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Im Test: Der wohl flachste Zusatzakku der Welt

Geschrieben von: Frank.

Raikkos Flunder: USB AccuPack BusinessLine 2000Eine der am häufigsten kritisierten Eigenschaften des iPhones ist die Akkulaufzeit. Um mit einer Batterieladung über den Tag zu kommen helfen unsere Tipps zur Laufzeitoptimierung. Bei intensivster Nutzung kommt man aber an einem Akkupack nicht vorbei. Die meisten erhältlichen Zusatzakkus sind aber viel zu groß und schwer. Daher überlegt man es sich zweimal, ob man sie unterwegs dabei haben möchte oder nicht.

Raikko hat das Problem erkannt und hat kürzlich eine externe Batterie vorgestellt, die so flach ist, dass sie sogar in ein Portemonnaie passt (nur 4,5 mm).

Die Metallflunder hört auf den Namen "USB Accupack BusinessLine 2000" und wiegt nur 80 Gramm. Im eleganten Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl steckt ein Akku mit einer Kapazität von 2000 mAh. Das reicht um ein iPhone Im direkten Vergleich zum iPhone 5s wirkt das Akkupack noch dünneretwas mehr als einmal komplett aufzuladen. Größe und Design erinnern an ein modernes Visitenkarten-Etui. Raikko liefert außerdem einen Umschlag aus Leder mit, in welchen das Akkupack eingeklebt werden kann. Mir persönlich gefällt die kühle Metall-Optik aber besser. Kratzer sind bei Edelstahl ohnehin nicht zu erwarten.

Die externe Batterie ist mit einer Micro-USB-Buchse ausgestattet, die gleichermaßen zum Aufladen und Stromzapfen dient. Damit euer iPhone angeschlossen werden kann, liegen ein Micro-USB-Kabel und ein USB-Adapter bei. An letzteren kommt euer normales Lightning-Kabel (iPhone 5 und neuer) bzw. 30-Pin-Kabel (iPhone 4s und älter). Die Vorteile dieser Lösung liegen auf der Hand: Der Kopfhöreranschluss wird nicht blockiert, man kann seine gewohnte Schutzhülle weiter verwenden, und der Empfang des iPhones wird nicht gestört. Das Akkupack im Leder-EtuiFürs Aufladen an einem USB-Netzteil oder Desktop/Laptop liegt ein zweiter Adapter bei.

Über einen separaten Knopf wird das Akkupack eingeschaltet. Eine LED-Anzeige verrät euch wie viel Energie noch im Schächtelchen gespeichert ist. Einen Pluspunkt gibt es für die aufgedruckten Prozentangaben neben den blauen LEDs, welche eine halbwegs genaue Interpretation der Restladung überhaupt erst möglich machen.

Fazit

Das USB Accupack BusinessLine 2000 macht einen sehr wertigen Eindruck und überzeugt durch sein praktisches sowie einzigartiges Design. Mit einem Preis von 29,95 Euro ist es zudem überraschend günstig.

Saphirglas im iPhone 6? Bitte nicht!

Geschrieben von: Frank.

Gorillaglas oder Saphirglas - Was kommt ins iPhone 6?

Falls ihr regelmäßige Leser unseres Blogs seid, kennt ihr unsere kritische Haltung zum Thema Saphirglas. Seit Monaten hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Apple die Displayabdeckung des iPhone 6 aus eben diesem Werkstoff fertigen lassen will. Dem Material, welches seit vielen Jahren im Bereich der Luxusuhren eingesetzt wird, werden dabei die wundersamsten Eigenschaften angedichtet. Korrekt ist, dass Saphirglas extrem hart und kratzfest ist. Doch damit ist es noch lange nicht unzerstörbar. Wie andere Kristalle auch, ist Saphirglas spröde und somit schlagempfindlich. In Uhren-Foren weiß man das. Wie Tests der Firma Corning zeigen, ist Saphirglas sogar schlagempfindlicher als Gorillaglas, welches in iPhones, iPads und iPod touches seit Jahren eingesetzt wird.

