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Neue MacBooks, OS X Mavericks kostenlos

Geschrieben von: Frank.

Apples Oktober-Veranstaltung, die in den Medien häufig als iPad-Event bezeichnet wurde, hatte deutlich mehr zu bieten als neue Tablets.

OS X Mavericks

Apples neues Mac-Betriebssystem ist nicht nur ab sofort verfügbar, sondern kann komplett kostenlos bezogen werden. Zwei neue Apps halten Einzug, gute Bekannte von iOS: iBooks und Karten. Insbesondere beim Energieverbrauch will Apple Hand angelegt haben. Ob Mavericks tatsächlich für eine spürbar längere Akkulaufzeit sorgt, wird sich in der Praxis zeigen. Das neue Betriebssystem benötigt mindestens Snow Leopard 10.6.7. um installiert werden zu können.

MacBook Pro 13" und 15"

In Sachen Design hat Apple an seinen MacBooks praktisch nichts verändert. Unter der Haube sieht es anders aus. Das 13" MacBook Pro bekommt einen Core i5 mit 2,4 Ghz aus Intels neuer Haswell-Reihe. Um die Bilddarstellung kümmert sich die integrierte Chipsatz-Grafik Iris. Das 15-zöllige MacBook Pro ist mit Nvidias GeForce GT750M selbst für aktuelle 3D-Spiele gut gerüstet. Ein vierkerniger Core i7-Prozessor (Haswell) mit 2 Ghz Taktrate erledigt anspruchsvollste Berechnungen wie z. B. Videoschnitt im Handumdrehen.

Standardmäßig bekommt das 13" MacBook eine SSD mit 128 GB Speicher die nun um ca. 60% schneller arbeiten soll. Erreicht wird dies über eine bessere Anbindung der Flash-Festplatte. Im 15-Zöller stecken dagegen 256 GB. Die Ausstattung des Arbeitsspeichers bleibt unverändert (4 GB bei 13", 8 GB bei 15"). Schnittstellenseitig punktet das neue Thunderbolt 2 mit einem Datendurchsatz von bis zu 20 Gbit/s.

Das MacBook Pro 13" startet bei 1299 Euro, das 15"-Modell bei 1999 Euro.

 

Apple stellt iPad Air und iPad mini 2 vor

Geschrieben von: Frank.

Wenig überraschend hat Apple beim heutigen Special-Event neue iPads vorgestellt. Das Highlight des Abends ist aus unserer Sicht das neue iPad mini, welches endlich ein Retina-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel erhält. Das kleinformatige Tablet wird um 0,3 mm dicker als sein Vorgänger. Das zeigt sich auch beim Gewicht, das um 23 g zunimmt und nun bei 331 g liegt. Im Inneren werkeln ein A7-Prozessor und ein M7-Bewegungsprozessor, der im iPad jedoch eher wenig Sinn macht. Apple verspricht, dass sich die CPU-Leistung um den Faktor 4 verbessert. Der Grafikkern soll sogar 8x schneller sein als im Vorgängermodell. Angesichts der Tatsache, dass im klassischen iPad mini noch ein A5 schlummert, sind die Angaben als realistisch einzustufen. Die Akkulaufzeit soll unverändert bei bis zu 10 Stunden liegen. Auf Grund des Retina-Displays und des leistungsfähigeren Prozessors, gehen wir aber davon aus, dass sich die Akkulaufzeit leicht verschlechtern wird. Erstmals bietet Apple auch ein iPad mini mit 128 GB Speicher an. Goldene iPads erspart uns Apple erfreulicherweise. Es wird nur spacegrau und silber geben. Den Verkaufsstart gibt Apple unscharf mit "November" an. Vorbestellen kann man das iPad mini 2 derzeit nicht. Die Preise fallen leicht, eine Speicherverdoppelung kostet nun 90 statt 100 Euro:

Wi-Fi-Modelle

  • 16 GB: 389 Euro
  • 32 GB: 479 Euro
  • 64 GB: 569 Euro
  • 128 GB: 659 Euro

LTE-Modelle (alle deutschen LTE-Frequenzen werden unterstützt)

  • 16 GB: 509 Euro
  • 32 GB: 599 Euro
  • 64 GB: 689 Euro
  • 128 GB: 779 Euro

Auch das iPad mini ohne Retina-Display wird es weiterhin geben, jedoch nur mit 16 GB Speicher. Für das Wi-Fi-Modell verlangt Apple 289 Euro, eine klare Kampfansage an die Android-Konkurrenz. Die LTE-Version schlägt mit 409 Euro zu Buche.

