kurz vorstellen.

Die Anwendung ist das genaue Gegenteil von WhatsApp. Bisher ist uns kein Messenger-Dienst untergekommen der so viel Wert auf Sicherheit legt. So werden Mitteilungen per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung vor neugierigen Mitwissern (NSA, Telekommunikationsunternehmen, Hacker) geschützt. Der Nutzer bekommt davon wenig mit, denn ein weiterer Pluspunkt von Threema ist die kinderleichte Bedienung. WhatsApp-Nutzer werden sich schnell zurecht finden.

Threema setzt auf eine sogenannte asymmetrische Verschlüsselung, die auf der von Experten als sehr sicher eingestuften NaCl Cryptography Library basiert. Wer tiefer in die Krypto-Details einsteigen möchte, findet im Threema-FAQ weitere Informationen. Kontakte können ähnlich bequem wie bei WhatsApp hinzugefügt werden, indem man Threema Zugriff aufs Adressbuch gewährt. Wer das nicht möchte, kann Kontakte auch manuell hinzufügen. Threema setzt hierzu auf QR-Codes, die sich vom Display des Freundes/Bekannten per Kamera abscannen lassen.

In den Einstellungen wird jeder erdenkliche Konfigurationswunsch berücksichtigt. Wer viel Wert auf Privatsphäre legt, kann beispielsweise einzelne Kontakte von der Adressbuchsynchronisation ausschließen. Nachrichten von unbekannten Nutzern lassen sich automatisch blockieren, und natürlich kann man auch die oft verhassten Lesebestätigungen deaktivieren. Auf Wunsch landen auch keine übertragenen Bilder und Videos im Foto-Speicher des iPhones. Der Zugriff auf Threema lässt sich außerdem per Code-Sperre absichern. Wahlweise werden nach 10 fehlgeschlagenen Code-Eingaben alle Daten in der App gelöscht.

Fazit

In wenigen Monaten wird Threema der zweitgrößte Messaging-Dienst nach WhatsApp sein. Davon sind wir überzeugt. In unserer Kontakteliste sind bereits 10% der WhatsApp-Nutzer zu Threema gewechselt, innerhalb von 3 Tagen. Dieser Trend wird sich fortsetzen und dem wohl unsichersten Messenger im App Store endlich den Garaus machen. Threema kostet 1,79 Euro. Ein geringer Preis für die wiedergewonnene Privatspähre. Auch Android-Nutzer können Threema herunterladen.

Kommentar: WhatsNext?

Geschrieben von: Frank.

Whatsapp fällt immer wieder durch Sicherheitslücken auf

Datenschutzmängel, Sicherheitslücken und schweigsame Hintermänner. WhatsApp kann man nicht gerade als Vorzeige-Messenger bezeichnen, doch die Anzahl der Nutzer (450 Mio.) spricht für sich. Nun wechselt die wohl beliebteste SMS-Alternative für 19.000.000.000 Dollar den Besitzer.

Dass ausgerechnet die Datenschleuder Facebook WhatsApp kauft, war für uns ein regelrechter Schock. Das übermächtige soziale Netzwerk weiß nun alles über uns. Während wir auf Facebook noch selbst entscheiden können welche Daten wir preisgeben wollen, ist ein Messenger eine unerschöpfliche Datenquelle der persönlichsten und privatesten Informationen. Träume und Geheimnisse landen eher selten auf Pinnwänden. Freunde, Familienmitglieder und Partner sind es, mit denen wir unsere intimsten Gedanken teilen. Für Facebook sind sie eine unbezahlbare Informationsquelle, eine auf jeden Nutzer perfekt zugeschnittene Schablone für personalisierte Werbung.

Der sagenhafte Kaufpreis macht klar wie viel unsere Chats, Videos, Bilder und Audiodateien wert sind. Ein Gedankenlesegerät könnte kaum mehr über uns verraten. Und Facebook wird alles unternehmen um diese Daten zu Geld zu machen. WhatsApp weiterhin zu benutzten ist somit digitaler Selbstmord. Was nun? Welche WhatsApp-Alternativen gibt es?

iPhone-Nutzer können sich natürlich jederzeit zu iMessage zurückziehen, doch der Dienst funktioniert nur auf iOS-Geräten, ein Manko das wir seit dem Erscheinen des Apple-Messengers bemängelt haben. Wie aber erreicht man Freunde, die kein Apfel-Smartphone besitzen? An dieser Stelle kommt Threema ins Spiel. Der Messenger aus der Schweiz setzt auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die es selbst der NSA schwer machen dürfte mit zu lauschen. Threema gibt es auch für Android. Windows-Phone- und BlackBerry-Nutzer bleiben bisher außen vor.

