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Steve Jobs ist verstorben
Geschrieben von: Frank   

Dass Apple Mitgründer Steve Jobs sich auf der letzten Keynote sehenlassen würde, haben wir nicht geglaubt. Zu schlecht sah sein Zustand auf den Bildern aus, die zuletzt durch die Boulevardpresse gingen. Nun gab Apple bekannt, dass der als Visionär gefeierte Ex-CEO im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Unternehmensführer Tim Cook informierte die Apple-Mitarbeiter und die Presse in einem offenen Brief. Auf Apples Website existiert zudem ein Nachruf.

Steve Jobs' Gesundheit war bis zuletzt ein wohlgehütetes Firmengeheimnis, hatte sein Zustand doch einen direkten Einfluss auf den Aktienkurs von Apple. Der charismatische Apple-Chef litt unter Bauchspeicheldrüsenkrebs und musste sich infolgedessen mehrmals vom Tagesgeschäft zurückziehen. Eine Lebertransplantation vor zwei Jahren gab Jobs noch einmal Kraft, seine Genesung schien voranzuschreiten. Als er aber im August seinen Rücktritt als Apple-CEO bekannt gab war klar, dass es nicht gut um seine Gesundheit bestellt ist.

 
Mitschnitt der Keynote, neue Adapter & iOS 5 Apps
Geschrieben von: Dominik   

"Let's talk iPhone" war das Motto der Keynote gestern. "Let's hear iPhone" heißt es jetzt eher, denn absofort ist die Keynote als Stream und als 1,10 GB großen Download im iTunes Store erhältlich. Und nebenbeigesagt: Ab heute können die Entwickler ihre Apps für iOS 5 einreichen, damit sie zum Start nächsten Mittwoch rechtzeitig im Store sind.

Ab dem 14. Oktober (gleichzeitig der Start des iPhone 4S) wird ein neuer Adapter für das iPhone zu kaufen sein. Die Rede ist von einem Micro-USB Adapter, mit dem sich das iPhone mit einem gewöhnlichen Micro-USB aufladen und synchronisieren lässt. Laut Beschreibung funktioniert der Adapter jedoch nur mit einem iPhone (Classic nicht). Ob die iPod Touch Serie unterstützt wird, ist noch nicht bekannt. Kosten wird der Adapter 9 EUR.

 
iPhone 4S: Alter Wein in alten Schläuchen
Geschrieben von: Frank   

Das Apple Event ist vorbei und dürfte bei manchen Apple-Fans für lange Gesichter gesorgt haben. Großspurig verkündete Apple zu Beginn der Präsentation die Nummer eins zu sein: Nummer eins beim Marktanteil mobiler Betriebssysteme, Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit, Nummer eins bei den Tablets und MP3-Playern. Fast scheint es so als wollte sich Apple damit im Voraus verteidigen für die anschließend schwache Produktvorstellung.

Sämtliche iPods bleiben ein weiteres Jahr unverändert. Das iPod Event 2011 ist damit schlichtweg ausgefallen. Das allein wäre schon eine Negativschlagzeile wert. Darüber kann auch das kaum erwähnenswerte Firmware-Update für den iPod nano nicht hinwegtäuschen. Die neuen 16 Uhrendesigns werden keine zusätzlichen Käufer mobilisieren. Wer einen aktuellen iPod hat, wird ihn behalten, das war's.

Beim iPhone sieht es nur wenig besser aus. Evolution statt Innovation lautet hier die Devise. Am Ende muss sich der geneigte Käufer fragen: Wie viel iPhone 4S brauche ich wirklich? Nach mehr Rechenleistung dürfte es vor allem Spieler und mobile Internet-Surfer gelüsten. Der doppelkernige A5-Prozessor wird Mobile Safari nahezu auf iPad-2-Geschwindigkeit hieven. Aber dies ist auch dringend notwendig um den Anschluss an die Konkurrenten nicht zu verlieren, denn die so oft gepriesenen HTML5-Webinhalte verlangen nach reichlich CPU-Power. Ein Pflicht-Upgrade also.

