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Heute im Test: Die zweite Generation des AppleTVs
Geschrieben von: Dominik   

Zugegeben: Der Apple TV ist schon ein wenig länger auf dem Markt. Um genau zu sein seit September letzten Jahres. Der Preis lag durchgehend bei 119 EUR. Als dann der Preis temporär bei einem Elektronikfachhandel (mehr oder weniger) meines Vertrauens temporär auf 99 EUR gesunken wurde, sahen wir dies als Grund, uns einen Apple TV der zweiten Generation zuzulegen. (...)

Gleich zu Hause angekommen, haben wir die kleine, schwarze Kiste aus dem Karton befreit und wurden von dem typischen Apple-Geruch begrüßt. Hier einmal der Packungsinhalt des Apple TVs.

Neben dem Apple-TV als solchem waren noch diverse Bedienungsanleitungen, die berühmten Apple-Sticker, die Apple Remote und ein Ladekabel dabei. Als Kabel, damit man die kleine, schwarze Kiste an einen Fernseher anschließen kann, ist nicht dabei. Hier einmal an paar Fotos von dem Apple-TV.

 

Wie man auf Rückseitenbild sieht, gibt es nicht die Unmengen an Anschlüssen. Ihr habt einmal einen Anschluss für Strom, HDMI, Mini USB, Optical Audio und einen Ethernet-Anschluss. Auf den ersten Blick ist das nicht weiter schlimm, denn viele (wenn nicht sogar alle) Flachbildfernseher haben einen HDMI-Anschluss. Ein Kabel muss man sich jedoch noch selber besorgen. Auf den zweiten Blick sind die limitierten Anschlüsse für manche ein Problem, denn noch nicht alle werden einen Fernseher mit HDMI-Anschluss besitzen und eine Möglichkeit, den Apple TV über Cinch anzuschließen gibt es nicht. User, die auf diesen Anschluss angewiesen sind, müssen wohl „in den sauren Apfel beißen“ und sich einen Adapter kaufen. Der integrierte Mini-USB-Anschluss gilt, laut Beschreibung, hingegen nur für Diagnosezwecken. 

Machen wir weiter mit dem Einrichten des Apple TV. Nach dem Auspacken haben wir das Gerät gleich an den Strom und an den Fernseher angeschlossen und wurden aufgefordert, unsere Sprache einzustellen und das Gerät mit einem WLAN-Netzwerk zu verbinden. Wer lieber ein Kabel verwenden möchte, kann dies natürlich auch tun. Einziges Manko: Die Eingabe ist sehr mühsam, da jeder Buchstabe einzeln eingegeben werden muss und man in den Zeilen hin und her springen muss. Da geht die Eingabe an alten Tastenhandys ohne T9 sogar noch schneller. Anschließend haben wir unser Gerät auf die neuste Version aktualisiert. Dank der neusten Version soll die Eingabe verbessert worden sein und neue Bilderrahmen hinzugefügt wurden hinzugefügt. 

Das Hauptmenü des TVs macht einen soliden und übersichtlichen Eindruck, in dem man sich sehr schnell zurechtfindet. Das Hauptmenü ist unterteilt in Filme, Internet, Computer und Einstellungen:

 



Gehen wir einmal der Reihe durch und fangen bei den Filmen an. Eigentlich macht es Spaß durch die ganzen Filme zu stöbern und sich dabei anzumalen, welche man noch alles gerne schauen möchte. Die Vorschauvideos dazu bekräftigen die Wünsche noch. Die Preise hingegen nicht; die schrecken eher ab. Auch wenn es auf diese Art und Weise eindeutig (und da sind wir uns alle einig) bequemer ist, Filme sich anzusehen, ist wohl der Weg zur lokalen Videothek günstiger.



Unter der Rubrik „Internet“ verbergen sich Verknüpfungen zu MLB-TV, YouTube, zu Podcasts, MobileMe, FlickR und zum Internetradio. Alle Funktionen liefen bei uns im Test ohne Probleme. Zu MLB-TV können wir hingegen nichts sagen, da wir kein Abo bei dem besagten Dienst haben.

Überspringen wir erst einmal eine Rubrik und gehen zu den Einstellungen. Diese Rubrik ist ebenfalls noch einmal in Allgemein, Bildschirmschoner, Audio & Video und Computer unterteilt. Eine Schaltfläche damit ihr den Apple TV ausschalten könnt, findet ihr dort ebenfalls. In den allgemeinen Einstellungen könnt ihr euch ggf. im iTunes-Store, sofern dies noch nicht erledigt wurde, anmelden, die Kindersicherung verwalten, das Wi-Fi-Netzwerk wechseln, den Namen des Apple TVs ändern, die Software aktualisieren, eine Fernbedienung hinzufügen und und und.. Den Name, den ihr in den Einstellungen für das Gerät auswählt, wird auch bei euren anderen iDevicen als Gerätname angezeigt.

