| Apple Event: Zusammenfassung und Fazit [Update] |
| Geschrieben von: Frank | |||
|
Wie versprochen fassen wir euch hier noch einmal die Ankündigungen des heutigen Apple Events zusammen. Neben dem üblichen Marketing-Blabla gab es genau eine große Neuigkeit zu vermelden: Das Apple-Tablet ist Realität. Es heißt iPad und hat nicht viel Ähnlichkeit mit dem was die Gerüchteküche in den letzten Wochen zu verkünden hatte. Es wird weder eine Webcam, noch Telefonie, noch Multitasking oder MacOS X auf dem iPad geben. Apple sieht das Gerät als Zwischenschritt vom iPhone zum MacBook. In der Tat erinnert das Gerät an ein zu groß geratenes iPhone. Es misst 9,7" in der Displaydiagonale und ist 13,4 mm dick. Das Gewicht liegt bei 0,68 kg.
Wie iPhone und iPod touch besitzt es einen Home-Button und muss vor der Benutzung per Finger-Slide entriegelt werden. Der Bildschirm ist multitouch-fähig und verfügt über ein IPS-Panel (besonders Blickwinkelstabil) mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Der Homescreen ist personalisierbar und erinnert ebenfalls an das iPhone, bzw. den iPod touch. Drittanbieter-Apps werden aus dem App Store geladen.
(Bild: engadget)
Zum Marktstart in zwei Monaten in den USA (WiFi-Version) wird es bereits erste angepasste Apps geben, wie z.B. die New York Times App. Das entsprechende SDK steht bereit. Eine 3G-Version wird einen Monat später folgen. Wann das iPad bei uns erscheinen wird steht noch in den Sternen. Als Startpreis nennt Apple 499 $ für ein iPad mit 16 GB Flash-Speicher. 32 GB werden 599 $ und 64 GB 699 $ kosten. Die UMTS-Varianten kosten 629 $, 729 $ und 829 $. Apple verspricht 10 Stunden Laufzeit mit dem integrierten 25 Wh-Akku. Das entspräche einem Verbrauch von nur 2,5 Watt. Bei dieser Displaygröße erscheint das wenig realistisch. Angetrieben wird das Slate von einem 1 Ghz Apple A4 Prozessor. Bezüglich der Grafikeinheit hat man nichts verlautbaren lassen. Bluetooth 2.1, WLAN n, Mikro, Lautsprecher, Kopfhöreranschluss, Helligkeitssensor, Kompass und ein Beschleunigungssensor sind ebenfalls mit an Bord. Das iPad wird mit iTunes syncen, wie man es von iPhone und iPod kennt. Die Benutzeroberfläche der vorinstallierten Anwendungen wie z.B. Mail ist sehr iPhone-like. Da verwundert es nicht, dass Mobile Safari als Browser zum Einsatz kommt (natürlich ohne Flash).
(Bild: engadget)
Die virtuelle Tastatur wirkt ausreichend groß und orientiert sich ebenfalls am iPhone. Da auch iPhone-Apps auf dem Gerät laufen ist anzunehmen, dass das iPad mit einer abgewandelten Version von iPhone-OS läuft mit allen Vor- und Nachteilen. Eine weitere Neuerung ist iBooks, eine Lesesoftware mit integriertem eBook-Shop. Erfreulich ist dass Apple keinen proprietären Alleingang beim eBook-Format wagt, sondern auf ePub setzt.
(Bild: engadget) Bisher konnte Apple noch nicht viele Verlage als Partner gewinnen. Auch die Preise scheinen sich eher an den Printausgaben zu orientieren. Desweiteren wird es eine speziell angepasste iWork-Version für das iPad geben. Jede iWork-App wird 10 $ kosten. Alle zusammen werden 30 $ kosten. Apple scheint also verstärkt eigene Apps entwickeln und vertreiben zu wollen. Über den Dock-Connector werden sich Projektoren anschließen lassen, so dass Präsentationen möglich sind. Spezielle Dropdown-Menüs erleichtern die Bedienung der iPad-Anwendungen. Ob wir diese auch in der nächsten iPhone-OS-Version sehen werden, bleibt offen. Zumindest ist anders als vermutet keine neue Firmware angekündigt worden. AT&T wird auch diesmal der bevorzugte Provider von Apple sein (für 3G-Verträge der UMTS-Varianten). Scheinbar hat man aus den Fehlern der Vergangenheit noch immer nicht gelernt. Einen Simlock soll es aber nicht geben. Als erstes Zubehör sind eine Dock mit Tastatur und eine Schutzhülle angekündigt.
[Update] Gizmodo hat ein erstes Hand-on-Video veröffentlicht. Engadget ebenso. Wie heise.de berichtet, läuft auf dem iPad iPhone OS 3.2. Ein GPS-Chip befindet sich im UMTS-Modul (und kann bestimmt auch zur Navigation genutzt werden). 720p Videos lassen sich abspielen, werden aber heruntergerechnet.[/Update] Fazit: Obwohl Apple versucht mit einer speziell angepassten iWork-App das iPad auch als Arbeitsgerät zu platzieren, misslingt der Versuch auf Grund der starken Multimedia-Ausrichtung. Dass nicht MacOS X auf dem Gerät läuft, dürfte einige Anwender abschrecken, denn das schränkt die Software-Erweiterbarkeit auf den App Store ein. Selbst die billigen Netbooks über die Jobs während der Keynote hergezogen ist, können inzwischen ohne Probleme Flash-Inhalte darstellen. Auch die Leistung des iPad würde dazu ausreichen. Es ist nicht nachvollziehbar wieso sich Apple hier immer noch verschließt. Auch für Filme scheint das iPad nur bedingt geeignet zu sein, denn das Gerät hat ein Display im 4:3-Format und zeigt Breitbildvideos daher mit schwarzen Balken an. Für ein Multimedia-Device ist dies doch ein erheblicher Schwachpunkt. Zur Darstellung von Websites, ePaper und eBooks scheint das iPad dagegen sehr gut geeignet zu sein. Trotz des aktiv beleuchteten Displays ist das Gerät noch recht handlich und nicht zu schwer. Die gute Blickwinkelstabilität ist natürlich besonders wichtig. Andere eReader können bisher noch keine Farben darstellen oder im Web surfen. Erste Geräte sind jedoch bereits angekündigt. Apple könnte hier durch den zeitlichen Vorteil in der Tat einen Fuß in den eBook-Markt bekommen. Wir sind gespannt ob dies gelingt.
Kommentare (6)
Powered by !JoomlaComment 4.0 beta2
|







.jpg)




.png)