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Papers, Please: Werdet zum Grenzbeamten in Arstotzka

Geschrieben von: Frank.

Es lebe Arstotzka!

Nicht den Überblick verlieren! Bei Papers Please müsst ihr euch gut konzentrieren.Wir schreiben das Jahr 1982 und ihr seid der leitende Inspektor am Grenzübergang Grestin, welcher sich im fiktiven kommunistischen Staat Arstotzka befindet. Eure Aufgabe scheint einfach zu sein. Ihr dürft nur einreiseberechtigte Personen den Grenzübergang passieren lassen. Alle anderen müssen abgewiesen werden. Blöd nur, dass die Regierung von Arstotzka die Einreisebestimmungen häufig ändert, und so ist es nicht immer leicht den Überblick zu behalten, bzw. darauf zu achten, dass auch die richtigen Dokumente vorgelegt werden.

Ihr müsst die Angaben in den vorgelegten Dokumenten auf ihre Plausibilität prüfen. Nicht selten versucht man euch gefälschte Pässe, Einreisegenehmigungen und Impfbescheinigungen vorzulegen. Kommt euch etwas komisch vor, könnt ihr die Einreisenden verhören und die Unstimmigkeiten so aufklären. Ab und zu wird auch mal eine Verhaftung fällig, zum Beispiel wenn gesuchte Kriminelle versuchen euren Grenzposten zu passieren. Gehen euch Personen mit falschen Angaben durch die Lappen, gibt es eine Verwarnung von der Obrigkeit. Nach der zweiten Verwarnung folgen schließlich Bußgelder, welche euer ohnehin schon knappes Gehalt schmälern. Wer aber zu wenig verdient kann die zu Hause wartende Familie nicht mehr ernähren, oder muss die Heizung abdrehen. Allen Anfängern empfehlen wir daher dringend in den Spieleinstellungen den täglichen Gehaltsbonus von 20 Credits zu aktivieren.

Papers Please erfordert mit steigendem Schwierigkeitsgrad eure volle Konzentration. Dröge wird das Spiel trotz der sich teils wiederholenden Tätigkeiten aber nicht, denn im Geschichte-Spielmodus erwartet euch eine spannende Story, welche auch das Schickal eurer arstotzkischen Familie betrifft. Ihr habt die Wahl ob ihr euch an Verschwörungen beteiligt, oder staatstreu euren Dienst tut. Auch bleibt es eurem Gewissen überlassen ob ihr zur Schusswaffe greift oder nicht. Wer es schafft bis zum Schluss nicht selbst verhaftet zu werden, bekommt den Freichaltcode für den Endlosmodus. Die 31 Arbeitstage, welche Papers Please bereit hält, könnt ihr im Idealfall in etwa 4,5 Stunden durchspielen. Jedoch kennt das Spiel 20 mögliche Ausgänge der Geschichte, und so macht es immer wieder Spaß alternative Lösungswege auszuprobieren. Papers Please hat uns bereits gut 15 Stunden unterhalten und macht noch immer Laune.

Fazit

Das Spiel besticht nicht zuletzt durch seine charmante Pixelgrafik. Die Anspielungen zum Ost-West-Konflikt, zur Berliner Mauer und zum geteilten Deutschland sind nicht zu übersehen. Papers Please ist eines der besten Spiele die wir 2014 testen durften und verdient sich somit unsere uneingeschränkte Kaufempfehlung. Das Spiel kommt ohne In-App-Käufe aus und kostet 5,49 Euro. Der schwedische Entwickler hat das Spiel bisher leider nur fürs iPad freigegeben. Allerdings dürfte es auch schwierig sein die zahlreichen zu prüfenden Dokumente auf dem iPhone-Bildschirm noch lesbar darzustellen.

Im Test: Sennheiser Momentum In-Ear

Geschrieben von: Frank.

Elegant und wohlklingend: Der neue Momentum In-EarSennheisers Momentum-Familie hat Zuwachs bekommen. Die Rede ist von den neuen Momentum In-Ear, welche die beliebte Kopfhörer- bzw. Headset-Serie um ein Ohrhörermodell erweitern. Da uns der Momentum Over-Ear bereits schwer begeistern konnte, haben wir es uns nicht nehmen lassen auch den "kleinen Bruder" zu testen.

