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Bedingungen für In-App-Abos stehen fest
Geschrieben von: Frank   

 

In einer Pressemitteilung äußert sich Apple erstmals konkret zu den bereits heftig in den Medien diskutierten In-App-Abos. Sie sollen es iOS-Nutzern ermöglichen, Zeitungen und Zeitschriften zukünftig, auch ohne den Umweg über die externe Websites des jeweiligen Verlages, zu abonnieren. Ähnlich dem bereits bekannten In-App-Kauf, soll das Abo innerhalb der Anwendung abgeschlossen und auch wieder gekündigt werden können.

Was aus Kundensicht zunächst vorteilhaft klingt, hat zumindest für die Verleger einen Haken. Apple verlangt nämlich von Inhalte-Anbietern, die den Abschluss eines Abonnements außerhalb der App ermöglichen, dieses Abo zukünftig auch per In-App-Abo anzubieten, und zwar zum gleichen Preis oder weniger. Dies hat für die Verlage erhebliche Konsequenzen, schließlich zwackt sich Apple auch bei der neuen Abo-Form die üblichen 30% vom Umsatz ab. Zudem fürchten die Verleger, dass sie nicht mehr an die für sie wertvollen Kundendaten gelangen, da Apple die Zahlungsabwicklung übernimmt und der Kunde beim neuen In-App-Abo selbst entscheiden kann, ob er seine persönlichen Daten an den Verlag weitergeben möchte.

Apple geht sogar noch einen Schritt weiter und verbietet App-Interne Links, die dem Kunden eine externe Möglichkeit (z. B. auf einer Website) bereitstellen ein Abo abzuschließen. Bestandskunden der Verlage darf  zwar weiterhin ein kostenloser Zugang zu den Inhalten gewährt werden, jedoch ist es fraglich, ob erstere nicht nach und nach aus Bequemlichkeit ihre Abos über Apple beziehen und der Firma aus Cupertino so satte Umsätze bescheren.

Das letzte Wort dürfte in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen sein. Die International News Media Association (INMA) hat Branchen-Vertreter zu einer Krisensitzung in London eingeladen, die am 17. Februar stattfinden wird. Dort wollen die Verlage beraten, wie sie mit Apples Vorhaben umgehen, welche Alternativen es gibt und welche Rolle HTML5 dabei spielen könnte.

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