| Notstromaggregat: Zusatzakkus für iPhone und iPod |
| Geschrieben von: frasch | |||
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Das iPhone ist nicht gerade für seine lange Akkulaufzeit bekannt. Auch wenn sich die Situation mit der Einführung des 3GS etwas gebessert hat, kommen Vielnutzer nicht um den täglichen Aufladevorgang herum. Ärgerlich wird die Sache, wenn dem Kultsmartphone unterwegs der Saft ausgeht. Wir haben zwei unterschiedliche Zusatzakku-Konzepte kritisch unter die Lupe genommen und verraten wie sich die Energiespender im Alltag behaupten konnten.
Zunächst haben wir das in vier Farben erhältliche Mophie Juice Pack Air unter die Lupe genommen. Anders als der Namenszusatz "Air" vermuten ließe, ist die Akku-Hülle ein ziemlicher Brocken. Dafür erfüllt sie neben der Energieversorgung auch eine Schutzfunktion, ein klarer Pluspunkt.
Auch das Gewicht ist mit 75,4 g nicht zu verachten. Als Gegenleistung verspricht Mophie einen Akku mit 1200 mAh, der bis zu 6 h Videowiedergabe, 20 h Audiowiedergabe, 4,5 h 3G-Internetnutzung, 4,5 h 3G-Gesprächszeit und 270 h Standby ermöglichen soll.
Die Akku-Hülle wird auf der Geräteunterseite per Schiebeschaltet aktiviert und beginnt anschließend den internen iPhone-Akku zu laden. Unglücklicherweise belegt sie aber auch den Dock Connector, so dass sich iPhone und Juice Pack Air nur über das von Mophie mitgelieferte USB-Kabel aufladen lassen. Immerhin klappte die iTunes-Synchronisation auch über dieses Kabel problemlos. Dies ist deshalb so wichtig, wen sich die einmal angelegte Akku-Hülle nicht mehr so einfach entfernen lässt. Es braucht starke Daumen und Fingernägel um die Verbindung zum iPhone wieder zu lösen. Das Juice Pack sitzt sprichwörtlich bombenfest. Dafür wackelt natürlich auch nichts. Leider gilt die passgenaue Verarbeitung nicht für das gesamte Akku-Pack. Die aus zwei Teilen bestehende Steck-Hülle schließt nämlich nicht sauber ab. Ausgerechnet an der vielgenutzen Bildschirmseite des iPhones ragt an der Verbindungsstelle der beiden Hälften ein unschöner Versatz empor. Darüber kann auch die praktische LED-Ladestandsanzeige auf der Rückseite des Juice Pack Air nicht hinwegtrösten. Leider sind auch sämtliche iPhone-Tasten mit angelegtem Akku-Pack nur schwer zugänglich. Eine Bedienung Lautstärketasten in der Hosentasche wird so sehr fummelig. Dies ist aber nur für Leute interessant, die alternative Kopfhörer oder Headsets nutzen, die keine im Kabel integrierte Lautstärkeregelung aufweisen. Wer generell mit schlechter GSM- oder UMTS-Netzqualität in seiner Wohngegend zu kämpfen hat, sollte von der Anschaffung des Juice Pack Air vielleicht besser absehen, da die Akku-Hülle natürlich auch eine gewisse abschirmende Wirkung hat. Das Mophie Juice Pack Air kostet stolze 79,95 Euro und kann im Apple Online Store bezogen werden. Wer vor einem Kauf einen Blick in das deutsche Benutzerhandbuch werfen möchte, kann dies hier tun.
Etwas besser gefiel mir persönlich Kensingtons (Vorsicht langer Name!) iPhone Mini Battery Pack and Charger. Das Akku-Pack wird direkt an den Dock Connector gesteckt und lädt das Apple-Device sofort. Der Vorteil liegt auf der Hand: Sämtliche Apple-Geräte mit Dock Connector können aufgeladen werden. Das ist vor allem dann praktisch wenn sich in einem Haushalt mehrere der Kultobjekte befinden. Leider sitzt Kensingtons Ansteck-Akku nicht so fest wie das hier vorgestellte Juice Pack Air. Trägt man sein Apple-Device mit angestecktem Zusatzakku in der Hosentasche, kann dies vielleicht gefährlich werden, denn bei ungünstiger Krafteinwirkung auf den Akku (z.B. beim Hinsetzen), könnte der Dock Connector Schaden nehmen. Das Tragen in der Jackentasche sollte da unproblematischer sein.
Leider hat Kensington die LEDs für die Ladezustandsanzeige ausgerechnet auf der dem iPhone-Display zugewandten Seite verbaut. Das ist deshalb von Nachteil, weil die LEDs sehr hell sind um bei der Gerätenutzung blenden. Man kann sie aber entweder mit dem Daumen abdecken, mit einem Aufkleber versehen oder mit einem Lackstift schwärzen und so verdunkeln. Kensingtons verspricht mit dem iPhone Mini Battery Pack and Charger zusätzlich: -bis zu 30 h Audiowiedergabe -bis zu 6 h Videowiedergabe -bis zu 3 h Telefonieren Er kostet im Einzelhandel etwa 35 Euro. Fazit Wer nur ab und an ein Notstromaggregat benötigt, weil ihm die Akkulaufzeit des iPhones in der Regel ausreicht, der fährt mit Kensingtons Lösung definitiv besser, denn dauerhaft mag man sein iPhone nicht in einen Klops verwandeln. Wer aber täglich mit einem leeren Akku kämpft, der wird eher bereit sein Mehrgewicht und größere Abmessungen (Mophie Juice Pack Air) für eine längere Akkulaufzeit in Kauf zu nehmen. Als dauerhaft angesteckte Lösung ist Kensingtons Mini Battery Pack jedenfalls definitiv zu labil. Dafür stört es nicht weiter wenn man es in Rucksack oder Jackentasche ständig mit sich führt.
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