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Linkase Pro: Besserer 3G- und WLAN-Empfang fürs iPhone

Geschrieben von: Frank.

Erinnert ihr euch noch an die Ära in der Mobiltelefone sichtbare Antennen hatten? Diese Zeiten sind lange vorbei, denn die Netze sind seit Jahren so engmaschig, dass man fast überall problemlos telefonieren kann. Handys haben sich jedoch zu Smartphones weiterentwickelt und das Telefonieren ist nur noch ein relativ kleiner Aufgabenbereich der vielseitigen Hosentaschen-Computer. Viel wichtiger ist heutzutage eine gute Datenverbindung, denn hierüber laufen alle modernen Kommunikationswege ab: Internet-Browsing, Messenger-Dienste, soziale Netzwerke, Internettelefonie, Audio- und Video-Streaming, sowie die gute alte E-Mail. Kurz gesagt: Ohne schnelle Datenverbindung ist ein Smartphone nicht mehr als ein teurer Taschenrechner. Leider haben die Mobilfunkanbieter versäumt die schnellen Datennetze flächendeckend auszubauen. Während man in Städten recht häufig auf ein sauberes 3G- und LTE-Signal trifft, schaut man in ländlichen Gebieten nicht selten in die Röhre. Doch selbst in Großstädten kommt es vor, dass Apples iPhone in bestimmten Gebäuden plötzlich nur noch einen schlechten oder gar keinen Empfang vorweisen kann.

Dieses lästigen Problems hat sich nun der Taiwanesische Hersteller Absolute Technology angenommen. Er verspricht, dass sein brandneues Linkase Pro mindestens 1 Empfangssignal-Balken mehr aufs iPhone-Display zaubert, wobei man seit iOS 7 wohl eher von "Empfangs-Kreisen" sprechen muss. Natürlich haben wir dieses Versprechen überprüft, mit überraschendem Ergebnis.

Absolute Technology setzt zur Verbesserung des 3G-Signals auf ein sogenanntes EMW-Element (EMW = Electro Magnetic Waveguide). Wie eine zusätzliche Antenne wird es aus dem Case herausgeschoben. Der schmale Streifen kann in der Tat als Verlängerung der iPhone-Antenne betrachtet werden. Er hat nämlich die Aufgabe die elektromagnetische Energie des 3G-Signals weiterzuleiten. Der bessere Empfang resultiert schließlich aus der Tatsache, dass das Mobilfunksignal nicht mehr von der Hand, die das iPhone festhält, abgeschirmt oder gestört wird. In der Bedienungsanleitung wird das Prinzip sehr anschaulich dargestellt.

Auch Vieltelefonierer profitieren vom Linkase Pro. Der Großteil der elektromagnetischen Energie wird vom Kopf weggeleitet. Dies sorgt nicht nur für besseren Empfang, sondern reduziert auch die Strahlenbelastung für den Körper. Schließlich ist immer noch nicht endgültig geklärt, ob Mobilfunkstrahlung für den Menschen schädlich ist oder nicht. Ein weiterer willkommener Nebeneffekt ist eine im Mittel um 20% längere Akkulaufzeit, da das iPhone durch den besseren Empfang die Sendeleistung herunterfahren kann. Auch den WLAN-Empfang kann das Linkase Pro verbessern. Wie sein Vorgänger verfügt es nämlich auch über ein EMW-Element für WiFi.