Auch Skype, IM+, BlackBerry Messenger und Co. dürften wieder Zulauf erhalten. Schlimmstenfalls werden wir uns also darauf einstellen müssen mehrere Messenger parrallel zu nutzen. Das mag etwas unbequemer sein, schützt jedoch auf Dauer unsere Privatsphäre.

 

Glove.ly: Touchscreen-Handschuhe für Fortgeschrittene

Geschrieben von: Frank.

iPhone, iPad und iPod touch machen bei eisigen Temperaturen keinen Spaß, denn mit normalen Handschuhen kann man die kapazitiven Touchscreens nicht bedienen. Letztere reagieren nämlich allein auf leitfähige Oberflächen, wie zum Beispiel menschliche Finger. Da gefrorene Griffel keine Alternative sind, müssen spezielle Handschuhe her, die auf Touchscreens optimiert sind. Wir haben in den vergangenen Jahren einige Modelle auf iGadget-News vorgestellt, sind dabei aber noch nicht auf so viel Liebe zum Detail gestoßen wie bei den Fingerwärmern von Glove.ly aus New York.

Wir haben uns in Erwartung eines eisigen Winters für das Modell Cozy entschieden, welches sich durch ein besonders dickes Material auszeichnet, das hervorragend warm hält. Gerade bei Fingerlingen besteht nämlich oft das Problem, dass die Kälte mit der Zeit durch den Stoff kriecht. Die Cozy sind aber nicht nur behaglich, sondern heben sich durch ihre Zusammensetzung auch von der Konkurrenz ab. Anstatt auf leitfähige Fingerkuppen zu setzen, kann der gesamte Handschuh für Touchscreen-Eingaben genutzt werden. Dies ermöglicht den Einsatz aller Mehrfinger-Gesten von iOS und eine natürlichere Bedienung. Trotz des üppigen Stoffes sind die Glove.ly-Handschuhe erstaunlich flexibel und passen sich jeder Bewegung der Finger an. Hier zeigt sich auch die hervorragende Verarbeitung der Fingerwärmer.

Neben der Bewegungsfreiheit zeichnen sich die Cozy durch zwei Besonderheiten aus. So halten Magnete das Handschuhpaar bei Nichtbenutzung zusammen. Das Verlieren eines der Handschuhe wird so erschwert. Das Etikett im Innenfutter hat zudem eine Doppelfunktion. Es informiert nicht nur über die Zusammensetzung des Stoffes, sondern dient gleichzeitig als Reinigungstuch für das Geräte-Display. Die Mikrofaser-Charakteristik des Zettelchens macht's möglich.

Fazit

Für nur 30 $ bietet Glove.ly alles was man sich von einem Touchscreen-Handschuh wünscht: Wärme, Beweglichkeit, Funktionalität. Wer nicht ganz so mollige Fingerlinge braucht, investiert in die Glove.ly Classic und zahlt 10 $ weniger.

 

 

Mythos: Flugmodus verkürzt iPhone-Ladedauer?

Geschrieben von: Frank.

Auf Blogs und auf Twitter kursiert immer wieder die Behauptung das iPhone ließe sich bei aktiviertem Flugmodus generell schneller aufladen. Wir haben diese Behauptung bisher nicht für voll genommen, denn die Aufrechterhaltung der Mobilfunkverbindung frisst kaum Energie. Der vermeintlich gute Tipp hat es daher auch nicht in unsere Stromspartipps fürs iPhone geschafft.

Die Kollegen von TUAW haben die Flugmodus-Legende nun überprüft und präsentieren ein wenig überraschendes Ergebnis. Bei aktiviertem Flugmodus verkürzte sich die Ladedauer von 0% auf 50% um gerade einmal 2 Minuten.Ernüchternd.

Barrierrefreies Kino mit Greta und Starks

Geschrieben von: Frank.

Zwei neue Apps sollen auch denjenigen Menschen einen Kinobesuch ermöglichen, die entweder schlecht sehen oder hören können.