Bereits nach dem Auspacken sticht das edle Design der In-Ears ins Auge. Sie heben sich damit klar von der Masse der Billig-Plastikstöpsel ab. Sennheiser-typisch ist die Verarbeitung exzellent und bietet keinen Anlass zur Kritik. Dies gilt auch für die Kabelfernbedienung. Selbst im Inneren der kleinen Momentum steckt Qualität. Die Klangtunnel sind nämlich aus robustem Edelstahl gefertigt. Auf ihnen sitzen die Silikonpolster, welche in vier verschiedenen Größen mitgeliefert werden. Für jeden Ohrentyp sollten also passende Polster beiliegen. Der richtige Sitz ist auch wichtig, denn nur so wird der Hörkanal vor störenden Außengeräuschen abgeschirmt. Besonders gut hat uns aber das kinderleichte Einsetzen und Herausnehmen der Ohrhörer gefallen, was wohl auch auf die leicht abgewinkelte Form zurückzuführen ist.

Vom geringen Gewicht der Momentum In-Ear profitiert vor allem der Tragekomfort. Man kann sie stundenlang tragen, ohne dass die Ohren anfangen zu schmerzen. Das sieht bei Apples EarPods anders aus. Auch kommen letztere nicht im Entferntesten ans Klangniveau der Sennheiser-Ohrhörer heran. Wer es laut mag, kommt ebenfalls nicht zu kurz. Voll aufgedreht können die kleinen Momentum richtig Krach machen!

Auffällig ist, dass Sennheiser bei der Entwicklung der Momentum In-Ear vor allem auf deren Langlebigkeit großen Wert gelegt hat. Der Traditionshersteller greift gleich mehrfach in die Technik-Trickkiste um Kabelbruch und Wackelkontakt zu vermeiden. An den Hörern selbst sitzt eine unauffällige Zugentlastung, welche die Folgen von versehentlichem Reißen am Kabel abmildert. Des Weiteren wird durch eine ungewöhnlich flache Kabelform verhindert, dass sich die Hörstrippen verheddern. Für den sicheren Transport liefert Sennheiser ein hübsches Etui mit. Die darin befindliche Aufwickelhilfe braucht man aber eigentlich nicht und kann sie daher getrost zu Hause lassen.

Fazit

Wer ein gut klingendes iPhone-Headset mit Kabelfernbedienung und Mikro sucht, kann mit dem Momentum In-Ear nichts falsch machen. Mit der freiwilligen zweijährigen Herstellergarantie unterstreicht Sennheiser den eigenen Qualitätsanspruch, der sich letztlich aber auch im Preis von 99 Euro niederschlägt.

(PRODUCT)RED: Wem helfen die Spenden wirklich?

Geschrieben von: Frank.

(PRODUCT)RED: Apple rührt wieder einmal die WerbetrommelWoran erkennt man, dass Weihnachten näher rückt, ohne auf den Kalender zu schauen? Richtig, überall wird zu Spenden aufgerufen. Im TV, in der Fußgängerzone, am Arbeitsplatz, im World Wide Web, und natürlich auch bei Apple. Während sich das Mitgefühl für andere Menschen von Januar bis November in Grenzen hält, wird im letzten Monat des Jahres wie selbstverständlich das Portemonnaie gezückt. Wer spendet gehört zu "den Guten", das ist jedem klar. Wer Spenden sammelt klettert sogar noch höher im allgemeinen Ansehen, selbst wenn derjenige kaum eigenes Kapital zum gemeinschaftlichen Geldtopf beisteuert. Diesen Umstand machen sich Jahr für Jahr unzählige Unternehmen zunutze um etwas für das angekratzte Firmen-Image zu tun. Apple bildet da keine Ausnahme.

Die Image-Politur auf die man in Cupertino schwört nennt sich (PRODUCT)RED. Nein, meine Umschalt-Taste klemmt nicht, das schreibt man wirklich so. (PRODUCT)RED ist eine Spenden-Initiative von U2-Frontmann Bono (Von wem sonst?) und Bobby Shriver, einem Mitglied der Kennedy-Familie. Getreu dem Motto "tue Gutes und sprich darüber" können Unternehmen wie Apple einen Teil ihrer Produktpalette als (PRODUCT)RED kennzeichnen. Ein gewisser Anteil des Umsatzes dieser Produkte, welche an ihrer roten Farbe zu erkennen sind, fließt an den sogenannten Global Fund, welcher sich der Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria verschrieben hat. So weit so ehrenwert. Doch welcher Prozentsatz des Kaufpreises eines roten iPods, einer roten iPhone-Hülle oder eines roten Beats-Kopfhörers fließen tatsächlich Richtung Spendentopf? Erstaunlicherweise findet man dazu weder auf Apples (PRODUCT)RED-Website, noch auf der Homepage der Spendeninitiative eine Angabe. Apple selbst spricht von "einem Teil des Verkaufserlöses". Nun, 1 Eurocent ist auch ein Teil. Geht es nicht etwas genauer?