Das große iPad benennt Apple nun in iPad Air um. Nochmals wurden Dicke und Gewicht reduziert. Auch die Breite schrumpft von 18,6 auf 17 cm. Dies bedeutet, dass alte Schutzhüllen und Smart Covers nicht mehr passen. Das iPad Air wiegt nur noch knapp 470 g und verschlankt sich auf 7,5 mm. Im Vergleich zum iPad 4 sind das fast 2 mm weniger. Die Akkulaufzeit soll sich nicht verändert haben. Natürlich bekommt auch das iPad Air einen A7 und M7, wird sich nach bisherigem Kenntnisstand aber leistungstechnisch nicht mehr vom iPad mini abheben. Damit entfällt aus unserer Sicht der Kaufgrund für das größere iPad, denn bis auf die Bildschirmdiagonale liegen alle Vorteile beim Zwerg-Tablet (Größe, Gewicht, effektive Auflösung, Preis). Selbst die schnellere WLAN-Anbindung des iPad 5, die durch MIMO-Technik erreicht wird (mehrere Antennen), kann uns hier nicht umstimmen. Das iPad Air startet am 1. November 2013 in den Verkauf. Eine Vorbestellmöglichkeit gibt es derzeit nicht.

Apple hat die folgende Preisstaffelung vorgesehen:

Wi-Fi-Modelle

  • 16 GB: 479 Euro
  • 32 GB: 569 Euro
  • 64 GB: 659 Euro
  • 128 GB: 749 Euro

LTE-Modelle (alle deutschen LTE-Frequenzen werden unterstützt)

  • 16 GB: 599 Euro
  • 32 GB: 689 Euro
  • 64 GB: 779 Euro
  • 128 GB: 869 Euro

Überraschenderweise wird Apple auch weiterhin das iPad 2 als Einstiegsmodell verkaufen. Der betagte Flachmann startet jetzt bei 379 Euro für 16 GB mit Wi-Fi bzw. 499 Euro für 16 GB mit 3G-Anbindung. Auch hier würden wir jederzeit ein iPad mini 2 vorziehen, das jeweils nur 10 Euro mehr kostet, aber ein Retina-Display und eine deutlich schnellere CPU bietet. Aus unserer Sicht ist das iPad 2 jeweils 100 Euro zu teuer.

Mehr Farbe: Die neuen Mophie Juice Packs

Geschrieben von: Frank.

Farbe zeigen liegt im Trend. Das beweist nicht zuletzt das iPhone 5c, welches es in verschiedenen knalligen Tönungen gibt. Auch Mophie folgt der Modewelle und verpasst seinen Helium-Juice-Packs einen neuen Anstrich. Die praktischen Alltagshelfer schützen euer iPhone 5 oder 5s vor Beschädigung und laden es genau dann auf, wenn ihr eine zusätzliche Akkuladung gut gebrauchen könnt. Der zusätzliche Tupfer Farbe steht den Akkuhüllen gut, die es nun in schwarz, grau, lila, grün, pink, rot und blau gibt. Die Farben schimmern im Metallic-Look, was ziemlich edel aussieht.

Wer viele Fotos knipst, Apples Smartphones als Navi nutzt oder gerne Spiele zockt, kann zusehen wie sich die Batterieanzeige der 0% nähert. Da ist es beruhigend im Bedarfsfall Mophies Juice Pack per Schalter aktivieren zu können und sich bei der iPhone-Nutzung nicht einschränken zu müssen, nur um über den Tag zu kommen. Das Helium ist das leichteste und dünnste Juice Pack. Es speichert bis zu 80% der Energie einer iPhone-Ladung und verlängert eure Nutzungsdauer entsprechend. Wer mehr Saft braucht, greift zum Juice Pack Air mit 100% Ladekapazität, bzw. Juice Pack Plus (120%). Für die meisten Anwendungsfälle ist das Helium aber ausreichend und strapaziert mit einem Preis von 79,95 Euro auch nicht allzu sehr den Geldbeutel.