Auch die derzeit auf Youtube kursierenden Biege-Videos haben keinerlei Aussagekraft um welches Glas es sich vor der Kamera tatsächlich handelt. Ein über 1 Jahr altes Video von Corning zeigt, dass Gorillaglas mindestens genauso flexibel ist. Wir halten es daher für durchaus realistisch, dass letzteres auch im iPhone 6 Verwendung findet.

Es hat seinen Grund warum Saphirglas bisher vor allem in Luxusuhren eingesetzt wird. Das Material ist sehr teuer und kostet ca. das 10fache von Gorillaglas. Apple müsste also die iPhone-Preise erneut erhöhen, um seine Marge nicht zu schmälern. Angesichts der immer stärker werdenden Konkurrenz aus dem Android-Lager, erscheint solch ein Schritt nicht gerade clever. Im Gegenteil, das iPhone muss günstiger werden, damit Apple nicht den Anschluss an den Markt verliert.

Auch die optischen Eigenschaften von Saphirglas sprechen ganz klar gegen einen Einsatz als Displayabdeckung. Die Kristallstruktur lässt weniger Licht passieren als echten Glas, was heller eingestellte Bildschirme erfordert, und wie wir alle wissen ist der Bildschirm der größte Energieverbraucher im iPhone. Zwangsläufig wären also kürzere Akkulaufzeiten die Folge. Außerdem reflektiert Saphirglas das Licht stärker als Mineralglas. Uhrenhersteller beschichten ihre Deckgläser daher um diesen negativen Effekt zu reduzieren. Solch eine Beschichtung ist aber alles andere als kratzfest und würde daher nur auf der Unterseite des Displays Sinn machen. Jedoch sind Smartphones dem Sonnenlicht ausgesetzt. Um stärker spiegelnde iPhones zu vermeiden, müsste Apple auch die Oberseite des Displayglases mit einer Anti-Reflektionsschicht versehen, was den einzigen positiven Charakter von Saphirglas, nämlich seine Kratzfestigkeit, ad absurdum führen würde.

Sollte Apple in Zukunft also tatsächlich Saphirglas als Displayabdeckung einsetzten, handelt es sich um einen Marketing-Gag auf Kosten der Nutzer.

DIY: Gebrochenes iPhone-Backcover "reparieren"

Geschrieben von: Frank.

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es geschehen. Das iPhone rutscht aus der Hand und landet krachend auf dem Boden. Das Backcover ist übersäht mit Rissen. Was nun? Eine besonders kreative Idee, wie man mit wenig Aufwand den Schaden zwar nicht reparieren, aber sehr gut kaschieren kann, zeigt das unten eingebettete Video, welches wir auf Youtube entdeckt haben. Mit einfachen Textmarker-Stiften werden die Risse "übermalt", so dass die farbige Flüssigkeit in die Spalten eindringen kann. Durch die Kapillarwirkung wird sie regelrecht eingesogen und bleibt auch dort. Der farbige Effekt kommt natürlich bei weißen iPhones viel schöner zur Geltung als bei schwarzen. Mit Nagellack kann man übrigens das gleiche Ergebnis erzielen, der Arbeitsaufwand ist aber etwas höher, da man überschüssige Farbe mit Nagellackentferner beseitigen muss, der bekanntlich sehr aggressiv ist, vor allem gegenüber Kunststoffen.

Damit sichergestellt ist, dass keine Flüssigkeit ins iPhone läuft, empfehlen wir euch die Rückseite vor der Behandlung abzunehmen, egal für welche Kolorierungsmethode ihr euch entscheidet. Hierzu müsst ihr lediglich die beiden Schrauben neben dem Dock-Anschluss lösen und das Backcover vorsichtig mit den Daumen nach oben schieben. ifixit.com zeigt wie es geht. Das passende Werkzeug gibt es bei eBay für ca. 5-10 Euro. Auf die gleiche Weise könnt ihr das Backcover natürlich auch gleich austauschen. Passende Ersatzteile findet ihr ebenfalls bei eBay. Achtet aber darauf, dass ihr als iPhone-4-Besitzer keine Rückseite vom iPhone 4s kauft und umgekehrt. Die Ersatzteile unterscheiden sich zwar optisch nicht, dafür aber mechanisch!