Leider nein, der tatsächliche Spendenerlös pro Produkt bleibt Apples Geheimnis, wahrscheinlich aus gutem Grund. Uns bleibt daher nur die Möglichkeit die bis dato bekannten Zahlen gegenüberzustellen. Dass Apple bisher 75 Millionen US-Dollar für den Global Fund gesammelt hat, gilt als halbwegs gesichert. Diese Zahl klingt erst einmal viel, doch sie bezieht sich auf einen Zeitraum von 2006-2014. In der gleichen Zeitperiode hat Apple sage und schreibe 807.976 Millionen US-Dollar Umsatz gemacht, also 808 Milliarden US-Dollar. Das ist das Zehntausendsiebenhundertdreiundsiebzigfache (10.773) des gespendeten Betrages. Nun gehört natürlich nicht jedes Apple-Produkt zur Kategorie (PRODUCT)RED, doch dieses einfache Zahlenbeispiel zeigt sehr deutlich wie ernst man in Cupertino den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose nimmt. Lumpige 0,009% des Gesamtumsatzes hat Apple investiert. Und noch ein kleines Zahlenbeispiel: Die Kosten für Apples neues Hauptquartier, das sogenannte "Mutterschiff", werden auf 5.000 Millionen US-Dollar geschätzt, immerhin noch dem 67fachem von Apples "Engagement".

Im Klartext: Apple nutzt (PRODUCT)RED als sozialen Anstrich um anderes Fehlverhalten des Unternehmens zu kaschieren. Es ist kein Geheimnis, dass Apple-Produkte in China unter teils menschenunwürdigen Bedingungen gefertigt werden. Wo bleibt da die propagierte Menschenliebe? Des Weiteren bedient sich Apple diverser Steuer-Tricks um jährlich Miliarden von US-Dollar am Fiskus vorbei zu schleusen. Hier wird der Allgemeinheit Geld entzogen, welches zum Teil auch gemeinnützigen Organisationen zu Gute kommen würde. Und natürlich ist man als Apple-Kunde deutlich freigiebiger wenn man beim Kauf eines Produktes dem Irrtum unterliegt damit etwas Gutes zu tun. Die roten Produkte dürften also deutlich mehr Geld in die Kassen spülen als Apple durch die eher zaghaften Spenden verliert.

Bevor ihr euch also von Apple zum diesjährigen Gutmenschen-Shopping verleiten lasst, haltet einen Moment inne und spendet lieber einen einstelligen Prozentbetrag eurer diesjährigen Weihnachtseinkäufe an eine seriöse Hilfsorganisation wie zum Beispiel das Deutsche Rote Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen.

Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit.

Der Nachfolger: Earn To Die 2

Geschrieben von: Dominik.

 

Vor gut zwei Jahren haben wir Euch hier das Spiel Earn To Die in der iPad – Version von Nop Doppler vorgestellt. Trotz dass ich solche Art von Spielen eigentlich nicht mag, war ich doch sehr überzeugt von dem Spiel und habe es solange gespielt, bis ich es durch hatte. Vor kurzem ist der Nachfolger im AppStore erschienen: Earn To Die 2. Das Universalspiel kommt für 1,79 EUR auf euer iDevice.
 
Salopp gesagt geht es darum, dass die Zombies wieder kommen. In einem kurzen Intro-Video wird euch sehr nahe gelegt, schleunigst zum Refuge Harbor zu kommen, da von dort das letzte Evakuierungsflugzeug starte. Mit den Sätzen „Ich brauche ein Auto. Irgendein Auto“ startet Ihr euch auch schon in das Abenteuer in Richtung Flugzeug.