Wer gerne sein iDevice als Fernbedienung für den Apple TV nutzen möchte, muss sich die kostenlose App Remote, bekannt für die Steuerung von iTunes, herunterladen. Damit euer iDevice mit dem Apple TV arbeiten kann, müsst ihr die Privatfreigabe aktivieren. Leider ist die Steuerung mit, in unserem Test, iPhone noch sehr unausgereift und schon bei einer kleinen Schwischbewegung gelangen wir ans andere Ende des Menüs. Da bleiben wir lieber bei der Apple Remote.

Einige nette Bildschirmschoner wurden ebenfalls schon integriert und können in den Einstellungen aktiviert werden. Auch eigene Fotos aus MobileMe und FlickR können angezeigt werden.

Gehen wir nun zu der Rubrik, die wir eben noch übersprungen haben. Solltet ihr nun die Privatfreigabe aktiviert haben, könnt ihr ganz einfach auf euer iTunes – Mediathke zugreifen. Musik wird ohne große Wartezeit abgespielt; bei Videos kommt es hingegen auf die Länge und auf eure WLAN-Verbindung an. Für ein Testvideo von 90 Sekunden mussten wir vorher schon 90 Sekunden warten, damit das Video komplett gebuffert wurde. Hier sollte Apple noch ein Update bringen, damit der Apple TV schon vorher anfängt, das Video anzuzeigen, obwohl es noch nicht vollständig geladen ist.

Anschließend haben wir die AirPlay-Funktion mit einem iPhone 4 und einem iPad 1 getestet. Wenn euer Apple TV eingeschaltet ist, erscheint nun immer das AirPlay-Logo in der Foto-,Musik-, und Videoapp. Mit zwei Klicks wird das jeweilige auf dem Fernseher angezeigt. Die Verzögerung ist bei Fotos noch ganz gering; bei Musik und Videos ist diese schon ein wenig höher. Als wir Musik von dem iPhone über den Apple TV abspielen ließen, fiel uns auf, dass es noch einige Fehler in der Titelnummer gab. So wurde ein Lied, das eigentlich die Nummer 429 auf dem iPhone hatte, mit der Nummer 812 betitelt und das war keine Ausnahme. Zwei Pluspunkte konnte sich der Apple TV aber noch in dieser Kategorie ergattern.

Spaßeshalber öffneten wir die App djay auf dem iPad und wollten schauen, ob der Ton auch hier über den Apple-TV ausgegeben wird. Ergebnis: Positiv, aber mit einer Zeitverzögerung. War ja auch eher zum Spaß ;-)

Ferner können zwei Benutzer gleichzeitig auf das Gerät zugreifen, jedoch nicht auf die gleiche Funktion, d.h. wir konnten mit dem iPad die Musik auswählen und mit unserem iPhone Fotos auf dem Apple TV ansehen. Bei Videos muss man sich hingegen einigen, wer den Apple TV benutzen darf. Selbst Diashows mit Musik unterlegt sind kein Problem.

À propos Lieder: Bei jedem Liedwechsel wird euch das neue Lied im laufenden Betrieb unten links angezeigt oder im Vollbildmodus.

 

Fazit: Ich bin ein wenig zwiegespalten: Auf der einen Seite finde ich den Apple TV in Verbindung mit AirPlay klasse. Bekannten nun Fotos auf dem Fernseher zu zeigen ist nun sehr einfach handzuhaben. Doch leider hat das Gerät noch, in meinen Augen, einzelne Schwachpunkte. Da hätten wir einmal die fehlenden Anschlüsse. Zwar ist diese Variante zukunftssicherer, da immer mehr Leute einen Fernseher haben werden, der HDMI unterstützt, doch es gibt immer noch welche, und davon gab es bei der Vorstellung des TVs noch mehr, die noch einen guten, alten Röhrenfernseher haben und so mit der zweiten Generation des Apple TVs nichts anfangen können. Ferner muss die Eingabemethode und die Wiedergabemethode noch ein wenig verbessert werden. Darüberhinaus müsste das Gerät noch mehr Videoformate unterstützen. Letzteres liegt hingegen eher an iTunes.

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