| Fanboy-Alarm: Android in der Schusslinie |
| Geschrieben von: Frank | |||
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Prolog Regelmäßig treffen wir bei Recherchen im Internet auf News-Beiträge und Blog-Postings, welche sich allzu unkritisch mit dem Thema Apple auseinandersetzen. Dabei entdecken wir immer öfter nicht nur geschönte und irreführende Beiträge, nein, selbst vor Falschmeldungen scheint man in der Apfel-Fangemeinde nicht mehr zurückzuschrecken. Diese Entwicklung beobachten wir mit großer Sorge, schließlich beziehen auch wir unsere Informationen nicht per Gedankenübertragung. Dies ist nun schon die zweite Ausgabe unseres Fanboy-Alarms und es wird wohl auch nicht die letzte bleiben. Erneut schießt der Apple-Blog iFun scharf gegen Googles mobiles Betriebssystem Android und stellt durch die Verbreitung von Halbwissen, sowie gezieltes Weglassen von Informationen, die realen Verhältnisse falsch dar.
Darum geht es US-Sicherheitsforscher haben ein Android-Programm entwickelt, welches das Verhalten von Apps beobachtet und live nachvollziehbar macht. Die Experten haben mit dem TaintDroid genannten Tool 30 beliebte Anwendungen aus dem Android Market untersucht und dabei festgestellt, dass die Hälfte von Ihnen Standortdaten an Server der App-Entwickler senden. Vereinzelt sollen Apps auch Telefonnummer, IMEI und SIM-ID auslesen. Das detaillierte Ergebnis der Studie könnt ihr hier einsehen.
Spyware auch im App Store Im App Store sieht es leider nicht besser aus. Schon in unserem ersten Fanboy-Alarm, haben wir auf Apps verwiesen, die den Nutzer gezielt ausspionierten. Auch Apple selbst sammelt fleißig Standortdaten von iPhone-Nutzern. Eine neue Studie von Eric Smith, Autor des Blogs pskl.us, bestätigt unsere Warnung, dass Anwendungen aus dem App Store nicht als grundsätzlich sicher anzusehen sind. Smith nahm 57 Apps aus den Bereichen Nachrichten, Business und Finanzen unter die Lupe. Die Top 25 des US-App-Stores waren ebenfalls vertreten. Das Ergebnis der Untersuchung ist alarmierend. 68 Prozent der Anwendungen übertrugen laut Smith die UDID* (Unique Device Identifier) des Gerätes an Server der App-Entwickler. 18 Prozent der Anwendungen übertrugen sogar verschlüsselte Daten, so dass es Smith nicht möglich war herauszufinden welche Nutzerinformationen hier übermittelt wurden. Lediglich 14 Prozent der untersuchten Apps waren frei von Spionagesoftware. *Dabei handelt es sich um eine Seriennummer, die für jedes iOS-Gerät einzigartig ist. In Kombination mit einem Benutzerkonto, bei dessen Registrierung man in der Regel Name und E-Mail-Adresse hinterlässt, ist es möglich Gerätebesitzer eindeutig zu identifizieren.
Falschdarstellung Bei iFun heißt es:
Das ist nicht richtig, denn Android verfügt über ein ausgeklügeltes Rechtesystem, das bei der Installation einer App beim Nutzer nachfragt, welche Befugnisse er der Anwendung gewähren möchte. Ohne Zutun des Nutzers, ist es also gar nicht so einfach, dass Spyware Nutzerdaten ausspionieren kann. Bei iOS sieht das schon anders aus, denn hier lassen sich nur die Abfrage des Standorts und das Zusenden von Push-Benachrichtigungen unterbinden.
Fazit Spyware ist also nicht nur ein Problem der Android-Plattform. Eric Smiths Studie beweist, dass die App-Store-Eingangskontrolle kein effektiver Schutz vor Datenspionen ist. Vorsicht bei der Installation von Apps ist daher auf jeder Smartphone-Plattform geboten.
Kommentare (2)
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bessere Blogs) berichtet und deren Berichterstattung schlecht gemacht wird.
Wenn ihr Android vertreten wollt, statt über iOS zu berichten, solltet ihr euch
aGadget-news.de nennen...