Insgesamt gibt es zehn Autos, die sich nacheinander freischalten. Ihr müsst also nicht, wie in der ersten Version, die Autos kaufen. Aufrüsten müsst ihr sie dennoch, sonst werdet ihr nie den Zombies entfliehen können. Wie auch in der Vorgängerversion kann der Motor, das Getriebe, die Reifen, die Waffen- sowie Boostanlage, das Gewicht, die Panzerung verbessert und schlussendlich der Tank aufgefüllt werden. Das dafür benötigte Geld sammelt ihr, in dem ihr euch auf den Weg macht und Zombies überfahrt. Irgendwann wird euer Sprit alle sein und dann gibt’s Kohle, die anschließend reinvestiert werden kann.

Gesundheitsdaten: Der gläserne Patient ist bereits Realität

Geschrieben von: Frank.

Auch Apples iPhone sammelt fleißig GesundheitsdatenKrank sein ist teuer. Nicht nur für den Patienten, sondern auch für dessen Krankenversicherung. Die Versicherer setzen daher seit Jahren auf Bonusprogramme um ihre Kunden zu mehr Bewegung zu motivieren. Dies scheint den Versicherungen aber nicht mehr auszureichen, denn derzeit zeichnet sich ein beunruhigender Trend ab: Erste Krankenversicherungen bieten ihren Kunden Vergünstigungen und Boni an, falls sie ihre Gesundheits- und Bewegungsdaten teilen. Wer sich nachweislich viel bewegt wird also belohnt. Schon im nächsten Jahr sollen derartige Tarife auch in Deutschland eingeführt werden. Eine spezielle App sammelt die erforderlichen Daten zur (noch) freiwilligen Selbstüberwachung rund um die Uhr.

Natürlich werden Versicherungen die neu gewonnenen Informationen nicht nur nutzen um gesundheitsbewusste Kunden zu belohnen. Das Prinzip funktioniert auch in umgekehrter Richtung. Wer seine Gesundheitsdaten nicht preisgibt, zum Beispiel wegen Datenschutzbedenken, wird schon bald deutlich mehr zahlen müssen als seine gläsernen Mitmenschen. Was heute als freiwillige Preisgabe von personenbezogenen Daten beginnt, wird also in naher Zukunft zur Pflicht werden, will man keine finanziellen Nachteile in Kauf nehmen. Auch körperlich beeinträchtigte Menschen, die sich schlicht auf Grund einer Krankheit oder Behinderung nicht so viel bewegen können wie andere, werden durch das System der personalisierten Krankenversicherung benachteiligt und gesellschaftlich ausgegrenzt. Diese Entwicklung widerspricht dem Prinzip unseres Sozialversicherungssystems, welches die individuellen Risiken des Einzelnen gleichmäßig auf alle Schultern verteilt und so die Grundlage unserer heutigen Gesellschaft bildet. Wir können daher nur jedem abraten sich an dieser Entsolidarisierung zu beteiligen!

Spieletipp: Vainglory

Geschrieben von: Frank.

Die Gefechte in Vainglory sind reich an ActionAuf dem Apple-Event im September 2014 wurde ein Action-Strategiespiel namens Vainglory live vorgeführt. Inzwischen ist der Titel im App Store verfügbar und erhielt bereits zahlreiche positive Bewertungen. Kern des Spiels, welches es als iPad- und iPhone-Version gibt, ist der Online-Multiplayer-Modus. Zwei Teams à 3 Spieler treten gegeneinander an, um einen lilafarbenen Kristall in der Basis des Gegners zu zerstören. Der jeweilige Stützpunkt und der Weg dorthin, sind durch Geschütztürme gesichert, welche jede Menge Schaden austeilen. Aber keine Sorge, ihr zieht das Feuer erst auf euch, wenn die Verteidigungsanlagen alle eure Minions ausgeschaltet haben. Minions sind von der künstlichen Intelligenz gesteuerte Helfer, die ebenfalls am Schlachtgetümmel teilnehmen.

Jeder der 6 Spieler steuert einen Helden, den es geschickt zu leveln gilt. Neben Erfahrungspunkten spielt auch gesammeltes Gold eine ganz entscheidende Rolle, denn für das Edelmetall können Charakter-Aufwertungen aller Art gekauft werden. Nicht alle verfügbaren Heldentypen lassen sich von Anfang an spielen. Einige müssen erst freigeschaltet werden, entweder durch Spielerfahrung, oder per In-App-Kauf. Prinzipiell sind aber alle Inhalte von Vainglory kostenlos erspielbar.