Disclaimer: Nachmachen auf eigene Gefahr! Wir übernehmen keine Haftung für eventuell entstehende Schäden und Folgeschäden.

So geht's: Apple-ID löschen

Geschrieben von: Frank.

Eine Apple-ID ist in fünf Minuten angelegt. Es dauert aber ein Vielfaches der Zeit um sie wieder loszuwerden, in der Regel 20-30 Minuten. Wer seine Apple-ID löschen will, kann dies nämlich nicht selbst erledigen, sondern muss den Apple Support telefonisch um Hilfe bitten. Bevor ihr euch aber über diese Website die passende Telefonnummer heraussucht, solltet ihr euch über folgendes im Klaren sein:

  1. Die Löschung ist unwiderruflich. Gekaufte Apps, Bücher, Songs, Videos etc. können zwar weiter genutzt, aber nicht erneut heruntergeladen werden.
  2. iCloud-Dienste sind nicht mehr nutzbar (Mail, Kalender, iTunes Match etc.).
  3. Die für die Apple-ID genutzte E-Mail-Adresse sowie weitere im Account hinterlegte Alternativ-E-Mail-Adressen können später nicht mehr zum Erstellen einer neuen Apple-ID genutzt werden. Wer prüfen will welche Daten hinterlegt sind, loggt sich mit seiner Apple-ID unter https://appleid.apple.com/de ein.
  4. Apple löscht die Apple-ID nicht, falls sie Bestandteil eines Rechtsstreits mit Apple ist.
  5. Wer noch Guthaben auf seinem iTunes-Konto hat, kann den iTunes Support über folgende Website kontaktieren und es sich erstatten lassen. Dies muss natürlich vor der Löschung erfolgen.

Habt ihr mit eurer Apple-ID endgültig abgeschlossen? Dann geht nun wie folgt vor:

  1. Am linken unteren Bildschirmrand taucht die "Temporäre Support-PIN" aufLöscht die betreffende Apple-ID von allen euren Macs und iOS-Geräten! "Mein iPhone suchen", "Mein iPad suchen", "Meinen Mac suchen" muss unbedingt deaktiviert werden, da die Geräte sonst bei einer späteren Widerherstellung den Dienst verweigern.
  2. Ruft den Apple-Support an. Die jeweilige Telefonnummer für euer Land gibt es hier.
  3. Weist den Apple-Mitarbeiter am Telefon darauf hin, dass ihr eure Apple-ID löschen wollt.
  4. Der Apple-Mitarbeiter nimmt nun auf welche Apple-ID gelöscht werden soll und stellt eine Verbindung zum technischen Support her. Das Prozedere kann gut und gerne 15 Minuten dauern, je nachdem wie ausgelastet das Callcenter ist.
  5. Beim technischen Support angekommen werden ihr als erstes authentifiziert. So soll sichergestellt werden, dass niemand außer ihr eure Apple-ID löschen kann. Der Apple-Mitarbeitet fragt nun die bei Apple hinterlegten Sicherheitsfragen ab. Keine Panik, falls ihr nicht alle beantworten könnt. In solch einem Fall gibt es noch die Möglichkeit sich am Rechner in die Apple-ID einzuloggen (hier) und eine "Temporäre Support-PIN" anzufordern. Nach Rücksprache mit dem Apple-Mitarbeiter am Telefon taucht ein gleichnamiger Link unter "Kennwort und Sicherheit" in den Einstellungen eurer Apple-ID auf. Diesen müsst ihr anklicken und schon seht ihr die vierstellige PIN. Letztere müsst ihr telefonisch durchgeben.
  6. Die Apple-Mitarbeiter liest euch anschließend eine ganze Reihe von langatmigen Erklärungen vor, welche die Folgen des Löschvorgangs beschreiben (siehe oben).
  7. Anschließend habt ihr es überstanden und eure Apple-ID geht endlich ins virtuelle Nirwana ein.

Telekom: Ärger mit der Spotify-Option

Geschrieben von: Frank.