P3 von Bowers & Wilkins: Die Leichtigkeit des Hörens

Geschrieben von: Frank.

Der Markt für Kopfhörer ist riesig. Leider taugen die meisten Modelle nicht viel und auch der Preis ist kein Kaufkriterium, das guten Sound garantiert. Nur einige wenige Hersteller stechen durch Qualität aus der Masse hervor. Dazu gehört auch Bowers & Wilkins, die mich mit ihrem Kopfhörer P3 regelrecht beeindrucken konnten.

Bereits das edle Aussehen des P3 ist eine klare Ansage. Die Hörmuscheln sind mit gebürstetem Aluminium verkleidet. Der größenverstellbare Kopfhörerbügel ist federleicht und überzeugt mit seiner stabilen und chic aussehenden Metallkonstruktion. Die Ohrpolster sind mit einem akustisch optimierten Stoff bespannt, der nicht nur hochwertig aussieht, sondern auch angenehm auf euren Lauschern liegt. Der darunter befindliche Schaumstoff passt sich beim Tragen den Ohren an und vermeidet so unangenehmes Drücken. Der Kopfhörerbügel ist mit dem gleichen Material gepolstert. Die Ohrpolster sind mit Magneten am Chassis befestigt und lassen sich bei Bedarf abnehmen. Unter ihnen befindet sich der Anschluss für das abnehmbare Kopfhörerkabel, das als Variante mit Mikro und Fernbedienung, sowie zusätzlich als Version ohne Bedienelemente mitgeliefert wird.

Der P3 ist durch und durch auf Mobilität ausgelegt. Die Ohrmuscheln lassen sich einklappen, so dass der Edelhörer für den Transport deutlich zusammenschrumpft und auch problemlos in der Jackentasche verschwindet. Für längere Strecken lohnt es sich das beiliegende Hartschalen-Case zu benutzen, welches selbst vor kräftigen Stößen schützt.

Der P3 punktet mit seinem kristallklaren und luftig leichten Klang, von dem vor allem Live-Aufnahmen profitieren. Höhen und Mitten setzen präzise ein und der Bass ist für einen On-Ear-Hörer erstaunlich knackig und kräftig. Einzig die Lautstärke bleibt hinter dem Machbaren zurück, doch dafür gibt es auch bei maximalem Pegel keine Klangverzerrungen. Bass-Matsch und klirrende Hören sucht man bei den P3 vergebens, egal wie weit man die Lautstärke aufdreht.

Fazit

Das beeindruckende und perfekt ins Apple-Universum passende Design, gepaart mit der exzellenten Klangqualität, machen aus dem P3 von Bowers & Wilkins einen der besten Kopfhörer in der 200-Euro-Klasse. Wer weiß nicht mag, bekommt die P3 auch in den Farben Blau, Schwarz und Rot.

 

Geschwindigkeitsvergleich: iPhone 5s, iPhone 5 und iPhone 4s

Geschrieben von: Frank.

Natürlich darf beim Erscheinen einer neuen iPhone-Generation der obligatorische Geschwindigkeitsvergleich mit den Vorgängermodellen nicht fehlen. Wir haben unser iPhone 5s gegen ein iPhone 5 und ein iPhone 4s antreten lassen und versuchen die Frage zu klären ob Apples A7-Prozessor tatsächlich doppelt so schnell ist wie der ebenfalls performante A6. Noch spannender ist aber die Frage ob sich der Speed-Vorteil auch in der Praxis bemerkbar macht, also beim täglichen Surfen im World Wide Web. Das Ergebnis hat uns dann doch etwas überrascht, aber seht selbst.

Welchen Sinn macht ein 64-Bit-Prozessor in einem Smartphone?

Geschrieben von: Frank.