Die sogenannte Lane, welche an eine Straße erinnert und die beiden konkurrierenden Stützpunkte direkt miteinander verbindet, stellt das Hauptkampffeld dar. Hier tummeln sich Minions und Abwehrtürme. Über Sieg oder Niederlage entscheidet aber der Dschungel, der sich südlich von der Lane befindet. Im mannshohen Dschungelgras kann man sich vor Gegnern verstecken, oder ihnen auflauern. Strategisch wichtige Punkte wie zum Beispiel die Goldmine, findet man ebenfalls in der grünen Hölle. Sie sind während des gesamten Spiels hart umkämpft, was einen Großteil der Action ausmacht. Am Ende gewinnt das Team, welches die Stärken seiner Helden am besten einzusetzen weiß und koordiniert zusammen spielt.

Fazit

Vainglory bietet zwar relativ wenig strategische Tiefe, macht aber durch die schnellen Wechsel zwischen Verteidigung und Angriff trotzdem Spaß. Dass das Spiel kostenlos erhältlich ist, sollte euch nicht abschrecken. Man kann auch ohne In-App-Käufe sehr weit kommen. Langzeitmotivation wird aber allein deshalb schon nicht aufkommen, weil man immer wieder auf der gleichen Karte spielt. Wir gehen aber davon aus, dass sie Entwickler einige Erweiterungen nachschieben werden.

Der "blink" sperrt neugierige Hacker aus

Geschrieben von: Frank.

Stay out of my zoo - Praktische Kamerabdeckung gegen neugierige HackerLängst haben wir uns an Sicherheitslecks, Hackerangriffe und das Abwandern unserer persönlichen Daten gewöhnt. Es vergeht kaum ein Monat in der nicht ein Cloud-Anbieter, ein soziales Netzwerk oder ein Messenger-Dienst angegriffen wird. Datensicherheit und Privatsphäre werden daher zu den kostbarsten "Gütern" des 21. Jahrhunderts avancieren. Da wir von Laptops, Desktops, Smartphones und Tablets umzingelt sind, wird es auch im privaten Bereich immer eine Schwachstelle geben, die Cyber-Kriminelle ausnutzen können. Das ist noch lange kein Grund um paranoid zu werden, aber Vorsicht schadet nicht.

Fast alle unseren digitalen Begleiter verfügen über mindestens eine Kamera. Die Optiken sind inzwischen so klein, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, dass wir tagtäglich von elektronischen Augen angestarrt werden. Unheimlich wird spätestens dann, wenn man sich in Erinnerung ruft, was die Schadprogramme der NSA zu leisten vermögen. Auch professionelle Hacker verfügen über ähnliche Möglichkeiten und stehen dem US-Geheimdienst beim Thema Neugier in nichts nach. Die Webcam eines Rechners lässt sind sogar aktivieren, ohne dass der Betroffene davon etwas mitbekommt. Inwiefern dies auch bei iOS-Geräten möglich ist, können wir nicht einschätzen. Das Auftauchen des ersten iOS-Trojaners lässt uns aber aufhorchen.

Sicherheitsbewusste Nutzer kleben ihre Mini-Kameras inzwischen ab. Hierzu wird alles hergenommen, das gerade greifbar ist. Letztens habe ich beispielsweise einen Laptop gesehen, dessen Kamera mit einem Wundpflaster abgedeckt war. Dies zerstört nicht nur das Design des Gerätes, sondern macht zudem einen unprofessionellen Eindruck, falls das Gerät beruflich genutzt wird. Sehr viel eleganter ist da die Kameraabdeckung "blink" aus der Schweiz. Sie besteht aus Stahl und wird ebenfalls über die Kamera geklebt. Möchte man die Webcam aber nutzen, zum Beispiel für Skype oder Facetime, muss man den blink nicht entfernen. Stattdessen wird eine kleine Metallscheibe zur Seite geschoben, welche in den blink eingelassen ist, und schon ist die Kameraoptik freigelegt. Ist der Videochat vorüber, wandert das kleine Stahlplättchen per Fingerwischen wieder vor der Linse. Das Prozedere klappt in der Praxis problemlos. Wichtig ist allerdings, dass eine ebene Aufklebefläche zur Verfügung steht, da der blink ansonsten schlecht hält. Kleberückstände müssen auch bei längerer Nutzung nicht befürchtet werden. Die Kameraabdeckung lässt sich jederzeit wieder ablösen.