Auch die neue 8-Megapixel-Kamera muss sich erst noch in der Praxis beweisen. Geht die Auflösung zu Lasten der Lichtempfindlichkeit, wären im Vergleich zum iPhone 4 nicht bessere, sondern schlechtere Schnappschüsse die Folge. Allerdings muss man Apple zugute halten, dass der Konzern in der Vergangenheit stets auf eine möglichst gute iPhone-Kamera Wert legte. Die Möglichkeit Videos endlich in FullHD aufnehmen zu können ist ebenso ein längst fälliges Pflicht-Upgrade, der Bildstabilisator geht als nettes Gimmick durch.

Die nahezu unveränderte Akkulaufzeit des iPhone 4S zeigt die negativen Seiten von Apples Geräte-Schlankheitswahn auf. Ein größerer Akku passt einfach nicht mehr in das knapp bemessene Gehäuse und würde das Gerät zudem schwerer machen. Ohne einen Durchbruch in der Akku-Technologie, und davon ist man aktuell weit entfernt, wird uns auch in den nächsten Jahren kein iPhone mit merklich längerer Akkulaufzeit vorgestellt werden. Die Fortschritte beim CPU-Energiemanagement werden durch die höhere Rechenleistung der Geräte einfach aufgefressen.

14,4 Mbit/s als maximale Datenübertragungsrate im UMTS-Netz klingen erst einmal gut, werden aber von der Konkurrenz schon länger erreicht und führen auch nicht zu einem schnelleren Website-Aufbau. Das Nadelöhr ist nämlich vor allem die hohe Latenz der UMTS-Technik und die limitierte Rechenleistung des Smartphones. In Deutschland drücken zwei weitere Faktoren auf die Datenbremse und die nennen sich Netzabdeckung und Netzüberlastung. Immer mehr Smartphones buchen sich ins Mobilfunknetz ein und damit steigt auch der Datenbedarf. Da sich alle Teilnehmer einer Mobilfunkzelle die maximale Downloadrate teilen, wird in der Praxis nur ein Bruchteil der möglichen Datenübertragungsgeschwindigkeit erreicht. Die Marke 14 Mbit/s wird daher nur in einem nicht existierenden Idealfall geknackt. Der Netzbetreiber muss die Geschwindigkeit vor Ort bereitstellen, die Verbindungsqualität zur Mobilfunkstation muss optimal sein und nicht zuletzt sollten sich auch möglichst keine anderen mobilen Datennutzer in der Nähe aufhalten. Natürlich sind mir persönlich theoretische 14,4 Mbit/s trotzdem lieber als 7,2 Mbit/s, innovativ ist das Verbauen eines gängigen HSPA-Funkmoduls aber nicht, zumal einige Netzbetreiber bereits 21,6 Mbit/s bereitstellen.

Die nach meiner Auffassung einzige echte Hardware-Innovation des iPhone 4S ist die Möglichkeit in allen Mobilfunknetzen der Welt zu funken. Zumindest in Ländern die auf die CDMA-Technik setzen, dürfte sich der vorübergehende Mobilfunkbetreiberwechsel, aber als nicht ganz einfach herausstellen. Das CDMA-Netz kennt nämlich keine SIM-Karte. Ob es Apple gelingt die Mobilfunk-Provider zur Zusammenarbeit zu überreden und ein einfach zu handhabendes, international gültiges Abrechnungsmodell zu schaffen, muss sich erst noch zeigen. Zudem ist völlig offen ob iPhones, die mit einem SIM-Lock versehen sind, einen Abstecher ins fremde CDMA-Netz machen können, oder nicht.

Der von Apple vorgestellte Sprachassistent Siri machte während der Präsentation ordentlich Eindruck auf das Publikum. Die Praxistauglichkeit der Sprachsteuerung zweifle ich persönlich jedoch an, denn dort wo ich mein iPhone besonders häufig nutze, nämlich in öffentlichen Verkehrsmitteln und in öffentlichen Gebäuden, befinden sich in der Regel auch eine Menge Mitmenschen, denen ich weder meine Antwort auf private E-Mails, noch meine zukünftigen Kalender-Ereignisse mitteilen möchte. Für Autofahrer dürfte Siri dagegen eine willkommene Hilfe sein das iPhone auch während der Fahrt zu bedienen, ohne Punkte in Flensburg zu riskieren. Vorausgesetzt natürlich der Sprachassistent versteht den Nutzer trotz der vorherrschenden Geräuschkulisse im Wagen.

