| Die Freemium-Seuche: So zerstört man eine gute App |
| Geschrieben von: Frank | |||
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Immer mehr Spiele setzen auf das sogenannte Freemium-Geschäftsmodell: Die App selbst ist günstig oder kostenlos. Für gewisse Vorteile im Spiel muss aber echtes Geld auf den Tisch gelegt werden, meist in Form von virtueller Währung, die man per In-App-Kauf erwerben kann. Engagierte Spieler lassen auf diese Weise schnell zweistellige Euro-Summen springen. Wer Freemium nicht mag, muss entsprechende Anwendungen/Spiele nicht laden. Wenn aber ein Entwicklerstudio aus einer einst voll bezahlten App ein Freemium-Monster per Update macht, geht die Sache zu weit. Die Rede ist von Gamelofts Uno-App, die seit 18. August 2011 in Version 1.9.9 erhältlich ist und vormals 3,99 Euro kostete.
Unsere Kritik gilt vor allem dem Online-Mehrspielermodus. Der Spieler kann Coins/Münzen erwerben und sich damit Spielglück und andere Vorteile kaufen. Die wertvollste Spielhilfe, der Glücksklee, kostet 120 Münzen und damit umgerechnet fast einen Euro. Als Bonus zieht der Spieler (über die Dauer von drei Partien) jedes Mal mit 95%iger Wahrscheinlichkeit eine gute Karte, wenn eine solche aufgenommen werden muss. Für 10 Münzen (etwa 8 Cent wert) darf man sich die Karten eines anderen Spielers ansehen, eine ungeliebte Karte wird man für 20 Münzen los, und sein ganzes Blatt kann man für 30 Münzen umtauschen.Welchen Sinn hat ein Spiel, wenn der Sieg vom Geldbeutel des Spielers und nicht vom spielerischen Können und Zufall abhängig ist? Welchen Sinn machen Ranglistenplätze, die auf den In-App-Käufen des Nutzers basieren? Ja sicher, man kann auch Münzen durch Siege erhalten, aber wie hoch stehen wohl die Chancen ein Spiel zu gewinnen, wenn auch nur einer der Mitspieler nach allen Regeln der Kunst schummeln darf? Gameloft karikiert damit nicht nur die Uno-Spielregeln, sondern zerstört nach unserer Meinung eine bisher gut gelungene Uno-Umsetzung.
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Unsere Kritik gilt vor allem dem Online-Mehrspielermodus. Der Spieler kann Coins/Münzen erwerben und sich damit Spielglück und andere Vorteile kaufen. Die wertvollste Spielhilfe, der Glücksklee, kostet 120 Münzen und damit umgerechnet fast einen Euro. Als Bonus zieht der Spieler (über die Dauer von drei Partien) jedes Mal mit 95%iger Wahrscheinlichkeit eine gute Karte, wenn eine solche aufgenommen werden muss. Für 10 Münzen (etwa 8 Cent wert) darf man sich die Karten eines anderen Spielers ansehen, eine ungeliebte Karte wird man für 20 Münzen los, und sein ganzes Blatt kann man für 30 Münzen umtauschen.
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