Fazit

Der blink ist eine einfache und effektive Lösung für mehr Privatsphäre beim Umgang mit elektronischen Geräten. Im Gegensatz zu einem Aufkleber bleibt das Metallplättchen unauffällig und passt sich gut ins Alu-Design von Apple ein. Für einen Preis von 9,90 Euro bekommt ihr 5 blinks, die ihr nach Belieben über euren Gerätepark verteilen könnt. Die praktische Spanner-Sperre könnt ihr direkt im Webshop des Schweizer Herstellers (Soomz AG) ordern.

Mac-Tipp: Platzhalter ins Dock einfügen

Geschrieben von: Dominik.

 

Schätzungsweise bei jedem Mac - Nutzer sind im Dock diejenigen Programme hinterlegt, die öfters oder relativ häufig verwendet werden, um schnell auf sie zugreifen zu können. Um ein wenig Ordnung in mein Dock zu bekommen, war ich auf der Suche nach einem möglichen Platzhalter. Am liebsten hätte ich genau den gleichen Strich wie zwischen den Programmen und Ordnern, aber dafür konnte ich leider keine Lösung auftreiben. Solltet Ihr eine haben, lasst es mich bitte wissen. Kommen wir zurück zu unserem Platzhalter. Für selbigen gibt es zwei Befehle, die im Terminal eingegeben werden müssen. 

Um einen Platzhalter zwischen Programmen einzufügen, braucht ihr den ersten Befehl. Der zweite ist für Platzhalter im Ordnerbereich.

defaults write com.apple.dock persistent-apps -array-add '{tile-data={}; tile-type="spacer-tile";}'

defaults write com.apple.dock persistent-others -array-add '{tile-data={}; tile-type="spacer-tile";}' 

Änderungen werdet Ihr solange nicht sehen können, bis das Dock einmal neu gestartet wurde. Dies passiert mit dem Befehl Killall Dock. Anschließend ist der Platzhalter im Dock zu sehen, der nun nach belieben verschoben werden kann. Ein Rechtsklick auf den Platzhalter bietet die Möglichkeit, selbigen wieder zu löschen. 

i-FlashDrive EVO: Schnell, chic, schwarz

Geschrieben von: Frank.

Das i-FlashDrive EVO sieht chic aus und ist 6x schneller als sein VorgängerEin Accessoire für iPhone und iPad, auf welches ich nicht verzichten könnte, ist das i-FlashDrive von Photofast. Der praktische Speicherstift, den ich seit über zwei Jahren inzwischen sowohl privat als auch beruflich nutze, gestaltet den Datenaustausch zwischen der PC-, Mac- und iOS-Welt komfortabler als jede drahtlose Übertragungstechnik. Dies schließt Apples AirDrop mit ein, denn spätestens wenn ein Windows-Rechner ins Spiel kommt, wird Zusatzsoftware benötigt. Vor allem im Arbeitsumfeld ist letzteres ein No-Go. Wer in der von Steve Jobs ausgerufenen Post-PC-Ära angekommen ist, wird daher sicher schon das eine oder andere Mal an eigentlich einfachen Aufgaben, wie zum Beispiel der Übertragung einer PowerPoint-Präsentation vom Desktop-Rechner aufs iPad, verzweifelt sein. Auch heute noch trifft man immer wieder auf Menschen, die E-Mails an sich selbst schicken, um den Dateianhang von einem Gerät auf das andere zu bugsieren. Solche Notlösungen verstopfen aber nicht nur das E-Mail-Postfach, sondern scheitern auch häufig an der Speichergrößenlimitierung elektronischer Briefe, die nicht selten im Bereich von 10 MB angesiedelt ist.

Mit einem i-FlashDrive kann man sich zahlreiche dieser typischen iOS-Workarounds sparen. Man steckt den externen Speicher wie einen handelsüblichen USB-Stick an den Rechner, schiebt die benötigten Dateien drauf und verbindet anschließend das gegenüberliegende Ende, welches mit einem Lightning-Stecker versehen ist, mit dem iPhone, iPad oder iPod touch. Eine spezielle App nimmt die Daten entgegen und gibt sie bei Bedarf über das bekannte "Öffnen in..."-Menü an andere Anwendungen weiter. Natürlich kann so ein i-FlashDrive auch wunderbar als externe "Festplatte" eingesetzt werden. Wer mit Speicher knapsen muss, freut sich über jedes Gigabyte, das ausgelagert werden kann und sich so nicht direkt auf den teuer bezahlten iOS-Speicher niederschlägt. Musik- und Filme-Sammlungen können ganz ohne lästige iTunes-Synchronisation wiedergegeben werden. Das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Speicherfressende HD-Videoaufnahmen landen mit wenigen Klicks auf dem Speicherstick und lassen genügend Luft für iOS-Updates und App-Downloads.