Enttäuscht hat mich auch Apples Preispolitik. Bis zu 849 Euro kostet ein iPhone 4S (64 GB Speicher). Ein Speicher-Upgrade (von 16 auf 32 und von 32 auf 64 GB) kostet zudem nicht mehr 100 Euro Aufpreis wie bisher, sondern 110 Euro. Angesichts der lediglich an aktuelle Ansprüche angepassten Hardware und des wachsenden Konkurrenzdrucks, ist das einfach zu viel Geld. Auch das iPhone 4, das weiterhin erhältlich ist und für 519 Euro über die Ladentheke geht, kostet für ein 8-GB-Modell zu viel. Gemäß Apples Speicher-Upgrade-Logik müsste ein iPhone 4 mit doppeltem Speicher, also 16 GB, 110 Euro mehr kosten. Damit würde ein fiktives (jetzt nicht mehr erhältliches) iPhone 4 mit 16 GB Speicher 629 Euro kosten. Genau so viel wie ein iPhone 4S mit identischem Speicherplatz. Diese Preisgestaltung erschließt sich mir persönlich nicht. Ebenfalls als zu teuer empfinde ich das iPhone 3GS mit 8 GB. Stolze 369 Euro verlangt Apple immer noch für ein gut zweieinhalb Jahre altes Gerät, das sich in dieser Preisklasse bereits mit aktuelleren  Top-Smartphones des Android-Lagers messen muss. Etwas Positives haben die hohen Preise dann aber doch: Der Wertverlust aktueller iPhones hält sich damit in Grenzen und wer sein altes iPhone bei eBay versteigert möchte, wird noch einen guten Preis erzielen.

Eines steht für mich seit gestern jedoch fest: Der Apple-Kult hat einen tiefen Kratzer bekommen. Nach dem Auffahren dieser eher enttäuschenden Produktpalette dürfte der Druck auf CEO Tim Cook erheblich wachsen. Apple-Fans machen derweil ihrem Ärger im Internet Luft. Nur eine Minderheit scheint mit dem iPhone 4S zufrieden zu sein. Nach gut 1,5 Jahren hätte Apple mehr auffahren müssen, lautet die Meinung einiger Nutzer. Die Konkurrenz wird das gewonnene Jahr, bis zur Vorstellung des iPhone 5, zu nutzen wissen und weiter zu Apple aufschließen, wenn nicht gar zum Überholmanöver ansetzen.

 
Apple-Event: Neues iPhone, alte iPods
Geschrieben von: Frank   

Das heutige Apple-Event leitete der frischgebackene CEO Tim Cook. Der Nachfolger von Steve Jobs führte die Zuhörer souverän durch die Veranstaltung und wurde so seiner neuen Rolle gerecht. Wie immer begann die Veranstaltung mit eher langweiligen Geschäftszahlen, die wir euch an dieser Stelle gerne ersparen möchten.

Als erste halbwegs interessante Neuigkeit präsentierte Scott Forstall eine Postkarten-App, wie es sie bereits in zahlreichen Varianten im App Store gibt. Auch hier hat sich Apple mal wieder bei den Ideen der Entwickler bedient, denn das Prinzip ähnelt PokaMax und Co. Nachdem der Nutzer Design und Motiv der Karte ausgewählt hat, schickt Apple diese auf dem Postweg zum Empfänger. Ist die Karte angekommen, soll es auch noch eine Push-Benachrichtigung für den Absender geben. Ob der Push-Service nur für die USA realisiert werden kann oder weltweit verfügbar sein wird, lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht sagen. Mit 2,99 $ pro Karte unterscheidet er sich jedenfalls kaum von der Konkurrenz. Ein internationaler Brief schlägt sogar mit knapp 5 $ zu Buche.