An Sehbehinderte richtet sich die Anwendung Greta, welche zu aktuellen Kinofilmen ein Audio-File bereitstellt. Das Geschehen auf der Leinwand wird akkustisch beschrieben, so dass man der Handlung problemlos folgen kann (Stichwort Audiodeskription). Die App beschränkt sich aber nicht nur auf das simple Abspielen der Hörfilm-Datei, sondern synchronisiert über das iPhone-Mikro auch die richtige Stelle passend zum Film.

Starks spricht dagegen hörbehinderte Menschen an. Die Anwendung lädt Untertitel herunter zeigt diese synchron zum Kinofilm an.

Beide Apps verlangen Zugriff auf euer Facebook-Konto um zu funktionieren. Sie rufen dabei nicht nur euer persönliches Profil ab, sondern auch die Freundesliste. Greta und Starks wollen sogar in eurem Namen Statusmeldungen posten. Auch die Filmauswahl ist sehr begrenzt. Gerade einmal drei aktuelle Kinostreifen boten die Apps an.

iOS 7: Versteckte Funktion zur Sendungsverfolgung

Geschrieben von: Frank.

Durch Zufall sind wir auf eine bisher unbekannte Systemfunktion von iOS 7 gestoßen, die darauf hindeutet, dass Apple zukünftig eine Sendungsverfolgung ins Betriebssystem integrieren könnte. Apps wie Delivery Status Touch, würden dann überflüssig werden.

Das Feature ähnelt der automatischen Erkennung von Telefonnummern. Ein Klick auf eine blau hinterlegte Zahlenfolge führt normalerweise dazu, dass iOS euch anbietet die Nummer anzurufen. Eigenartigerweise bietet iOS 7 jedoch eine Sendungsverfolgung an, sobald die Zahlenfolge aus exakt 15 Ziffern besteht (ein Beispiel könnt ihr im Bild weiter unten sehen). Klickt man anschließend auf den Button "Sendungsverfolgung, öffnet sich Safari und prüft die Nummer auf der Website des Paketdienstes FedEx. Echte Sendungsnummern, beispielsweise von DHL oder UPS, erkannte iOS 7 dagegen nicht. Auch echte FedEx-Sendungsnummern, die übrigens nur aus 12 und nicht aus 15 Ziffern bestehen, wollte das Betriebssystem lieber anrufen anstatt eine Sendungsverfolgung zu starten. Nichtsdestotrotz scheint Apple hier im Hintergrund an einer neuen Systemfunktion zu arbeiten und hat wohl vergessen das Feature in der finalen iOS-Version zu deaktivieren.

Die genannte Funktion arbeitet systemweit, also beispielsweise in Mail und der Notizen-App. Nur Safari bietet die Sendungsverfolgung nicht an.

Blutsauger in taxigelb

Geschrieben von: Frank.

Wenn wir in einer fremden Stadt unterwegs sind, darf die mytaxi-App nicht fehlen. Standort eingeben, Fahrer rufen und keine 5 Minuten später sitzt man im Taxi. Praktisch: Da man auf einer Karte visuell verfolgen kann, wo sich der Fahrer gerade befindet, kann man die Wartezeit nicht nur besser abschätzen, sondern auch effizienter nutzen.

Der Erfolg der Anwendung scheint den Unternehmern hinter der mytaxi-App jedoch zu Kopf gestiegen zu sein. Die Vermittlungspauschale von 79 Cent genügt nicht mehr. Stattdessen ist die maßlose Profitgier ausgebrochen. Die Fahrer sollen nun einen Prozentsatz zwischen 3% und 15% vom Fahrtpreis abdrücken (zuerst waren sogar bis zu 30% angekündigt). Wie hoch die Vermittlungsgebühr je Fahrt ausfällt, sollen die Fahrer selbst per Schieberegler entscheiden. Der Pferdefuß: Je mehr ein Taxifahrer bereit ist von seinem Umsatz abzugeben, desto mehr Touren bekommt er von mytaxi zugeteilt. Daraus ergeben sich auch für den Kunden Nachteile, schließlich ermittelt mytaxi nicht mehr zwingend den Fahrer mit der kürzesten Anfahrtzeit.

Auch aus moralischer Sicht können wir das Vorgehen von mytaxi nur verurteilen, schließlich zählen Taxifahrer nicht gerade zu den Besserverdienern. Das Unternehmen versucht nun diejenigen auszubeuten, die den Dienst über Jahre mit aufgebaut haben. Wir werden daher mytaxi nur noch in Ausnahmefällen einsetzen. Schade.

Adventure vom Feinsten: Baphomets Fluch 5

Geschrieben von: Frank.