Den einzigen Kritikpunkt, welchen ich bisher bei jeder i-FlashDrive-Generation zu bemängeln hatte, war die niedrige Lese- und Schreibrate, sobald das Gadget ans iOS-Gerät angesteckt wurde. Die im letzten Test am Desktop und Laptop erzielten 26,9 MB/s (Lesen) schrumpften am iPhone auf mickrige 0,9 MB/s. Inzwischen hat Photofast aber reagiert und das i-FlashDrive komplett überarbeitet. Die neue Generation trägt den Beinamen EVO und hebt sich bereits bei der Farbgebung von den Vorgängerversionen ab. Das pechschwarze Gehäuse passt zur ebenfalls in schwarz gehaltenen und völlig neu gestalteten App. Letztere ist nicht mehr mit den bisherigen i-FlashDrives kompatibel, aber keine Sorge, auch die klassische App soll demnächst eine Generalüberholung erhalten.

Wir haben das i-FlashDrive EVO natürlich ausgiebig getestet und die Datenraten bestimmt. Am PC (USB 2.0) erzielte der mattschwarze Speicherstick ausgezeichnete 34,3 MB/s (Lesen) bzw. 4,54 MB/s (Schreiben). Leider hatten wir keine USB-3.0-Schnittstelle zur Verfügung und konnten so die maximal mögliche Geschwindigkeit nicht ausreizen. Die ungewöhnlich hohe Leserate spricht aber zumindest dafür, dass hier noch Luft nach oben ist. Noch größer war die Leistungssteigerung am Lightning-Anschluss unseres iPhone 6. Hier konnten wir eine Leserate von 4,75 MB/s ermitteln, was im Vergleich zur Vorgängergeneration einer Geschwindigkeitssteigerung von über 420% entspricht. Beim Schreiben erreichte unser i-FlashDrive EVO 3,8 MB/s und toppte damit das Vorjahresmodell um satte 850%.

Fazit

Mit der deutlich gesteigerten Lese- und Schreibgeschwindigkeit macht das i-FlashDrive EVO entwicklungstechnisch einen großen Satz nach vorn. Auch die neue App des Crossplattform-Speichers kann sich sehen lassen. Vor allem Neueinsteiger werden sich dank der Symbol-geführten Bedienung sofort zurechtfinden. Bei den Speichergrößen hat man die Qual der Wahl. 8, 16, 32, 64 und 128 GB stehen zur Verfügung. Preislich geht es bei 64,95 Euro los, oberhalb der 32 GB (99,95 Euro) zieht der Marktwert aber deutlich an.

Apples iPad-Event: Die Zusammenfassung

Geschrieben von: Frank.

Die neuen Bretter

Das iPad Air der 2. Generation rechnet schneller und bekommt Touch IDGroße Überraschungen hatten Apple-CEO Tim Cook und seine Kollegen heute nicht im Gepäck, zumindest was die hauseigenen Tablets angeht. Wie erwartet stellte der Elektronikkonzern ein iPad Air der 2. Generation und ein iPad mini der 3. Generation vor, beide mit Touch ID. Die Vorstellung des kleinen iPads geriet sogar so kurz, dass man meinen könnte es würde in Apples Umsätzen keine Rolle mehr spielen. Dem ist mit Sicherheit nicht so, doch hier fielen die Neuerungen noch spärlicher aus. Wie schon beim iPhone, ist auch bei der Tablet-Entwicklung mit keinen großen Entwicklungssprüngen mehr zu rechnen. Stattdessen arbeitet Apple am Feinschliff, vor allem was das Design angeht. Noch dünner ist das iPad Air 2, im Vergleich zu seinem Vorgänger. Mit seinen 6,1 mm unterbietet es sogar das iPhone 6. Das iPad mini 3 bleibt dagegen bei 7,5 mm.

Natürlich darf auch ein neuer Chip nicht fehlen. Einen um 40% schnelleren Prozessor verspricht Apple. Die Grafikeinheit soll sogar satte 250% flotter sein. Beide Rechenkerne stecken in Apples neuem A8X-SoC. Bei der RAM-Bestückung schweigt sich Apple wie üblich aus, wir glauben aber fest an 1 GB, wie beim iPhone 6. Damit das iPad-Display weniger stark spiegelt, hat Apple es speziell beschichtet. Die Frage ist nur wie langlebig das Coating ist. Einen NFC-Chip hat das Premium-Tablet übrigens nicht bekommen. Apples Bezahldienst wird daher nun innerhalb von Apps funktionieren.