Im Anschluss rief Forstall den Zuhörern noch einmal die Funktionen des kommenden iOS-5-Betriebssystems ins Gedächtnis. Auch diese Infos wollen wir nicht noch einmal wiederkäuen und verweisen daher an dieser Stelle auf Apples offizielle iOS-5-Website und natürlich auf unsere eigenen iOS-5-Artikel (iOS 5 allgemein, Benachrichtigungen und iMessage, Mobile Safari, System-Apps). iOS 5 wird am 12. Oktober erscheinen.

Auch Eddy Cue, der nach Forstall die Präsentation weiter führte, wusste nichts Weltbewegendes zu berichten und betete die bereits seit Monaten bekannten iCloud- (Start 12. Oktober) und iTunes Match-Features (Start Ende Oktober in den USA) erneut herunter. Neu war lediglich der neuen Find My Friends-Service, der uns ziemlich stark an Googles Latitude erinnert. Wer seinen Aufenthaltsort mit Freunden teilen möchte, kann dies also auch bald über eine Apple-Anwendung tun.

iPods

Phil Shiller präsentierte im Anschluss ein paar neue aber eher unspektakuläre Funktionserweiterungen für den iPod nano. Statt in einer Vierer-Anordnung lassen sich die Programmsymbole auf Apples Mini-iPod nun auch bildschirmfüllend darstellen. Durch eine Wischgeste wechselt man zwischen den Anwendungen. Praktischer ist da schon eher die Verbesserung der Fitness-Features: Läufer können ihre Trainingseinheiten zukünftig auch ohne Nike+-Dongle aufzeichnen. Wer seinen iPod nano gerne als Uhr am Handgelenk trägt, wird sich eventuell über die 16 neuen Uhren-Designs freuen, die Apple integriert hat. Alle anderen dürften spätestens jetzt mit dem Gähnen beginnen. Den kaum veränderten iPod nano will Apple für 129 Euro in der 8-GB-Ausführung anbieten. 16 GB schlagen mit 149 Euro zu Buche. Auch zum iPod touch kann Shiller nichts Neues berichten. 8 GB werden 189 Euro kosten, 32 GB 289 Euro und 64 GB 389 Euro. Damit wird auch der iPod touch etwas billiger. Ach ja: Es wird auch ein weißes Modell geben. Der neue alte iPod touch erscheint ebenfalls am 12. Oktober.

iPhone 4S

Statt eines iPhone 5 präsentiert Shiller abschließend das iPhone 4S, eine aufgebohrte Variante des iPhone 4. Wir fühlen uns an die Vorstellung des iPhone 3GS erinnert, das mit mehr CPU-Power und einer besseren Kamera beworben wurde. So verhält es sich auch diesmal mit dem 4S, das einen A5-Chip mitbringt und damit doppelt so schnell rechnen soll wie der Vorgänger. Die Grafik soll gar 7x flotter sein als beim iPhone 4, kräftig genug um die Grafikeffekte von Infinity Blade II darzustellen, das am 1. Dezember 2011 im App Store aufschlagen soll. Ganz glücklich ist die Namensgebung 4S nach unserer Auffassung nicht gewählt, könnte doch das 4S auch als "for ass" (Engl.: Esel, Dummkopf, Arsch) verstanden werden.

Apple verspricht für das iPhone 4S eine nahezu identische Akkulaufzeit im Vergleich zum iPhone 4:

  • 8 Stunden Sprechzeit mit 3G (+1 Stunde im Vergleich zum iPhone 4)
  • 14 Stunden Sprechzeit mit 2G (identisch mit iPhone 4)
  • 6 Stunden 3G-Surfen (identisch mit iPhone 4)
  • 9 Stunden Wi-Fi-Surfen (-1 Stunde im Vergleich zum iPhone 4)
  • 10 Stunden Videowiedergabe (identisch mit iPhone 4)
  • 40 Stunden Audiowiedergabe (identisch mit iPhone 4)

Natürlich kann man immer mehr Akku-Power gebrauchen, und auch wir hatten uns eine Prise mehr erhofft, aber bei der hoffentlich deutlich gestiegenen Rechenleistung des iPhone 4S, kann man auch mit identischen Akkulaufzeiten durchaus zufrieden sein.