Je schlechter der Empfang in der Praxis ist, desto deutlicher kann das Linkase Pro seine Stärken ausspielen. Beispielsweise habe ich im Büro ein derart schlechtes 3G-Signal, dass das iPhone auf EDGE zurückfällt. Auch mit der deutlich langsameren Datenverbindung, die durch ein E neben dem Providernamen symbolisiert wird, sind mir nur 2 Empfangssignalbalken gegönnt. Auf die theoretischen 0,2 Mbit/s, die mit EDGE möglich sind, komme ich daher nicht einmal annähernd. Ziehe ich aber das EMW-Element aus dem Linkase Pro, reicht die Signalqualität sogar für eine stabile 3G-Verbindung mit 2 Balken! Der Effekt auf die Datenübertragung ist gewaltig. Statt magerer 0,05 - 0,1 Mbit/s (EDGE), mit denen selbst das Aufrufen einer mobilen Website quälend lange dauert, oder sogar gelegentlich scheitert, komme ich nun in den Genuss von satten 6-8 Mbit/s (HSPA), mehr als so mancher zu Hause über seine DSL-Leitung empfangen kann. Das EMW-Element des Linkase Pro hat also aus einer praktisch nutzlosen Datenverbindung einen flotten Internetzugang gezaubert. Der Geschwindigkeitszuwachs beträgt in meinem Fall 6.000-16.000% und fühlt sich in der Praxis auch genauso an.

Fazit

Ich bin vom Linkase Pro begeistert! Es ist die erste Schutzhülle, die wohl dauerhaft an meinem iPhone bleiben wird, da ich den 3G-Signal-Boost nicht mehr missen möchte. Letzterer ist übrigens unabhängig von eurem Netzbetreiber. Leider funktioniert das Case nicht mit den LTE-Frequenzen in Deutschland.

Das Linkase Pro könnt ihr direkt auf der Website von Absolute Technology kaufen. Es passt für das iPhone 5/5s und ist in schwarz, weiß, pink und blau erhältlich. Der Preis von 39,95 Dollar geht in Ordnung. Für den Versand kommen nochmal 20 Dollar oben drauf. Zusammen sind das umgerechnet 44 Euro.

50 GB Cloud-Speicher gratis abstauben

Geschrieben von: Frank.

Cloud-Speicher ist praktisch. Er ermöglicht die Synchronisation der wichtigsten Dateien über mehrere Geräte und man kann selbst von unterwegs auf die Online-Festplatte zugreifen. Die meisten Cloud-Dienste lassen sich kostenlos nutzen, jedoch ist dann der Speicherplatz auf einige wenige Gigabyte begrenzt, gerade mal genug um ein paar Fotos und Dokumente abzulegen. Wer mehr Volumen braucht, muss tief in die Tasche greifen und ein Abo eingehen. Beispielsweise kosten 50 GB in Apples iCloud satte 80 Euro pro Jahr.

Diesen Betrag kann man sich nun sparen, denn der Cloud-Anbieter box bietet seinen Anwendern ab sofort 50 GB Gratis-Speicher. Das müsst ihr tun um die rund 50.000 MB abzustauben:

  1. Ladet euch die kostenlose box-App herunter.
  2. Meldet euch mit einem bestehenden box-Konto an oder legt einen neuen Account in der App an.
  3. Meldet euch mit euren box-Account in der App ab.
  4. Meldet euch mit euren box-Account in der App wieder an.
  5. Fertig. Glückwunsch, ihr seid nun stolzer Besitzer von 50 GB Cloud-Speicher.

Apples M7-Prozessor: Das Ende der Fitness-Tracker?

Geschrieben von: Frank.

Sie liegen voll im Trend und heißen Fitbit Flex, Withings Pulse, Misfit Shine, Nike Fuelband und Jawbone Up. Ihr habt es erraten, heute geht es um Fitness-Tracker. Sie begleiten den Träger rund um die Uhr und sollen ihn zu mehr Bewegung animieren. Doch haben die smarten Datenlogger überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Mit dem iPhone 5s hat Apple nämlich einen neuen Bewegungsprozessor eingeführt, der Ähnliches leistet wie die Trend-Gadgets. Wer auf eine Schlafüberwachung und die tägliche Anzahl der zurückgelegten Treppenhausstockwerke verzichten kann, fährt mit Apples M7 nicht schlechter als mit den oben genannten Fitness-Begleitern.