Nicht von der Tarif-Option abgedeckt: Die Entdecken-FunktionAudio-Streaming wird immer populärer und so ist es nicht verwunderlich, dass die Deutsche Telekom mit dem Musikdienst Spotify eine strategische Partnerschaft eingegangen ist. Musikinteressierte können für 9,95 Euro monatlich die sogenannte "Music Streaming Option" zu ihrem Vertrag hinzubuchen und bekommen so Zugriff auf eine gigantische Song-Bibliothek von 20 Millionen Titeln. Das Besondere an der Option ist aber, dass die dabei übertragenen Streaming-Daten nicht auf das High-Speed-Volumen des jeweiligen Telekom-Tarifs angerechnet werden. Die Telekom bewirbt das Ganze so:

"Streamen und Offline-Synchronisation der Playlists ohne Belastung des Datenvolumens"

Seit dem letzten Update der Spotify-App ist aber einigen Anwendern aufgefallen, dass die Nutzung des Musikdienstes (trotz Music Streaming Option) sehr wohl jede Menge Daten schluckt. Rechnet die Telekom also falsch ab?

Wir haben uns durch die entsprechenden Beschwerde-Threads des Hilfe-Forums der Telekom gewühlt, und haben die folgenden Erkenntnisse gewonnen:

Das Datenvolumen wird nicht belastet durch:

  • Die Suchfunktion
  • Das Abspielen von Alben/Playlists
  • Das Herunterladen von Alben/Playlists

Voll aufs Datenvolumen gehen aber:

  • Die Nutzung der Entdecken-Funktion (hier kommen schnell einige MB pro Minute zusammen)
  • Das Laden von Covern
  • Das stöbern in fremden Playlists
  • Die Nutzung der Reinhören-Funktion

Es kommt also sehr darauf an, wie ihr Spotify nutzt. Dass die Telekom sogar zwischen den verschiedenen Arten des Audio-Streamings unterscheidet, ist für Nutzer auf alle Fälle überraschend. Die Wut, welche sich gerade im Internet entlädt, können wir daher gut nachvollziehen.

Kopfhörer im Test: Bowers & Wilkins P7

Geschrieben von: Frank.

Der Bowers & Wilkins P7Über die Jahre habe ich schon einige gute Kopfhörer auf den Ohren gehabt. Leicht zu beeindrucken bin ich daher nicht mehr und so gestaltete sich die Suche nach neuen Edel-Hörern nicht einfach. Da ich bereits mit den P3 von Bowers & Wilkins gute Erfahrungen gemacht hatte, sollte es nun der relativ neue P7 sein, der mit seiner beachtlichen Größe gerade noch als mobiler Kopfhörer durchgeht. Auch die iPhone-kompatible Kabelfernbedienung unterstreicht den Anspruch ein Kopfhörer für unterwegs zu sein. Für mich, der außer Haus häufig In-Ears nutzt, war es zunächst eine Umgewöhnung Over-Ear-Hörer unter freiem Himmel zu tragen. Bereut habe ich die Kaufentscheidung aber nicht, denn der P7 ist dank seines edlen Bügel-Designs und des schwarzen Leders ein echtes Schmuckstück.

Obwohl ich fast nur Positives über den Neuzugang im Hause Bowers & Wilkins gelesen hatte, wollte ich mich vor dem Kauf selbst vom vielgelobten Klangbild überzeugen. Apple stellt den P7 in seinen Retail Stores aus und hat auch kein Problem damit, wenn man sein eigenes iPhone anschließt. Nur mit Songs die man gut kennt, und die in einer angemessenen Klangqualität vorliegen (256 kbit/s oder mehr), kann man einen guten Kopfhörer von einem schlechten unterscheiden. Im Apple Store klang der P7 zwar bereits sehr gut, riss mich aber noch nicht vom Hocker. Ich wollte das 400-Euro-Geschoss trotzdem mitnehmen und zu Hause in Ruhe weiter testen, fand es aber nicht im Regal. Ein Apple-Mitarbeiter half und holte den Kopfhörer aus dem für Kunden nicht zugänglichen Bereich. Er erklärte, dass der P7 offenbar auch Ladendieben ganz besonders gut gefallen würde, und man sich so entschlossen hätte die Packungen an einem für Langfinger unzugänglich Ort aufzubewahren. Der P7 war tatsächlich auch der einzige Hörer, der im Regal fehlte, denn neben P3 und P5 klaffte jeweils eine sichtbare Lücke.