Apple hat außerdem das umstrittene Antennendesign des iPhone 4 verändert. Wir erinnern uns an dieser Stelle an Antennagate, und dass Apple letztes Jahr natürlich keinen Konstruktionsfehler eingeräumt hat. Die Abänderung der Antennenkonstruktion ist jedoch nichts anderes als ein indirektes Schuldeingeständnis, denn warum sollte man funktionierende Teile austauschen, zumal das iPhone 4S doch nur eine leicht überarbeitete Version des iPhone 4 darstellt? Das neue Antennendesign soll es dem iPhone 4S ermöglichen intelligent zwischen den beiden verbauten Antennen zu wechseln um bei Bedarf die Empfangsqualität zu verbessern. Auch die HSPA-Geschwindigkeit des neuen iPhones wird angehoben. Der Downlink verdoppelt sich von theoretischen 7,2 Mbit/s auf 14,4 Mbit/s. Der Uplink bleibt bei 5,8 Mbit/s. Da hiesige Mobilfunknetze schon zum Teil 21,6 Mbit/s unterstützen, wäre ein noch flotteres Mobilfunkmodul durchaus angemessen gewesen. So zieht Apple lediglich mit der Konkurrenz gleich. Immerhin wird nun das "World Phone" Realität. Apples iPhone 4S funkt als erstes uns bekanntes Smartphone sowohl mit dem in den USA und Asien üblichen CDMA-Standard, als auch mit dem in Europa gängigen GSM-Standard.

Das 4S bekommt zudem eine 8-Megapixel-Kamera spendiert. Ob sich damit letztlich wirklich bessere Bilder knipsen lassen, muss sich erst noch zeigen, denn falls der Fotosensor nicht vergrößert wurde, verteilen sich mehr Pixel auf einer geringeren Fläche. Das bedeutet nichts anderes, als dass pro Pixel weniger Licht zur Verfügung steht, was bei schwierigen Beleuchtungsverhältnissen zu Bildrauschen führt. Apple hat hier klugerweise gegengesteuert und einen BI-Sensor eingebaut. Dieser soll 73% mehr Licht einfangen können und zudem für 33% schnelleres Auslösen sorgen. Ein Infrarotfilter soll die Farbtreue optimieren. Eine neue fünfteilige Linse verspricht mehr Schärfe. Für einen besseren Weißabgleich und Gesichtserkennung soll ein neuer Signalprozessor sorgen. Zusammengefasst: Das iPhone 4S bringt eine völlig neue Kamera mit. Dies macht sich auch bei Videos bemerkbar, denn erstmals kann ein iPhone in FullHD (1080p) aufzeichnen. Ein Bildstabilisator bekämpft verwackelte Sequenzen.

Sehr interessant wirkt der von Scott Forstall vorgestellte Sprachassistent Siri. Dieser erlaubt es Apples Standards-Apps per Sprache zu steuern. Der Assistent erkennt dabei verschiedenste Formulierungen, man ist also nicht wie bei der bisherigen Sprachsteuerung auf spezielle Kommandos angewiesen. Siri kann Kalendereinträge vornehmen, oder prüfen ob zu einer bestimmten Tageszeit ein Meeting ansteht. Der Nutzer fragt den Assistenten so, als würde er mit seiner Sekretärin sprechen. Siri kann aber noch viel mehr, beispielsweise eingegangene Nachrichten vorlesen, oder auf selbige antworten. Der Assistent kann das Wetter ansagen, Adressen herausfinden, ortsabhängige Erinnerungen setzen, die Musikwiedergabe starten, Anrufe einleiten, etc. Siri ist die erste ernstzunehmende Innovation die Apple heute präsentiert hat und bleibt leider auch die einzige. Wie sich der Sprachassistent in den Nutzeralltag einpflegt wird vor allem davon abhängen, wie und wo man sich hauptsächlich mit dem iPhone 4S aufhält. In einer vollbesetzten Bahn wird wohl niemand freiwillig "Sende Schatzi eine SMS" in sein Smartphone sprechen, geschweige denn geschäftliche E-Mails diktieren wollen. Siri wird Englisch, Deutsch und Französisch verstehen. Wie gut der Dienst mit lokalen Dialekten klarkommt, wird sich in der Praxis zeigen.

