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Fanboy-Alarm: iGadget-News deckt geschönte und falsche Meldungen auf
Geschrieben von: Frank   

Regelmäßig treffen wir bei Recherchen im Internet auf News-Beiträge und Blog-Postings, welche sich allzu unkritisch mit dem Thema Apple auseinandersetzen. Dabei entdecken wir immer öfter nicht nur geschönte und irreführende Beiträge, nein, selbst vor Falschmeldungen scheint man in der Apfel-Fangemeinde nicht mehr zurückzuschrecken. Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Sorge, schließlich beziehen auch wir unsere Informationen nicht per Gedankenübertragung.

Bei Apple-Themen scheinen Emotionen eine besonders große Rolle zu spielen. Jemand der über Geräte mit dem Apfel-Logo schreibt, ist in der Regel auch Kunde und möchte seine Anschaffung(en) natürlich nicht schlechtreden. Auch dem Marketing-Genie Steve Jobs gelingt es bei seinen Präsentationen immer wieder das Publikum emotional anzusprechen.

Unschön wird die Sache dann, wenn ein Blogger oder Journalist, auf Grund seiner Affinität zu Apple-Produkten, seine Objektivität verliert. Da das geschriebene Wort in unserer europäischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert einnimmt, glauben die Menschen oft bedingungslos, was sie dort schwarz auf weiß vor sich sehen. Das iGadget-News-Team bemüht sich daher täglich um eine unbefangene Berichterstattung. Lieber sind wir manchmal etwas zu kritisch, als dass wir uns den Blick durch eine rosarote Brille vorwerfen lassen müssten.

Da wir uns sehr über unseriöse Berichterstattung ärgern, wollen wir in unserer neu geschaffenen Kategorie "Fanboy-Alarm" Unwahrheiten, Schönfärberei und Irreführendes zum Thema Apple aufklären bzw. richtigstellen.

 

Argumente für eine strikte Eingangskontrolle: Android-App sammelt private Daten von über einer Million Android-Nutzern

So lautet die Überschrift eines Artikels von iFun, einem News-Blog, der sich wie wir mit dem Thema iPhone, iPod touch und iPad beschäftigt. Offensichtlich ist der Autor des Essays bemüht den jüngsten App-Skandal in Googles Android Market zu nutzen, um die App Store Zulassungsstelle in ein positives Licht zu rücken. Tatsächlich fiel Apples Prüfprozess in der Vergangenheit eher durch unschöne Zensur, als durch zuverlässige Gefahrenabwehr auf. Dennoch lässt sich der Verfasser zu folgender Aussage hinreißen:

Schadhafte iPhone-Software sucht man im AppStore vergebens [...]

Dieser Satz ist einfach nur falsch, denn immer wieder schlüpften Apps durch die Zulassungskontrolle und spionierten Nutzer aus. Ein paar prominentere Beispiele: Quip, Storm8-Apps, Mogoroad, Aurora Feint

Selbst Apple nimmt es mit dem Datenschutz seiner Kunden nicht besonders genau und sammelt unter anderem ortsbezogene Daten die beispielsweise für iAd Verwendung finden.

Doch der iFun-Bericht geht noch weiter:

[...] bislang lässt sich dafür jedoch jede Applikation gänzlich ohne Sicherheitsbedenken und mit nur einem Klick auf dem iPhone installieren und antesten.

Angesichts der obigen Beispiele ist eine solche Herangehensweise beim Installieren von Apps fatal. Auf geradezu fahrlässige Weise wird dem Leser eine Sicherheit vorgegaukelt die es so gar nicht gibt. Wer sich darauf verlässt, ist verlassen.

Doch es geht noch absurder. Am Ende des Berichts wird eine Studie der Sicherheitsfirma Lookout präsentiert, welche 300.000 Apps, sowohl aus dem App Store als auch aus dem Android Market, auf ihre Datensammelwut untersuchte. Zwar sagen die Ergebnisse nichts darüber aus wie viele Apps tatsächlich Daten ungefragt weiterleiten, dennoch ist die Kernaussage der Studie klar: "Pass auf welche Apps Du installierst"

Die Ergebnisse der Lookout-Untersuchung, welche eigentlich das Sicherheitsbewußtsein von Smartphone-Anwendern schärfen sollten, werden also vom iFun-Autor zur Untermauerung seiner falschen und genau gegenteilig lautenden Aussage benutzt. Wie solch eine Fehlinterpretation der Studie überhaupt möglich war, ist uns ein Rätsel.

 

Kommentare (2)
  • tom
    DANKE!!! Wirklich, vielen Dank! Ich hoffe, ihr bleibt immer so schön objektiv
    und lass euch nicht, wie leider so viele blenden.

    Grade so Seiten wie iFun oder ähnliches sind sowieso die größten Anlaufstellen
    für verblendete Fanboys! Grade 14 jährige Kiddies mit einem iPod touch tummeln
    sich dort rum und verteidigen jeden Schritt von Apple bis auf´s Blut.
  • frasch
    Im Namen unseres gesamten Teams bedanke ich mich für das Lob!
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