Zu Hause angekommen jagte ich den Kopfhörer quer durch meine Musiksammlung und konnte ihn nur schwer wieder weglegen. Der facettenreiche Klang schien sich der Stimmung des jeweiligen Songs geradezu anzupassen. Rotzig und dreckig röhrten Nirvana über die Hörmuscheln. Die Trip-Hop-Altmeister von Morcheeba haben dagegen selten so warm und voll geklungen. Obwohl der P7 klar bassbetont ausgelegt ist, werden Höhen und Mitten nicht verschluckt. Sie machen lediglich etwas Platz für sehr lebhafte und durchdringende Tiefen. Völlig überrascht hat mich der räumliche Höreindruck, der sich vor allem bei Live-Aufnahmen bemerkbar macht. Konzerte klingen als stünde man direkt vor der Bühne. Da ist man erst einmal sprachlos. Generell neigt man dazu mit dem P7 etwas zu laut zu hören, da er auch bei voller Lautstärke nicht den Klang verzerrt.

Auch zusammengeklappt macht der P7 eine gute FigurBei einem mobilen Kopfhörer ist mir persönlich nicht nur wichtig, dass beim Musikhören störende Umgebungsgeräusche ausgeblendet werden, sondern auch dass meine Mitmenschen nicht zum unfreiwilligen Mithören genötigt werden. Genau diesen Anspruch erfüllt der P7 dank seiner geschlossenen Bauweise und den nahezu schalldichten Ohrpolstern perfekt. Die mit Schaumstoff gefüllten Lederpolster passen sich nämlich beim Tragen der Kopfform an und lassen fast keine Geräusche passieren. Sie sind es auch die für den ausgezeichneten Tragekomfort sorgen. Sind die Bügel erst einmal richtig eingestellt, sitzt der P7 nämlich bombenfest. Da rutscht und wackelt nichts. Für einige mag der Anpressdruck vielleicht schon etwas zu stark sein, aber nur so kommt der gute Klang zustande.

Nach dem Hören klappt man den P7 einfach zusammen und verstaut ihn in der mitgelieferten Ledertasche. Letztere ist vom Design her weniger gelungen und erinnert ein wenig an Omas Handtasche, erfüllt aber ihren Zweck. Die Tasche selbst ist übrigens ebenfalls zusammenklappbar. Das Kopfhörerkabel macht einen soliden Eindruck und verknotet sich nicht. Wie auch beim P3 und P5 kann das Kabel durch eine mitgelieferte Ersatzschnur (ohne Fernbedienung) ausgetauscht werden. Die abnehmbaren und durch Magnete gesicherten Ohrpolster machen es möglich. Apropos Fernbedienung: Leider sind die Tasten so schmal, dass es schwer fällt sie ohne hinzusehen zu unterscheiden. Es kommt daher schon mal vor, dass man daneben greift und den falschen Knopf auslöst.

Fazit

Die Bowers & Wilkins P7 vereinen edle Materialien, gelungenes Design und hervorragenden Klang. Der Preis von 400 Euro ist natürlich happig, entspricht aber der gebotenen Gesamtqualität, die kaum Raum für Kritik lässt. Der P7 ist daher ein Kopfhörer, an dem man viele Jahre seine Freude haben wird.

Apple Retail Store: K(r)ampf um die Garantie

Geschrieben von: Frank.