Preislich hat sich beim iPhone 4S nicht viel getan. Das 16-GB-Modell wird man ab dem 7. Oktober für 629 Euro vorbestellen können. Die Auslieferung folgt am 14. Oktober in den USA, Deutschland, Frankreich, Japan, Großbritannien, Australien und Kanada. Am 28. Oktober folgen zahlreiche europäische Länder, darunter auch Österreich und die Schweiz. Die deutschen Apple Stores öffnen am ersten Verkaufstag schon um 8 Uhr morgens ihre Pforten. Die 32-GB-Variante wird 739 Euro kosten. Erstmals gibt es auch ein iPhone mit 64 GB Speicher, das 849 Euro kosten wird. Das iPhone 4 wird es als abgespeckte 8-GB-Version für 519 Euro weiterhin geben, genauso wie das iPhone 3GS, das ab sofort für 369 Euro mit ebenfalls 8 GB Speicher erhältlich ist.

Viele Apple Fans haben sicher mehr erwartet als ein aufgebohrtes iPhone 4 mit einem persönlichen Sprachassistenten. Und auch Giga hat sich zu 98% geirrt. Enttäuschend war auch die iPod-Linie, die diesmal scheinbar völlig übergangen wurde. Ob der iPod touch wenigstens ebenfalls einen A5-Chip eingepflanzt bekommt, werden wir wohl erst in den nächsten Tagen erfahren. Apples Website zum iPhone funktioniert momentan noch etwas unzuverlässig, das sollte sich aber in den nächsten Stunden legen. Auch ein Video zum iPhone 4S ist bereits online.

 
(iPhone-)Schnäppchen der Woche: Die Siedler von Tandrien
Geschrieben von: Frank   

Die Siedler von Tandrien waren zwar schon einmal unser Schnäppchen der Woche, doch da es sich nach unserer Auffassung um ein viel zu wenig beachtetes Spiel handelt, sprechen wir an dieser Stelle nochmals unsere Empfehlung aus. Bis 5. Oktober könnt ihr das Strategie-Game für günstige 79 Cent aus dem App Store laden. Die Preisreduzierung gilt diesmal leider nur für die iPhone-Version. Hier noch ein Auszug aus unserem letzten Kurz-Review:

Die Siedler von Tandrien ist eine gelungene Mischung aus Tower-Defense und Aufbaustrategie. Das Spielprinzip beruht aber nicht nur auf dröger Einigelungstaktik. Oft ist das Hauptziel die Zerstörung des gegnerischen Schlosses. Natürlich muss das eigene Schloss vor den feindlichen Truppen geschützt werden. Das kluge Einsetzen von offensiven und defensiven Truppen ist daher gefragt.

Auch die Auswahl und Baureihenfolge der zahlreichen Gebäude spielt eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen die Rekrutierung besonderer Einheiten, sparen Rohstoffe ein, oder lassen sich in mächtige Verteidigungstürme verwandeln. Beim Ausbau der eigenen Siedlung ist nicht zuletzt auf die Beschaffenheit des Geländes zu achten.

In der 25-stufigen Kampagne gilt es das Land Tandrien zu befreien. Die Missionen sind abwechslungsreich und nicht zu schwer. Im Mehrspieler-Match kann man gegen einen menschlichen Kontrahenten am selben Gerät antreten. Ein WiFi- oder Bluetooth-Modus fehlt.

 
Napster wird universal
Geschrieben von: Frank   

Die durchaus gelungene App des Musikflatrate-Dienstes Napster war bislang nicht vollständig. Eine für das iPad optimierte Version fehlte. Nun reicht Napster die seit vielen Monaten durch die Nutzergemeinde geforderte Funktion nach und macht die Anwendung zur Universal-App. Leider sind die hinterlegten Alben-Cover noch nicht in hoher Auflösung verfügbar und präsentieren sich im Player als grober Pixelhaufen. Ansonsten macht der iPad-Ableger einen guten Eindruck.