Apple hat im iPhone 5s das neue Prozessor-Flagschiff A7 untergebracht. Die zentrale Recheneinheit ist nicht nur doppelt so schnell wie sein Vorgänger A6, den man im iPhone 5, iPad 4 und iPhone 5c findet, sondern setzt als erste Smartphone-CPU auf eine 64-Bit-Architektur. Bisherige iOS-Geräte unterstützen dagegen nur 32-Bit. Doch welche Vorteile bringt der neue Technologiesprung?

Es ist noch gar nicht so lange her, da vollführten unsere Laptops und Desktops den Schritt von 32- auf 64-Bit-Betriebssysteme. Der Auslöser war schlicht die Tatsache, dass 32-Bit-Software nicht mehr als 4 GB Arbeitsspeicher (RAM) ansprechen kann. Programme die sehr speicherlastig sind, wie zum Beispiel CAD-Software, Videoschnitt-Programme, 3D-Spiele und Bildbearbeitungsanwendungen stießen damals an ihre Grenzen, genauso wie die 32-Bit-Betriebssysteme auf denen sie liefen.

Rechenintensive Programme, die speziell auf 64-Bit optimiert sind, profitieren ebenfalls von der größeren Wortbreite. Der Geschwindigkeitsgewinn ist aber überschaubar. In der Praxis kann sich der vermeintliche 64-Bit-Vorteil sogar ins Gegenteil verkehren. So verbraten 64-Bit-Anwendungen mehr Speicher und Arbeitsspeicher und können das System infolgedessen sogar ausbremsen. Erst wenn 64-Bit-Hardware und -Software wie ein Räderwerk ineinandergreifen, profitiert letztlich auch der Anwender. Im PC-Bereich hat diese Entwicklung mehre Jahre gedauert und nun läutet Apple die 64-Bit-Ära auch bei Smartphones ein.

Und was bringt es dem Nutzer? iOS 7 soll zwar bereits zu großen Teilen "64bittig" sein, doch fast alle im App Store erhältlichen Anwendungen sind es nicht. Nun könnten die Entwickler natürlich sukzessive nachziehen und ihre Apps entsprechend optimieren, jedoch besteht dazu kein Grund. 32-Bit-Apps werden weiterhin auf iPhone, iPad und iPod touch laufen. Der Mehraufwand beim Programmieren von Anwendungen und Spielen steht in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Geschwindigkeitsgewinn. Des Weiteren werden die Apps größer. Das ist insbesondere für Programme kritisch, die sich ohnehin schon an der mobilen App-Store-Download-Grenze von 100 MB bewegen. Der Arbeitsspeicher im iPhone 5s ist auch nicht gewachsen und verharrt bei 1 GB. Gleiches erwarten wir für die nächste iPad-Generation. Während es das iPad 4 bereits mit 128 GB Festspeicher gibt, der auch noch einen satten Aufpreis kostet, müssen sich iPhone-User mit maximal 64 GB zufrieden geben. Wer also ohnehin schon mit seinem Speicherplatz knapsen muss, wird das Problem mit 64-Bit-Apps noch verschärfen. Faktisch gesehen profitiert der Anwender also erst einmal gar nicht von der 64-Bit-Tauglichkeit des A7. Dass Apple das 64-Bit-Zeitalter jedoch schon so früh eingeläutet hat, könnte sich in 4-5 Jahren auszahlen, sollte der Leistungshunger von Smartphone-Apps weiter ansteigen. 64-Bit-Apps wären dann längst Standard. Aber seien wir mal ehrlich: CAD-Programme und professionelle Video- und Bildbearbeitungssoftware wird es auch dann nicht auf dem iPhone geben, dazu ist der Bildschirm viel zu klein. Aber es gibt ja noch das iPad. Apples Tablet wird es also sein, das als erstes von 64-Bit profitiert. Jedoch nicht in diesem und auch nicht im nächsten Jahr.

Rechnet Apples M7-Bewegungsprozessor falsch?

Geschrieben von: Frank.

Seit Erscheinen des iPhones 5s häufen sich die Nutzerberichte über fehlerhafte Berechnungen des Kompasses, des Gyposkops und des Beschleunigungssensors. Da die Probleme nur beim iPhone 5s auftreten, kann iOS 7 als Ursache ausgeschlossen werden. Nun hat auch Gizmodo das Mysterium untersucht und konnte die ungewöhnlichen Messwerte bestätigen. Unser eigenes iPhone 5s zeigt übrigens die gleichen Symptome.