Apple Logo im Apple Store JungfernstiegUnfreiwillig teste ich fast jedes Jahr die Qualität des Apple Service in den Hamburger Retail Stores, denn fast jedes Jahr hat eines meiner Apple-Geräte einen Defekt. Diesmal war mein iPhone 5s dran, welches regelmäßig ein Knacken von sich gab, sobald man auf das Display drückte. Der Fehler beeinträchtigte zwar nicht die Funktion des Gerätes, war aber ungeheuer nervig. Da man im Apple Store Jungfernstieg inzwischen nur mit einer Woche Wartezeit einen Termin an der Genius Bar bekommt, bin ich auf den deutlich kleineren Apple Store Alstertal ausgewichen, der mich zeitlich noch unterbringen konnte.

An der Genius Bar begrüßte mich Johannes* (*Name geändert), der auf mich einen freundlichen aber sehr jungen Eindruck machte. Johannes nahm meine Fehlerbeschreibung auf und prüfte ob er ein Knacken hören konnte. In der extrem lauten Geräuschkulisse des Apple Stores war das natürlich unmöglich. Johannes begab sich daher in den abgeschotteten Bereich des Apple Stores und hielt da auch Rücksprache mit Kollegen. Keine fünf Minuten später kam er zurück und erklärte, dass auch die Kollegen kein Knacken hören konnten, er mir aber dennoch glaube. Zugegeben, das Knacken war auch nur schwer zu reproduzieren und nach mehrmaligem Drücken aufs Display auch wieder verschwunden. Erst nach einigen Minuten trat es dann wieder auf. Dies schilderte ich natürlich auch Johannes, der das iPhone aber weder zur Reparatur annehmen, noch austauschen wollte. Stattdessen versuchte er abzuwimmeln und verwies darauf, dass die Funktion des Gerätes schließlich nicht beeinträchtigt wäre, eine unschöne Standard-Floskel, die ich mir in den nächsten Minuten nochmals anhören durfte. O-Ton Johannes: "Displays können nun mal knacken. Das ist normal."

Diese Argumentation ließ ich aber nicht gelten und verwies darauf, dass das Knacken sehr störend sei und damit sehr wohl die Funktion beeinträchtigen würde, zum Beispiel beim Telefonieren. In bereits rauem Ton schlug ich Johannes vor eine halbe Stunde zu warten und dann das Gerät nochmals aufs Knacken zu prüfen. Auch die Bezeugungen meiner Begleitung, die ebenfalls das Knacken kannte, konnten den jungen Apple-Store-Mitarbeiter nicht umstimmen. Ich machte Johannes klar, dass ich nicht eher gehen würde, bis das Problem gelöst sei, was dieser mit einer zunehmend ins Knallrote tendierenden Gesichtsfarbe quittierte.

Kurz gesagt, die Situation war festgefahren und ein mir namentlich unbekannter Kollege von Johannes, der den Schriftzug "Genius" auf seinem blauen Hemd trug, schaltete sich in die Diskussion ein. Er erklärte, dass optische Mängel nicht von der Apple-Garantie abgedeckt seien, hierzu zählte er auch das geschilderte Knacken. Meine Begleitperson, eine Volljuristin, argumentierte, dass es sich eindeutig um einen Mangel handeln würde, der schließlich bei einem Wiederverkauf des Gerätes ebenfalls angegeben werden müsse. Der Kollege von Johannes änderte nun seine Strategie und frage ob das Gerät bei Apple gekauft worden sei. Nachdem ich bejahte, verwies er auf die Gewährleistung, die in einem solchen Falle greifen würde, um mich im Anschluss unverzüglich darauf hinzuweisen, dass nach 6 Monaten eine Beweislastumkehr greifen würde. Die 6 Monate waren natürlich längst abgelaufen, aber ich hatte mich ja auch nicht auf die Gewährleistung, sondern auf die einjährige Apple-Garantie berufen, die selbstverständlich noch gültig war. Nach längerer Diskussion erklärte man sich schließlich bereit das Gerät zur genaueren Prüfung anzunehmen.

Der Apple-Genius setzte noch einmal nach und erklärte, dass sich der Fall natürlich anders darstellen würde, hätte ich eine Garantieerweiterung abgeschlossen (gemeint war AppleCare+). Genau das hatte ich aber getan und wies darauf hin. Ich erwähnte außerdem, dass einer der Entscheidungsgründe für AppleCare+ die erhoffte Diskussionsvermeidung an der Genius Bar war. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich die Situation völlig. Der Genius leitete den Geräteaustausch ein und ich bekam schließlich ein neuwertiges iPhone in die Hand gedrückt. Das knackende Gerät wurde ordnungsgemäß deaktiviert und gelöscht.