 
Die absurden Auswüchse der iPhone-Gerüchteküche
Geschrieben von: Frank   

Die kurz vor einem Apple-Event überschäumende Gerüchteküche ist uns immer wieder ein Graus. Munter wird ohne jede Wissensgrundlage spekuliert und ins Blaue hinein geraten. Die Wahrheit wird dabei, wenn überhaupt, nur zufällig gestreift. Schon Im Frühjahr haben wir uns den Spaß erlaubt zu bilanzieren, welche iPad-2-Gerüchte zutreffend waren und welche nicht, mit erschreckendem Ergebnis: 69% der Vorhersagen waren falsch.

Dieses Jahr wird die Trefferquote der Gerüchteküche nicht besser aussehen, denn für die Jagd nach Werbeeinnahmen bringenden Klicks scheint manchem Websitebetreiber jedes Mittel recht zu sein. Das Giga-Netzwerk schießt diesmal den Vogel ab und verspielt den letzten Funken seriösen Anscheins. Die Redaktion hat ein Modell anfertigen lassen und bezeichnet es als iPhone-Prototyp. Das ist in etwa so als würde man zu Hause die neue Boeing 787 als Revell-Bausatz im Maßstab 1:144 nachbauen und behaupten man hätte den Prototyp eines Großraumflugzeugs geschaffen. Der Unterschied dürfte spätestens auffallen wenn man versucht einzusteigen.

Die irreführende Bezeichnung Prototyp wurde wohl kaum zufällig gewählt, schwirrt doch wieder mal angeblich ein verlorener iPhone-Prototyp in der Weltgeschichte herum. Doch warum baut man ein Modell auf der Grundlage von Gerüchten? Die Begründung der Giga-Redaktion lautet, man könne sich das zukünftige Gerät dann besser vorstellen und erste haptische Erfahrungen sammeln. Wer denkt das sei nur eine unglückliche Formulierung, der irrt. Das meinen die Jungs wirklich ernst und veranstalten ein Video-Review auf Youtube, inklusive Apple-Fan-typischer Auspack-Zeremonie. Das iPhone 5 läge gut in der Hand und fasse sich "organisch" an. Gut zu wissen.

Für mehr Drama im provisorischen Studio wird das Modell in einem viel zu großen Metallkoffer auf den Tisch gelegt. Der ist natürlich anfangs verschlossen, handelt es sich doch um einen hochgeheimen iPhone-Prototypen. Klar. Zu 99% würde die nächste iPhone-Generation so aussehen wie das in die Kamera gehaltene Modell, versichert der im Video auftretende Giga-Mitarbeiter, korrigiert sich später aber auf 98% herunter. Woher man diese Vorhersagegenauigkeit nehmen will, bleibt offen. Aufmerksame Leser haben noch die von uns ermittelte Trefferquote der iPad-2-Gerüchte im Hinterkopf.

Damit das Giga-Modell auch wie ein iPhone aussieht, steht auf der selbstgebastelten Verpackung und auf der Modellrückseite der Schriftzug "iPhone". Natürlich darf auch das Apple-Logo nicht fehlen. Dass dabei Apples Markenrechte verletzt werden, scheint weniger zu stören. Der Giga-Mitarbeiter tut während des gesamten Reviews so, als würde es sich tatsächlich um ein iPhone 5 handeln. Dabei stehen Formfaktor und Bezeichnung der nächsten iPhone-Generation noch lange nicht fest, schließlich gibt es zahlreiche widersprüchliche Gerüchte. Geradezu absurd wirkt daher der im Video durchgeführte Größenvergleich mit dem iPhone 4 und dem iPhone 3GS.

Auch eine Vorhersage der technischen Daten der nächsten iPhone-Generation bleibt dem Zuschauer nicht erspart. Der Giga-Mitarbeiter vermeidet dabei auffallend oft den Konjunktiv und stellt seine Vermutungen als Tatsachen dar. Wir freuen uns dass der Spuk vorerst am 4. Oktober ein Ende haben wird und uns ein paar gerüchtearme Wochen bevorstehen.

