| Gesundheitskontrolle mit iOS-Geräten |
| Geschrieben von: Frank | |||||||||||||||||||||||||||
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Nachdem uns das Blutdruckmessgerät von Withings überzeugen konnte, haben wir uns nach weiteren medizintechnischen Accessoires für iPhone und iPad umgesehen. Dabei sind wir auf Medisana gestoßen, eine Firma die sich mit gesundheitsbezogenen Produkten bereits einen Namen gemacht hat und nun auch Module für iOS-Geräte anbietet. VitaDock nennt sich die neueste Schöpfung des Unternehmens. Sie kombiniert die kostenlose gleichnamige Universal-App mit unterschiedlichen Messgeräten, die bereits Blutzucker, Körpertemperatur und Blutdruck erfassen können. (...) Wir haben das Infrarot-Fieberthermometer ThermoDock und das Blutdruckmessgerät CardioDock einem Test unterzogen. Zunächst aber noch ein paar Worte zur VitaDock-App. Sie ist die Zentrale in Medisanas Systemkonzept. Alle Daten der bisher erhältlichen iOS-Messmodule (CardioDock, ThermoDock und GlucoDock) laufen hier zusammen. Nach jeder Messung können die Werte gespeichert oder verworfen werden. Das Tagebuch dokumentiert eure Messergebnisse, die sich selbstverständlich auch grafisch über einer Zeitachse darstellen lassen (erreichbar über Statistik-Button). In den Einstellungen findet man die Möglichkeit einen Bericht per E-Mail zu verschicken. Die Messdaten aller VitaDock-Module landen dann als Excel-Tabelle und als HTML-Datei beim Arzt eures Vertrauens, aufbereitet als übersichtlicher Monatsbericht. Letzterer klärt den Arzt nicht nur darüber auf wann die Messungen vorgenommen wurden (morgens, mittags, abends), sondern auch wie es um eure Stimmung und Aktivität bestellt war, wenn ihr diese Zusatzinfos denn nach der Messung eingegeben habt. Da jeder Mensch anders ist und ggf. mit chronischen Erkrankungen zu kämpfen hat, lassen sich eigene Grenzen für Zielmesswerte festlegen. Diese sollten natürlich vorher zusammen mit einem Arzt besprochen werden, damit die VitaDock das Messergebnis nicht mit "Gut" beurteilt, obwohl es eigentlich schlecht ist.
Natürlich können Messwerte auch manuell eingegeben werden, z. B. wenn man gerade beim Arzt durchgecheckt wurde. Durch das Anlegen von Benutzerprofilen (max. vier) lassen sich die Messdaten von Familienmitgliedern oder Freunden unterscheiden. Damit die Messergebnisse vor neugierigen Blicken geschützt bleiben, lässt sich jedes Nutzerprofil mit einem Passwort versehen.
Interessant ist auch der Live-Modus des Thermometers, denn damit lässt sich die ThermoDock auch für technische Messungen weit jenseits der menschlichen Körpertemperatur gebrauchen (Messbereich 0 °C bis 100 °C). Die Genauigkeit der Messwerte sinkt mit zunehmendem Abstand zur Wärmequelle. Die von Medisana empfohlenen fünf Zentimeter Abstand sollten also eingehalten werden.
Die CardioDock erkennt Herzrythmusstörungen vollautomatisch und signalisiert sie durch ein kleines Herz-Symbol. Dies ist deshalb von Relevanz, weil Arrhythmien zu ungenauen Messwerten führen können. Der Messvorgang kann auch direkt an der Dock gestartet werden, da sie über zwei Knöpfe verfügt. Neben dem Start-Knopf sitzt ein Button für eine vollautomatische Dreifachmessung. In diesem Fall errechnet die VitaDock-App aus den Messdaten einen Mittelwert. Leider ist der Dock-Connector an der CardioDock versenkt, sodass sich das Gerät nur zusammen mit einem iPhone oder iPod touch betreiben lässt. iPad-Nutzer können aber auf das Blutdruckmesssystem iHealth aus gleichem Hause setzten, müssen jedoch dann auf die Integration in die VitaDock-Anwendung verzichten
Fazit Die ThermoDock ist für 79,99 Euro erhältlich, während das Blutdruckmessgerät CardioDock 129,99 Euro kostet. Beide Module überzeugen durch ihre saubere Verarbeitung. Auch das Herzstück, die VitaDock-App, hat uns gut gefallen. Selbst ohne Anleitung findet man sich schnell innerhalb der Anwendung zurecht. Die modulare Erweiterbarkeit des VitaDock-Systems sehen wir als weiteren Pluspunkt. Eine passende Waage namens TargetScale ist bereits in Entwicklung und dürfte sich demnächst nahtlos ins VitaDock-Gefüge integrieren. Medisana-Module gibt es übrigens seit dieser Woche auch in 350 Telekom-Shops.
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