Das iPad Air 2 ist mit einer verbesserten Kamera ausgestattet. Wie beim iPhone 6 sind Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen möglich. Die Auflösung klettert von 5 Megapixel auf 8 Megapixel. Albern aussehen wird das Fotografieren mit dem iPad aber weiterhin. Die Funkverbindungen (LTE und WLAN) sind etwas schneller geworden, was sich aber in der Praxis kaum auswirken wird. Neben spacegrau und silber ist das iPad nun erstmals in Gold erhältlich. Am Preis hat Cupertino nicht geschraubt. Die einfachste Ausführung mit 16 GB und ohne LTE-Modul kostet 489 Euro. Wie üblich kostet eine Speicher-Vergrößerung je Stufe 100 Euro zusätzlich (64 GB, 128 GB). Der Aufpreis für mobiles Internet via LTE beträgt 120 Euro. Die Top-Ausstattung liegt somit bei 809 Euro.

Das neue iPad mini muss weiter mit dem A7 Vorlieb nehmen und bekommt als einzige Neuerung Touch ID. Damit verliert es deutlich an Attraktivität, zumal das Vorgängermodell satte 100 Euro günstiger ist. Damit das neue mini trotzdem gekauft wird, beschneidet Apple das iPad mini 2 auf maximal 32 GB, das iPad mini 1 auf 16 GB. Der Einstiegspreis für ein Apple-Tablet sinkt erneut. Nur noch 239 Euro will Cupertino für das immer noch empfehlenswerte iPad mini ohne Retina Display haben. Das iPad Air der 1. Generation startet nun bei 389 Euro, fürs iPad mini 2 (mit Retina Display) werden 289 Euro fällig.

Beide neuen iPad-Modelle können ab Freitag den 17. Oktober vorbestellt werden.

Das Pixel-Monster

Der Star des Abends war klar der neue iMac mit 5K-Display. Satte 5120 x 2880 Pixel bringt Apple auf den 27"-Bildschirm des Desktop-Macs und stellt damit einen Branchenrekord auf. Die restliche Hardwareausstattung ist nicht spektakulär und entspricht im Grunde einer leichten Aufwertung des bisherigen Modells.

Der Nebenschauplatz

Den Mac mini hatte Apple schon länger nicht mehr angefasst. Damit ist nun Schluss. Die Hardware wurde grundlegend erneuert und wird von einem Intel i5- oder i7-Prozessor unterstützt (Haswell-Architektur). Als RAM-Bestückung stehen 4, 8 oder 16 GB zur Verfügung. Der Grafikchip ist integriert, leistet aber trotzdem genug um ein 4K-Display anzusteuern. Sogar die recht junge Thunderbolt-2-Schnittstelle hat ihren Weg in den Zwergen-Mac gefunden. Der günstigste Mac mini kommt mit einer 500-GB-Festplatte und kostet 519 Euro. Die Kleinst-Macs können ab sofort bestellt werden.

Die Software

Schon am Montag den 20. Oktober soll iOS 8.1 erscheinen. Erfrischend ehrlich gab Apples Software-Verantwortlicher Craig Federighi während der Keynote zu, dass noch nicht alles rund laufe, versprach aber Abhilfe. Zu den Neuerungen des iOS-Updates zählt unter anderem der Bezahldienst Apple Pay, welcher bereits auf der iPhone-Keynote im September angekündigt wurde. Der Service startet zunächst in den USA, soll aber nach und nach auch in anderen Ländern ausgerollt werden. An eine flächendeckende Verbreitung in Mitteleuropa wollen wir noch nicht so ganz glauben.

Auch zur Apple Watch gab es Neuigkeiten. Entwickler dürfen sich auf ein SDK namens WatchKit freuen, welches bereits im November veröffentlicht werden soll. Damit will Apple sicherstellen, dass zum Start der smarten Uhr (Anfang 2015) auch eine nennenswerte Anzahl Apps bereitsteht.

Apples neues Mac-Betriebssystem Yosemite steht nun kostenlos im Mac App Store zum Download bereit. Dank der öffentlichen Betaphase sind hier alle Neuerungen aber schon weitestgehend bekannt.