 
Überraschung beim ComputerBild Handy-Banking-Test
Geschrieben von: Dominik   

In der aktuellen Ausgabe der ComputerBild wurden insgesamt vier Finanzapps für das iPhone, iPad und für das Android-Betriebssystem getestet. Zwei davon haben wir bereits für euch getestet: iControl und iOutbank Pro. Die zwei anderen Apps waren StarMoney und die T-Banking App, die jedoch auf "mangelhaft" heruntergestuft wurde. Der Test sorgte jedoch trotzdem noch für eine Überraschung, denn iControl (4,99 EUR;"preiswert") belegte den ersten Platz. Wer meint, dass iOutbank direkt da hinter ist, der liegt falsch, denn den zweiten Platz machte StarMoney. iOutbank machte den dritten Platz und war zudem noch mit 6,99 EUR ("noch preiswert") die teuerste App der vier getesteten. Hier das Fazit der mit der Note 2,57 bewerteten App iControl:

Komfortabler und einfacher als mit iControl lässt sich derzeit das Bankkonto auf iPhone oder iPad von unterwegs nicht verwalten. (...)

Das Fazit für iOutbank mit der Note 3,11 sieht da schon etwas anders aus:

Für die üblichen Geldgeschäfte genügt diese App vollauf. Sie bietet war nur einen geringen Funktionsumfang, aber für die schnelle Überweisung unterwegs recht's allemal.

Wie die Meinungen unterhalb der User doch auseinander gehen können...

 
Im Test: Mau Mau und Reversi
Geschrieben von: Dominik   

Heute haben wir wieder einen Doppelreview für euch vorbereitet. Vor geraumer Zeit haben wir euch bereits die App Schwimmen aus dem Hause Intent Software vorgestellt. Mit der Zeit haben sie zwei weitere Apps, die wir heute einmal näher vorstellen möchten: Mau – Mau und Reversi. Beide kosten jeweils 79 Cent und sind sowohl für das iPhone als auch für das iPad entwickelt. Das erstgenannte Spiel sollte eigentlich jedem bekannt sein. Damals schon mit den richtigen Karten für viel Spielspaß und Freude, wenn der andere zwei Karten ziehen muss, gesorgt, werden wir nun schauen, ob der Spielspaß aufs iPhone übertragen werden konnte. Reversi war mir am Anfang ein wenig unbekannt, da es (wahrscheinlich) nicht gerade ein Spiel – genau gesagt Brettspiel - aus meiner Generation ist, denn die Historie des Spiels geht bis ins Jahr 1880 zurück. Aber genug von Geschichte: Widmen wir uns nun den beiden Apps. Mischen wir also schon mal die Karten. (...)

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Schnäppchen der Woche: Business-Wörterbücher von PONS
Geschrieben von: Frank   

Heute haben wir wieder einen Tipp für die Sparfüchse unter euch. Bis zum 5. Oktober 2011 könnt ihr die Business-Wörterbücher Englisch <-> Deutsch, Französisch <-> Deutsch und Spanisch <-> Deutsch für 14,99 Euro statt 29,99 Euro herunterladen. Die Nachschlagewerke belegen je nach Ausgabe 105 bis 130 MB Speicherplatz auf eurem iOS-Gerät und sind auch ans iPad angepasst. Die Business-Wörterbücher können sich in Sachen Umfang durchaus sehen lassen. Beispielsweise bringt die Englisch-Deutsch-Ausgabe 345.000 Stichwörter mit und wird damit nur noch von der Premium-Variante mit ihren 390.000 Begriffen geschlagen. Letztere kostet allerdings auch stolze 49,99 Euro.

Auch die deutsche Rechtschreibung will gelernt sein. Mit 140.000 Stichwörtern ist PONS auch hier gut aufgestellt. Das "Wörterbuch Deutsche Rechtschreibung von PONS" ist bis 5. Oktober von 19,99 Euro auf 9,99 Euro reduziert.

 
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