Fazit

Für mich persönlich ziehe ich aus dem Vorfall die folgende Schlussfolgerung: AppleCare+ lohnt sich nicht nur als Garantieverlängerung, sondern erleichtert auch die Auseinandersetzung an der Genius Bar, sollte es einmal hart auf hart kommen. In jedem Fall sollte man von sich aus darauf hinweisen, dass AppleCare+ abgeschlossen wurde. Einen negativen Beigeschmack hinterlässt die Tatsache, dass Apple versucht hat meinen berechtigten Garantieanspruch abzuwimmeln. Dem oft gelobten Apple Service kann ich daher wieder einmal kein positives Zeugnis ausstellen. Schade.

So geht's: iPhone und iPad richtig reinigen

Geschrieben von: Frank.

iPhone und iPad richtig reinigeniPhone und iPad sollten gelegentlich gereinigt werden. Nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch um die Funktionalität eurer Lieblings-Gadgets zu erhalten. Um dabei jedoch keinen Schaden anzurichten, gilt es einige Grundregeln zu beachten.

Bildschirm und Gehäuse

Die Bildschirme von iPhone und iPad besitzen eine fettabweisende Beschichtung, so dass Fingerabdrücke in den ersten Wochen nach dem Auspacken keine Rolle spielen. Diese Beschichtung wird aber durch die normale Nutzung des Gerätes sehr schnell abgerubbelt, so dass ihr bei der Reinigung keine Rücksicht auf sie nehmen müsst. (...)

iOS 8 ermöglicht LTE im E-Plus-Netz

Geschrieben von: Frank.

LTE im E-Plus-Netz


Für E-Plus-Kunden lohnt es sich durchaus iOS 8 zu installieren. Steht nämlich ein iPhone 6, 6 Plus, 5, 5c oder 5s zur Verfügung, können Apple-Fans endlich auch das LTE-Netz des preisgünstigen Mobilfunkanbieters nutzen, und das wohl gemerkt ohne Jailbreak und andere Tricks. Lediglich die korrekten APN-Einstellungen (APN: internet.eplus.de, Benutzername: eplus, Kennwort: eplus) müssen unter Einstellungen / Mobiles Netz hinterlegt werden. Der Twitter-Nutzer laurohu hat bereits den LTE-Turbo angeworfen und uns eine erste Geschwindigkeitsmessung zur Verfügung gestellt (siehe Bild). Vielen Dank!

Bis Jahresende, das hat E-Plus versprochen, soll sich LTE ohne Aufpreis nutzen lassen. Übrigens profitieren auch alle E-Netz-Discounter wie Simyo- und Blau von der neuen 4G-Freiheit.

i-FlashDrive HD 3: Lightning für den iPhone-USB-Stick

Geschrieben von: Frank.

i-FlashDrive HD der 3. Generation mit Lightning-AnschlussDas i-FlashDrive HD von PhotoFast gehört zu denjenigen iOS-Gadgets, auf die ich nicht mehr verzichten möchte. Seit zwei Jahren setze ich den doppelseitigen Speicherstick ein und bin nach wie vor begeistert. Nun ist die 3. Generation der externen Speicherlösung für iPhone und iPad erschienen, welche das erste Mal einen nativen Lightning-Anschluss mitbringt. Damit entfällt für Besitzer neuerer iOS-Geräte der bisher notwendige Lightning-Adapter, der zwar optisch nicht störte, aber immerhin eine Zusatzinvestition von 29 Euro bedeutete.