Während die Tracker-Hersteller versuchen sich gegenseitig mit neuen Funktionen zu übertrumpfen, und so den Geräteanschaffungspreis von 100 Euro und mehr zu rechtfertigen, reicht für die meisten Nutzer eine einfache Schrittzählerfunktion. Diese bietet das iPhone 5s von Haus aus, man braucht nur eine passende App, wie beispielsweise Motion M7. Die Anwendung spuckt nicht nur die zurückgelegten Schritte und Kilometer aus, sondern versucht sogar festzustellen, ob man gegangen, gerannt oder gefahren ist. Bis auf den Schrittzähler ist Motion M7 jedoch nicht besonders genau, so dass die angegebenen Zeiten nur als Anhaltspunkt dienen können. Nichtsdestotrotz ist die App angenehm einfach gestrickt und genau das Richtige für alle die einfach nur Schritte zählen wollen.

Deutlich professioneller und akkurater arbeitet die kostenlose Fitbit-App. Sie kann ohne Aktivitäts-Tracker genutzt werden, so lange man ein iPhone 5s sein eigen nennt. Die App bietet nicht nur eine grafische Auswertung der gesammelten Daten, sondern spornt den Nutzer auch mit virtuellen Auszeichnungen an. Das Fitbit-System bietet außerdem den Vorteil Speisen und Getränke in die tägliche Kalorienauswertung mit einzubauen. Wer ernsthaft abnehmen möchte, hat daher mit der Fitbit-App das richtige Werkzeug in der Hand. Nachteil: Man muss ein Benutzerkonto anlegen.

Gut gefallen hat uns auch das kostenlose Nike+ Move. Die App bezirzt den Nutzer mit reichlich Eye Candy und vergibt Punkte anstatt Schritte zu zählen. Je intensiver man sich bewegt, desto mehr Boni werden aufs Nike-Benutzerkonto gutgeschrieben. Für Ansporn sorgt der soziale Aspekt. Man kann Freunde einladen und sich so im Bewegungs-Wettstreit mit ihnen messen. Auch die grafische Auswertung der Daten kann sich sehen lassen, lässt aber auf Grund des Punktecharakters keine fairen Vergleiche zu. Weniger gut ist die Tatsache, dass man wichtige Körperdaten wie Größe und Gewicht nur über die Web-Oberfläche und nicht über die App eingeben kann. Im Nike-Benutzerkonto hinterlegte Bilder ignoriert die Anwendung. Stattdessen wird das Foto aus dem Gamecenter-Account übernommen.

Fazit

Wer ein iPhone 5s besitzt und seine Bewegungsdaten überwachen möchte, wird in der Regel auch ohne separaten Aktivitäts-Tracker glücklich. Das Aufladen des Datenloggers und dessen Synchronisation mit dem iPhone gehören somit der Vergangenheit an. Zudem muss man keine Angst mehr haben die doch recht kleinen und leicht zu übersehenden Fitness-Gadgets zu verlieren oder einfach zu Hause zu vergessen.

Wichtige Randbemerkung: Für möglichst korrekte M7-Messwerte solltet ihr das iPhone in der Hosentasche transportieren.

Kinderhörspiel auf dem iPad / iPhone: Minas Abenteuer

Geschrieben von: Dominik.

Die Hauptfigur ist - man kann es sich fast denken - die zwölfjährige Mina, die von ihrer Mutter auf ein Internat geschickt wird. Dieses Kinder-Hörspielmusical gibt es sowohl in englischer und deutscher Sprache und ist für Kinder zwischen vier und vierzehn Jahren geeignet. Kinder können bei diesem Hörspiel die Welt nicht nur sehen und hören, sondern auch musikalisch und spielerisch entdecken. Das Besondere an Minas Abenteuer ist, dass es das erste Kinder-Hörspielmusical der Welt ist, das auch in Form einer passenden App für iOS – Geräte veröffentlich worden ist. Die von Apps2Go entwickelte App gibt es zur Zeit noch zum Einführungspreis von 1,79 EUR. Die passende Hörspiel-CD gibt es auch bei iTunes und kostet 6,99 EUR.
 