Sicherlich sind die aktuellen Probleme kein Weltuntergang, aber wenn beim Spielen der Rennwagen im Graben landet, oder die Karten-App in die falsche Richtung lotst, kann das schon ärgerlich sein. Wir haben eine starke Vermutung woran es liegen konnte, dass Gyro-Sensor und Kompass einige Grad daneben lieben. Apple beschreibt den neuen M7-Bewegungsprozessor so:

"Jedes iPhone 5s beinhaltet den neuen M7 Motion Co-Prozessor der Daten des Beschleunigungssensors, Gyrosensors und Kompasses sammelt [...]"

Da hier alle Sensordaten zusammenlaufen, haben wir den Verdacht, dass der M7 die Messwerte falsch interpretiert. Damit stehen die Chancen gut, dass Apple das Problem mit einem Software-Update beheben kann.

Skullcandy Crusher: Musik zum Anfassen

Geschrieben von: Frank.

Ein großer Nachteil von Kopfhörern gegenüber einer guten Stereoanlage ist der fehlende Tiefenbass. Tiefe Töne kann man nämlich nicht nur hören, sondern auch fühlen, in Form von Vibrationen (Stichwort Subwoofer). Musik die man hören UND fühlen kann, ist daher stets ein intensiveres Sinneserlebnis als wenn der Klang nur über die Ohren wahrgenommen wird. Der Kopfhörerspezialist Skullcandy hat sich der Problematik nun angenommen und einen Over-Ear-Hörer auf den Markt gebracht, der "Musik zum Anfassen" generiert. Man kann sich den Crusher wie einen Bügelkopfhörer mit eingebauter "Force Feedback-Funktion" vorstellen. Er erzeugt parallel zum ohnehin schon bassstarken Sound punktgenaue Vibrationen, die über die Ohrpolster an euren Kopf übertragen werden. Das dadurch erzeugte Klangerlebnis lässt den Anwender erst einmal sprachlos zurück, denn die Kombination aus Musik hören und Musik fühlen ist äußerst ungewohnt. Zudem verstärkt sich der Basseindruck ins Extreme. (...)

Wenn die Telekom hilft: Unerwünschte Werbe-SMS

Geschrieben von: Frank.

[Update] Nachdem sich "Kunigunde" per Voicemail erneut meldete und weiterhin einen unangemessenen Ton an den Tag legte, sowie eine aufrichtige Entschuldigung vermissen ließ, habe ich meinen Mobilfunkvertrag bei der Deutschen Telekom AG nach 4 Jahren gekündigt. [/Update]

Die Deutsche Telekom AG bietet ihren Kunden die Möglichkeit an sich vor lästiger konzerneigener Werbung durch ihre Tochter Deutsche Telekom GmbH zu schützen. Im Online-Kundencenter muss man dazu lediglich 3 Häkchen entfernen und sollte dann eigentlich seine Ruhe haben. Die Telekom spricht natürlich von "Kundenbetreuung" statt Werbung.

Die entsprechenden Optionen sind nicht ganz so leicht zu finden. Ihr müsst euch z. B. auf T-Mobile.de im Kundencenter einloggen und klickt anschließend auf "InfoCenter" in der linken Menüleiste.

Anschließend nehmt ihr unter "Betreuungswege sämtliche Haken raus. Fertig.

Auch wir unterlagen bislang dem Irrtum nun vor Belästigungen geschützt zu sein, bis vorgestern die folgende Werbe-SMS einging:

Hätte ich im Anschluss nicht den Fehler gemacht mich beim Twitter-Account des Telekom-Service (@telekom_hilft) zu beschweren, würde es diesen Artikel gar nicht geben. Seit heute ist mir aber klar, was mit dem Schlagwort "Service-Wüste Deutschland" gemeint ist.