Es gibt Spielkonzepte an denen sollte man einfach nicht rütteln. Dazu zählt auch das gute alte 2D-Point&Click-Adventure. Die britische Spieleschmiede Revolution beweist mit dem 5. Teil der Baphomet-Reihe wieder einmal, dass man weder eine aufwendige 3D-Grafik, noch eine verspielte Gestensteuerung braucht um einen Top-Hit in den App-Store-Charts zu landen. Auch In-App-Käufe sucht man in "Baphomets Fluch - Der Sündenfall" (noch) vergebens. Was vor dem Kauf jedoch nicht sofort ins Auge fällt, ist die Splittung des Adventures in Teil 1 und 2. Der Spieler erwirbt für seine 4,49 Euro also nur die Hälfte des 2D-Abenteuers. Dass die Fortsetzung gratis nachgeliefert wird, bezweifeln wir.

Nichtsdestotrotz verdient sich Baphomets Fluch 5 unsere uneingeschränkte Kaufempfehlung. Die aufwendig per Hand gezeichneten Grafiken, die stimmungsvolle Musik und einige der besten deutschen Synchronsprecher sind nur die offensichtlichsten Qualitätsmerkmale. Revolution setzt weiterhin auf das seit Jahren bewährte Touch-Interface, welches bei auf dem Display ruhendem Finger, durch blaue Kreise anzeigt, mit welchen Personen und Gegenständen die Hauptfiguren Nico und George interagieren können.

Fazit

Baphomets Fluch 5 macht genauso viel Spaß wie die vorherigen Teile. Offenbar gibt es aber noch technische Probleme mit älteren iOS-Geräten. Nach Nutzerberichten stürzt das Spiel auf dem iPhone 4S und dem iPad mini der 1. Generation häufiger ab. Als Ursache vermuten wir den mit 512 MB recht knapp bemessenen RAM. Auf unserem iPad mini Retina und iPhone 5s, machte das Adventure jedenfalls keine Zicken.

 

Touch ID: Erkennung verbessern

Geschrieben von: Frank.

Touch ID: Bis zu 5 Finger lassen sich registrierenEines muss man Apples Touch ID lassen, der Passwort-Ersatz ist ungeheuer praktisch. Entgegen Apples Werbung und zahlreicher Testberichte im Netz, funktioniert der hochauflösende Finger-Scanner aber keinesfalls so zuverlässig wie behauptet.

Der Wunsch nach einer 100%-Erkennungsrate geht inzwischen sogar so weit, dass an Tech-Voodoo erinnernde Anleitungen durch die Blog-Welt geistern. Das bizarrste Beispiel ist wohl die von Podcaster Steve Gibson aufgestellte Behauptung Touch ID würde sich auch abseits der normalen Anlernprozedur trainieren lassen. Dazu müsse man nur Einstellungen / Allgemein / Touch ID & Kennwort / Touch ID aufrufen und den Finger wiederholt auf den Sensor legen. Habt ihr, so wie ich, mehrere der 5 Fingerabdruck-Speicherplätze belegt, leuchtet der jeweils erkannte Nasenbohrer für kurze Zeit grau auf (siehe Bild). Wir haben die Theorie von Steve Gibson (und mehr ist es leider auch nicht) überprüft, mit enttäuschendem Ergebnis. Was der Apple-Fan beobachtet haben will ist bestenfalls ein Placebo-Effekt.

Da wir euch nicht mit Halbwissen im Regen stehen lassen wollen, haben wir einige Tipps zusammengestellt, die wirklich für bessere Erkennungsraten sorgen.

Finger mehrmals einscannen

Auf diese Idee seid ihr bestimmt schon von selbst gekommen. Solltet ihr nur einen Finger/Daumen nutzen um euer iPhone zu entsperren, lohnt es sich diesen fünfmal im Smartphone-Speicher abzulegen. Variiert dabei jedes Mal etwas die Haltung des Fingers, um die Chance auf Erkennung zu erhöhen. Klickt einfach unter Einstellungen / Allgemein / Touch ID & Kennwort / Touch ID auf "Fingerabdruck hinzufügen" um die Anlern-Prozedur erneut zu starten. Schlecht eingescannte Griffel löscht man per Wischgeste über den Einträgen Finger 1 bis Finger 5.