Prinzipiell gibt es bei dieser App eigentlich nichts zu erklären. Das Hörspiel läuft im Hintergrund und man hat die Möglichkeit, auf dem Display diverse Dinge (wie beispielsweise eine Pferdekutsche, Bäume etc.) anzutippen, woraufhin dann etwas passiert. In folgendem Video könnt ihr euch einmal die ersten Minuten des Hörspiels anhören und seht auch, welche Interaktionsmöglichkeiten es bereits am Anfang des Hörspiels gibt. (...)
 

iOS 7: Mail-App wählt Absender-Konto automatisch nach Empfänger aus

Geschrieben von: Frank.

 

Dass Apple bei der Entwicklung von iOS 7 teilweise auch gute Arbeit abgeliefert hat, beweist eine praktisch Funktion der Mail-App, die uns bisher gar nicht aufgefallen ist. Wenn ihr wie wir eine ganze Hand voll E-Mail-Konten pflegt, merkt sich iOS welche eurer Kontakte ihr häufig mit E-Mail-Account A anschreibt, und welche mit E-Mail-Account B bzw. C. Beim Verfassen einer neuen E-Mail wählt die Mail-App dann automatisch das richtige E-Mail-Konto aus, nachdem ihr den Namen des Empfängers in das Feld "An" eingetragen habt.

HD PVR Rocket von Hauppauge

Geschrieben von: Dominik.

Das aus den USA stammende Unternehmen ist bekannt für ihre unterschiedlichen Produkte aus dem Bereich der TV-Karten für den PC oder Mac. Die Produktpalette umfasst aber heutzutage viel mehr als nur TV-Karten. High Definition Videorekorder, externe TV Tuner oder Live-TV auf dem iPad sind weitere Bereiche, die sich Hauppauge widmet. In der Vergangenheit haben wir bereits zwei Produkte (Colossus und HD PVR 2) aus dem Hause getestet und waren immer zufrieden.
 

Nehmen wir die von uns bereits getesteten Produkte einmal als Grundlage, fällt auf, dass zur Videoaufnahme immer ein weiteres Gerät (Windows PC oder Mac) benötigt wird. Bei der HD PVR Rocket fällt dieses zusätzliche Gerät weg, denn sie besitzt einen USB-Port, um die dort angeschlossene Festplatte gleich als Speichermedium für das Spielgeschehen zu nutzen. (...)
 

Raikko Evolution: Mobiles Soundsystem und Akkupack

Geschrieben von: Frank.

Mit tragbaren Lautsprechern und Akkupacks hat sich Raikko in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Nun vereint die Zubehör-Schmiede erstmals beide Gerätewelten mit dem Bluetooth-Speaker "Evolution". Das schwungvolle und elegante Design des Mini-Soundsystems hat uns auf Anhieb gefallen. Es ist nicht nur wohnzimmertauglich, sondern macht die schwarze Box auch zu einem wahren Handschmeichler. Die beiden integrierten Stereo-Lautsprecher werden durch einen Metallgrill wirkungsvoll vor Schlägen und Stößen geschützt. Das restliche Gehäuse wirkt wie aus einem Guss und damit sehr robust. An der Unterseite befindet sich ein großer Subwoofer, der für kräftige Bässe sorgt. Die erzeugten Vibrationen haben wir bildlich in unserem unten eingebetteten Video eingefangen.

Auf der linken Gehäuseseite tummeln sich sämtliche Anschlüsse. Dazu zählen ein Micro-USB-Port zum Aufladen des Evolution, ein Line-In zum Anschließen externer Audio-Quellen (z. B. ein MP3-Player), und ein Standard-USB-Anschluss. An letzterem könnt ihr euer iPhone oder euren iPod aufladen! Der integrierte Evolution-Akku kann ein Apple-Smartphone mehr als zweimal vollständig mit Energie betanken. Die restliche Akkukapazität der Raikko-Box wird euch über 4 LEDs angezeigt. Auch der Ein- und Ausschalter des Soundsystems befindet sich auf der linken Seite.