Der Service-Ablauf bei @telekom_hilft ist immer gleich. Man schreibt die Telekom-Mitarbeiter bei Twitter an, erhält ein kurzes Feedback und eine Direktnachricht, in welcher sich eine Service-E-Mail-Adresse befindet. Per E-Mail schildert man dann sein Problem nochmals. Das habe ich natürlich auch getan und auch gleich einen Screenshot der Werbe-SMS, sowie einen Screenshot der "Betreuungswege-Einstellungen" mitgeschickt.

Eine Antwort kam auf meine E-Mail nicht, stattdessen aber ein telefonischer Rückruf der @telekom_hilft-Mitarbeiterin *Kunigunde (*Name geändert). Kunigunde erklärte mir wortreich, dass ich zwar eine Drittanbietersperre eingerichtet hätte, aber keine Sperre für hausinterne Werbung. Als Kunigunde mich endlich zu Wort kommen ließ, verwies ich auf meine getätigten Einstellungen unter "Betreuungswege", die seit einigen Jahren unangetastet geblieben sind. Erneut betonte Kunigunde das sei die Drittanbietersperre. Falsch! Die Drittanbietersperre kann König Kunde nämlich nur telefonisch oder per E-Mail beauftragen, nicht aber im Kundencenter. Dass selbst dies nicht immer zuverlässig klappt, wisst ihr wenn ihr unseren Artikel zur Drittanbietersperre kennt.

Nachdem ich Kunigunde vorgelesen hatte, welche Einstellungen unter Betreuungswege vorgenommen werden können, änderte Sie die Verteidigungsstrategie. Nun hieß es die Sperre für Werbe-SMS wäre JETZT von den Service-Kollegen eingerichtet worden und aktiv. Natürlich ließ ich Kunigunde nicht im Unklaren darüber dass ich die entsprechenden Haken unter "Betreuungswege" bereits vor Jahren herausgenommen hatte. Ich fragte im Anschluss was denn nun nicht funktionieren würde, das Setzen der Haken oder das korrekte Versenden der Werbe-SMS, und wie nun sichergestellt wird, dass ab jetzt wirklich keine Werbe-SMS mehr eingehen. Die Antwort hierauf blieb Kunigunde schuldig und wurde stattdessen unverschämt. Sie könne nicht nachvollziehen wieso ich wegen einer SMS ein solches Fass aufmache. Ist es wirklich so schwer nachvollziehbar, dass ein Kunde der ausdrücklich betont keine Werbung empfangen zu wollen auch tatsächlich keine Werbung empfangen will?

Konfrontiert mit so viel Dreistigkeit fragte ich nach wie Kunigunde sich solche Frechheiten erlauben könne. Sie erklärte sinngemäß, dass es sich bei @telekom_hilft um einen Social-Media-Kontaktweg handeln würde und dass hier andere Kommunikationsstandards gelten. Mir war bisher nicht klar, dass man als Kunde 2. Klasse gilt, nur weil man als Kontaktweg Twitter gewählt hat. Mit dieser neuen Erkenntnis kann ich nur jedem davon abraten sich an die Telekom-Mitarbeiter von @telekom_hilft zu werden. Vielleicht begreifen die Kollegen wer ihr Gehalt zahlt, wenn die Deutsche Telekom beginnt die aus meiner Sicht überflüssigen Stellen abzubauen.

Blöde Idee: Den Haustürschlüssel unter die Fußmatte legen

Geschrieben von: Frank.

Seit der Chaos Computer Club Apples Fingerabdruckleser mit einfachsten Mittel überlistet hat, ist die Apple-Welt in Aufruhr. Befürworter und Gegner des Fingerscanners liefern sich heiße Diskussionen im Netz. Wir vertreten den Standpunkt "ein Fingerabdruck ist ein schlechtes Passwort". Die Gründe dafür wollen wir kurz auflisten:

  • Fingerabdrücke identifizieren uns eindeutig. Straftaten die mit einem iPhone begangen werden, das mit einem Fingerabdruck gesichert wurde, werden zwangsläufig auf den rechtmäßigen iPhone-Besitzer zurückfallen. Der Grund: Wie hätten Dritte das Gerät entsperren können, wo doch ausschließlich der Besitzer den Schlüssel auf seinen Fingerkuppen trägt?
  • Wir können uns glücklich schätzen in einer Demokratie zu leben. Viele andere Menschen haben jedoch nicht dieses Glück. Jemand der sein iPhone per Fingerabdruck gesichert hat, kann mit Leichtigkeit dazu gezwungen werden das Gerät zu entsperren und die darauf befindlichen Daten preiszugeben. Man denke beispielsweise an Oppositionelle in Russland, Iran, China, etc. Auch Whistleblower haben schlechte Karten, egal wo sie leben.
  • Würdet ihr die PIN für eure EC-Karte auf die EC-Karte schreiben? Würdet ihr euren Haustürschlüssel unter die Fußmatte legen? Nein, natürlich nicht, denn Schlüssel und Schloss müssen getrennt voneinander aufbewahrt werden um ihre Sicherungsfunktion erfüllen zu können. Genauso verhält es sich beim iPhone. Als glattes Gerät, das per Touchscreen bedient wird, ist es übersäht mit euren Fingerabdrücken, also dem Schlüssel. Da Fingerabdrücke mit einfachsten Mittel kopiert werden können, kann jeder der Zugriff auf eure Fingerabdrücke hat auch euer iPhone entsperren. Wer denkt der Aufwand sei dafür zu hoch, hat noch nicht erlebt wozu eifersüchtige (Ehe)partner fähig sind.
  • Gerade Anwender die sich mit Technik nicht so gut auskennen halten einen Fingerabdruckleser für sicher. Daran ist auch Apple schuld, schließlich bewirbt der Konzern seine TouchID-Technik als zuverlässig und manipulationssicher. Wiegt man sich in falscher Sicherheit, wird man unvorsichtig und damit angreifbar.

Die Argumente der Fingerabdruck-Befürworter sind altbekannt und seit Jahren widerlegt:

  • "Ich habe nichts zu verbergen". Wer nichts zu verbergen hat, sollte seine persönlichen Daten wie Name, Geburtsdatum und Adresse auf öffentlichen Websites ablegen, und Passwörter so kurz wie möglich halten. Spätestens wenn Fremde mit der eigenen Identität online shoppen gehen, eine Strafanzeige wegen Betruges auf einer Auktionsplattform eingeht, oder intime Fotos durchs Netz geistern, wird klar welchen Wert Privatsphäre hat.
  • "Meine Fingerabdrücke sind eh kein Geheimnis, ich war schon einmal in den USA." bzw. "Ich habe einen biometrischen Reisepass". Glückwunsch! Aber muss man deswegen den Geheimdiensten auch noch den digitalen Fingerabdruck frei Haus liefern? Erst durch die Verknüpfung von verschiedenen Daten wird eine lückenlose Überwachung möglich. Apples TouchID hat das Potential einen Owell'schen Albtraum zu entfesseln, den wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Die Nutzung des Fingerabdrucks zur Identifizierung würde zu etwas völlig Normalem werden. Bezahlen per Fingerabdruck, Wählen per Fingerabdruck, Unterschreiben per Fingerabdruck, Geld abheben und Geld überweisen per Fingerabdruck. Die Einsatzmöglichkeiten und die Möglichkeiten der Manipulation wären unbegrenzt.
  • "Ein Fingerabdruck ist allemal besser als ein Passcode." Falsch. Einen Passcode kann man ändern. Finger hat man dagegen nur 10. Dazu zwei Brustwarzen. Danach wird es langsam eng mit den biometrischen Merkmalen. Folgerichtig sollte man sparsam mit Ihnen umgehen, es sei denn man hat eine gute Küchenreibe im Haushalt. Hinzu kommt, dass ein Passcode nicht auf allen glatten Oberflächen landet, die wir berühren, ein Fingerabdruck aber schon. Ohne sicheren Passcode ist übrigens auch TouchID wertlos, da das iPhone 5s nach wie vor per Code-Eingabe entsperrt werden kann. Ein iPhone, das zuvor mit der Zahlenfolge "1234" gesichert war, wird durch die Nutzung von TouchID also nicht sicherer. An dieser Stelle sind wir wieder beim Anwender gelandet, dessen Sicherheitsbewusstsein sich nicht plötzlich erhöht, nur weil er einen Fingerabdruckleser nutzt.