Touch ID mag keine feuchten Finger

Wenn die Erkennung so gar nicht klappen will, liegt dies oft an feuchten Händen. Dazu müssen eure Hände gar nicht richtig schwitzen (Sport), es reicht schon wenn sie generell etwas feuchter sind als die "Durchschnittshand". Wischt dann den betreffenden Finger einfach an einem Tuch oder eurer Kleidung kurz ab. Danach sollte Touch ID seinen Dienst wieder klaglos verrichten.

Schnittwunden und trockene Haut

Auch das andere Extrem sorgt bei Touch ID für Probleme. Rissige Haut und Schnittwunden verwirren den Sensor.

Den Sensor sauber halten

Auch Schmutz verschlechtert die Erkennungsrate erheblich, dazu zählt auch Fett, das durch die Finger selbst auf den Sensor gelangt. Ab und zu lohnt es sich daher den Fingerabdruckleser mit einem trockenen Tuch abzuwischen.

Kälte

Wir haben im Winter festgestellt, dass mit sinkender Temperatur auch die Erkennungsrate von Touch ID abnimmt. Wir gehen aber nicht von einem technischen Problem aus. Vielmehr zieht sich die menschliche Haut bei Kälte zusammen, so dass sich auch der Fingerabdruck minimal verändert. Anscheinend reicht das schon um Touch ID zu verwirren. Nach einem kurzen Aufwärmen der Finger, verschwinden die Probleme.

Finger vollständig auflegen

Je größer der Bereich eures Fingers ist, den ihr auf den Fingerabdruckleser legt, desto größer ist auch die Chance auf eine erfolgreiche Erkennung. Achtet auch darauf, dass ihr den Metallring um den Sensor berührt, da Touch ID sonst erst gar nicht aktiviert wird.

 

Saphirglas im iPhone 6? Blödsinn!

Geschrieben von: Frank.

Derzeit nervt die iPhone-Gerüchteküche mit einer Unzahl unrealistischer Klatschgeschichten. Ganz besonders hartnäckig hält sich die Parole die nächste iPhone-Generation sei mit einer Display-Abdeckung aus Saphirglas ausgestattet. Apple wolle damit verhindern, dass iPhone-Displays nach einem Sturz springen.

Das Saphirglas-Gerücht erscheint zunächst einmal gar nicht so unrealistisch. Seit vielen Jahren wird der kratzfeste Werkstoff schließlich in hochwertigen Armbanduhren eingesetzt. Im Schnitt kostet eine Uhr mit Saphirglas gut 30 Euro mehr als ein Chronometer mit Standard-Glas. Umgemünzt auf die Größe von Apples Touchscreen wäre das also ein Aufpreis von ca. 100 Euro je iPhone, den Apple natürlich an seine Kunden weiterreichen müsste. Dabei befinden sich die iPhone-Preise mit 699 - 899 Euro bereits am oberen Limit.

Neben dem Preis spricht auch die Verfügbarkeit von Saphirglas ganz klar gegen einen groß angelegten Einsatz im iPhone 6. Das Material ist sehr aufwendig in der Verarbeitung und es ist mehr als fraglich ob überhaupt die für Apples Absatzzahlen geeigneten Mengen an Saphirglas erzeugt werden können.

Saphirglas hat einen weiteren Nachteil. Es reflektiert sehr stark das Licht, was sich bei einem Touchscreen nicht gerade günstig auswirkt. In der Praxis wird Saphirglas daher von mindestens einer Seite mit einer Anti-Reflektionsschicht versehen. Letztere ist aber keineswegs so kratzfest wie das Saphirglas selbst. Übrigens setzt Apple seit dem iPhone 5 Saphirglas für die Linsenabdeckung der rückseitigen Kamera ein. Seitdem nervt bei einfallendem Gegenlicht ein lilafarbener Schimmer auf Fotos und Videos.

Dass kratzfest aber noch lange nicht schlagfest bedeutet, haben aber scheinbar die wenigsten Gerüchteküchenköche begriffen. Saphirglas ist zwar hart, jedoch bedingt durch seine Kristallstruktur nicht weniger spröde als anderes Glas. Es springt bei einem Sturz also genauso wie das derzeitige Gorillaglas. Bleibt als Vorteil also nur noch die Kratzfestigkeit des Werkstoffs. Aber habt ihr mal in den letzten Jahren ein zerkratztes iPhone-Display gesehen? Wir jedenfalls nicht.

Fazit

Das Saphirglas-Gerücht ist ausgemachter Blödsinn und gehört richtig gestellt. Apple müsste schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein um eine Verwendung als Touchscreen-Abdeckung ernsthaft in Betracht zu ziehen.