An der Geräteoberseite findet ihr die Lautstärketasten und den Bluetooth-Button. Letzterer startet das Bluetooth-Pairing mit eurem iOS-Gerät, oder schaltet die Drahtlosschnittstelle bei Bedarf ab. Voll aufgedreht kann der Evolution problemlos ein großes Zimmer beschallen, was angesichts der beiden 3-Watt-Lautsprecher auch nicht verwunderlich ist. Bei Maximalpegel kam es im Test zu leichten Verzerrungen im Klangbild, welches uns ansonsten aber gut gefiel. Vor allem der Subwoofer macht viel her, da er die typische Bass-Schwäche kleiner Lautsprechersysteme aufhebt. Bis zu 24 Stunden Musikgenuss verspricht der Hersteller mit einer Akkuladung.

Beim Zubehör lässt sich Raikko mal wieder nicht lumpen. Der Nutzer darf sich über eine schwarze Tragetasche, ein USB-Netzteil, ein Micro-USB-Kabel, ein 7-teiliges Adapterset für die gängigsten Smartphone-Stromanschlüsse (Apple, Nokia, Samsung, ...) und ein 3,5-mm-Klinkenkabel freuen.

Fazit

Die Idee mobilen Sound und mobile Stromversorgung zusammenzubringen gefällt uns sehr gut. So spart man auf Reisen nicht nur ein Gadget ein, sondern reduziert auch das Gewicht in Koffer und Rucksack. Mit seinen 330 Gramm wiegt der Raikko Evolution nicht mehr als ein iPad mini und qualifiziert sich damit automatisch als perfekter Begleiter für unterwegs. Den Evolution bekommt ihr aktuell bei Amazon für ca. 70 Euro.

Der NSA-Skandal erreicht Apple

Geschrieben von: Frank.

Alle größeren deutschen Apple-Blogs verharren derzeit in einer Art Schockstarre. Seit knapp 24 Stunden ist bekannt, dass die NSA wahrscheinlich spielend an alle Daten auf jedem iPhone weltweit herankommt. Eine Software-Hintertür, welche für das Einschleusen von Schadsoftware genutzt werden kann, existiert bereits seit 2008. Ob Apple bei der Implementierung half, oder ob sich der US-Geheimdienst auf eigene Faust Zugang verschaffte, ist bisher unklar. [Update] Im Jahre 2008 benötigte die NSA noch physischen Zugriff auf das betreffende iPhone. Aus den inzwischen 5 Jahre alten Dokumenten geht jedoch hervor, dass damals bereits an einer Lösung für den Fernzugriff gearbeitet wurde. Ob der Geheimdienst inzwischen erfolgreich war, ist unbekannt. [/Update]

Ursprung der schockierenden Nachricht ist der Netzaktivist Jacob Appelbaum, der auf dem 30. Chaos Communication Congress zahlreiche Methoden der NSA vorstellte, die sich aus dem umfangreichen Dokumenten-Sammelsurium von Edward Snowden extrahieren ließen. Zusammenfassend kann man sagen, dass praktisch alles und jeder, der in irgendeiner Weise das Internet nutzt, von der NSA überwacht wird.

Reaktionen von Apple-Bloggern bleiben jedoch bisher aus. Wie soll man auch auf solch eine Schreckensnachricht reagieren? Nur Apple hat sich bisher zu Wort gemeldet und dementiert natürlich fleißig. Glaubhaft sind die Beteuerungen aus Kalifornien aber schon lange nicht mehr.

[Update] Wir haben euch den Vortrag von Jacob Applebaum unten eingebettet. Ab Minute 44:20 geht es um die iPhone-Hintertür. [/Update]

 

Viel Wirbel um nichts: Apple, der Islam und die NSA

Geschrieben von: Frank.

Derzeit sorgt ein Video des Youtube-Nutzers Tobias Huch in sozialen Netzwerken für Furore, welches eine Diskriminierung von Muslimen durch Apple und die NSA unterstellt. Der Anwender im Video deaktiviert die Ortungsdienste seines iPhones und fragt Siri anschließend nach den Begriffen "Christentum" bzw. "Buddhismus". Pflichtgemäß liefert Siri den jeweils passenden Wikipedia-Eintrag. Nachfolgend befragt der Nutzer Apples Sprachassistentin zum Thema Islam. Überraschenderweise ruft Siri jedoch nicht den dazugehörigen Wikipedia-Eintrag auf, sondern bittet darum die Ortungsdienste zu aktivieren. Haben sich Apple und die NSA etwa gegen Muslime und Islam-Interessenten verschworen? Sollen sie geortet und überwacht werden? Beobachten wir hier eine digitale Form der Diskriminierung? Diese Unterstellung lässt das Video unbeantwortet im Raum stehen.