Die Stärken des i-FlashDrive liegen vor allem im schnellen Datenaustausch zwischen Mac, PC und iDevices. Mal schnell ein PDF, ein Video oder eine Präsentation aufs iPhone oder iPad schieben? Kein Problem. Wird es mit der USB-Seite am Desktop oder Laptop angesteckt, meldet es als ganz normaler Wechseldatenträger und kann wie ein handelsüblicher USB-Stick mit Daten betankt werden. Das von mir getestete 8-GB-Modell erreichte sportliche 26,9 MB/s beim Lesen beziehungsweise 4,7 MB/s beim Schreiben und toppt damit die Vorgängergeneration in Sachen Geschwindigkeit. Am iPhone 5s machten sich dagegen Apples Beschränkungen beim Transferprotokoll bemerkbar. Beim Kopieren von Daten vom i-FlashDrive in den iPhone-Speicher habe ich 0,9 MB/s gemessen. In die andere Richtung waren es sogar nur 0,4 MB/s.

Im direkten Vergleich zwischen 2. und 3. i-FlashDrive-Generation fällt die unterschiedliche Verarbeitungsqualität auf. Während die älteren i-FlashDrives bombenfest im Gehäuse sitzen, wackelte die neueste Version im Bereich Lightning-Stecker. Offenbar sitzt die Elektronik etwas lockerer im Case als früher. Mit der Absicht das Ganze neu zu verkleben, öffnete ich das Gehäuse, indem ich das i-FlashDrive mit dem Lightning-Stecker senkrecht auf eine Tischplatte stellte und das äußere Gehäuse von oben nach unten drückte. Ein kurzes Knacken und die Klebestellen waren gelöst. Die Elektronik ließ sich nun problemlos aus dem Gehäuse nehmen und sorgte bei genauerer Betrachtung für eine große Überraschung.

Im i-FlashDrive saß eine SanDisk microSDHC-Karte der Klasse 4 mit 8 GB. Die Karte war nicht verlötet und ließ sich problemlos austauschen. Das brachte mich auf eine Idee: Lässt sich so auch die Kapazität und Geschwindigkeit des i-FlashDrive erhöhen? Prompt habe ich mir eine 32 GB microSDHC-Karte und eine 64 GB microSDXC-Karte (beide Klasse 10, ultra) besorgt.

Die 32-GB-Karte funktionierte sofort, da sie mit dem Dateisystem FAT32 ausgeliefert wurde, welches vom i-FlashDrive vorausgesetzt wird. Für einen erfolgreichen Einsatz der 64 GB microSDXC-Karte musste ich dagegen tricksen. Mit Windows-Bordmitteln ließ sich das Speichermedium nämlich nicht auf FAT32 formatieren. Ein Youtube-Video und das Programm h2format vom c't-Magazin sorgten aber innerhalb von 5 Minuten für Abhilfe.

Durch die schnelleren Speicherkarten legte das i-FlashDrive bei der Schreibgeschwindigkeit deutlich zu. Mit der SDHC-Karte waren nun 11,8 MB/s drin (+150%), die 64 GB SDXC-Karte schaffte dagegen "nur" 8,8 MB/s (+87%). Die Lesegeschwindigkeit blieb im Vergleich zur Original-Speicherkarte unverändert. Die Datenraten beim Anstecken ans iPhone ebenso.

Fazit

Nach wie vor ist das i-FlashDrive HD die komfortabelste Lösung um Daten mit iOS-Geräten auszutauschen und verdient sich daher meine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Auf Grund der Preisgestaltung von Photofast ist das nachträgliche Aufrüsten eines i-FlashDrive durchaus attraktiv, obwohl die großzügige Herstellergarantie (24 Monate) dadurch natürlich erlischt. Das Modell mit 8 GB kostet 69,95 Euro, die Top-Variante mit 32 GB einen Hunderter mehr. MicroSDXC-Karten mit 128 GB sind bereits erhältlich und kosten ebenfalls rund 100 Euro. Theoretisch ließe sich also für 170 Euro ein gepimptes i-FlashDrive HD mit 128 GB Speicher erzeugen. Genug Platz für stattliche Musik- und Filmsammlungen, welche direkt vom Speicherstick wiedergegeben werden können.

Disclaimer: Wir übernehmen keine Haftung für durch das Öffnen und Aufrüsten eures i-FlashDrive entstandenen Schäden und Folgeschäden.