Der wahre Hintergrund von Siris Bitte die Ortungsdienste einzuschalten ist jedoch viel unspektakulärer. Bei aktivierter Standortbestimmung spuckt die elektronische Helferin nämlich die nächstgelegenen Moscheen aus. Ohne Ortungsdienste geht das natürlich nicht. Aber warum verweist Siri nicht auch beim Begriff "Islam" auf den passenden Wikipedia-Eintrag oder startet eine Web-Suche? Wir vermuten, dass es sich schlicht um einen Bug, bzw. um eine versäumte Verknüpfung der Siri-Entwickler handelt. Es darf nicht vergessen werden, dass Siri bis vor kurzem noch als Beta-Software galt und sich in stetiger Weiterentwicklung befindet. Auch vom logischen Standpunkt aus betrachtet ist die NSA keineswegs auf die Mithilfe von Siri angewiesen. Wie inzwischen hinlänglich bekannt ist, überwacht der US-Geheimdienst sämtlichen Internetverkehr. Sogar der gezielte Direktzugriff auf einzelne iPhones soll möglich sein. Es darf also davon ausgegangen werden, dass die NSA sehr viel ausgefeiltere Methoden in der Hinterhand hat um aus der Datenflut Terrorverdächtige herauszufiltern. Ein Pauschalverdacht hilft auch der NSA nicht weiter. Mit einer aus der Luft gegriffenen Unterstellung kann man dagegen zahlreiche Klicks sammeln.

Aus iPhone wird Metalldetektor

Geschrieben von: Frank.

Sicher kennt ihr das Problem: Wenn ihr die Kompass-Funktion eures iPhones in der Stadt nutzt, beispielsweise in Kombination mit der Karten-App, kommt es nicht selten vor, dass euch eine Fehlermeldung dazu auffordert den Kompass zu kalibrieren indem ihr das iPhone in Form einer 8 durch die Luft bewegt. Ursache dieser Fehlfunktion sind elektromagnetische Störfelder, wie sie beispielsweise durch Stromleitungen und Elektrogeräte erzeugt werden. Auch größere metallische Gegenstände können den Richtungsanzeiger durcheinander bringen. Das für die Kompass-Funktion genutzte Magnetometer reagiert nämlich sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse.

Eine clevere App macht sich diesen Umstand nun zu Nutze und verwandelt euer iPhone in einen Metalldetektor bzw. "Stromleitungen-Aufspürer". Während letztere Funktion für den Baumarkt-Stammkunden durchaus nützlich sein kann, muss man sich die Metalldetektor-Funktion mehr als Spielerei, denn als geeignetes Tool für die nächste Schatzsuche vorstellen. Der Maximalabstand zum gesuchten Objekt ist nämlich nicht praxistauglich. Während die App in unserem Test bei einem kleinen Heizkörper "schon" bei 20 cm Distanz mit Vibrationen bzw. Tönen auf sich aufmerksam machte, konnte sie unser iPad mini erst ab 10 cm Abstand erkennen. Befinden sich Störquellen in der Nähe wird die Metallsuche schwieriger, denn dann ist es erforderlich die Empfindlichkeit der App herabzusetzen.

Fazit

Mit einem Preis von 89 Cent kostet das die App "Metalldetektor und Magnetometer" zwar nicht die Welt, kommt aber über den Status eines netten Spielzeugs nicht hinaus. Nichtsdestotrotz zeigen solche Anwendungen sehr anschaulich was mit den werkseitig verbauten iPhone-Sensoren und einer kreativen Idee möglich ist.